Archive für Dezember, 2007

Online Pokerstars schreiben Buch

8. Dezember 2007

Der Dimat Enterprises Verlag plant im neuen Jahr ein Buch über No-Limit Hold’em Turniere herauszubringen. Als Autoren wurden die online Profis Eric “Rizen” Lynch, Jon “Pearljammer” Turner und Jon “Apestyles” van Fleet verpflichtet. Das Buch soll sich vor allem mit online Turnier Strategien beschäftigen und richtet sich an ambitionierte Hobby Spieler.

Die drei Autoren bringen es online insgesamt auf über 200 Siege, 1000 Final-Tables und Cashes und eine Gesamtgewinnsumme von $6 Millionen. Eine bessere Qualifikation um Tipps für das online spezifische Turnierspiel zu geben, kann man wahrscheinlich nicht mitbringen.

Josh Arieh verpasst Sieg in New Orleans

6. Dezember 2007

Nachdem er vom ersten Tag an Chipleader war hat Josh Arieh den Sieg beim WSOP Circuit Event im Harrah’s Casino von New Orleans knapp verpasst. 160 Spieler waren bereit den Buy-in von $5.000 zu bezahlen und so kam ein Preispool von $765.000 zusammen. Bekannte Namen fand man nur wenige unter den Teilnehmern und so war Arieh neben Brandon Cantu auch schon der Spieler, der am meisten im Focus stand.

Vom Start weg lief es für Arieh wie geschmiert. Schon früh im Turnier konnte er sich mit einem Full House gegen einen Flush verdoppeln. Bis zum Final-Table gab er seinen Chiplead dann auch nicht mehr ab. Dort musste er die Führung zwar an Andy Philachack abgeben, schaffte es aber trotzdem mit ihm ins Heads-up zu kommen. Nach nur vier Händen kam es dann zur Entscheidung. Auf einen Flop von 9710 ging Arieh, nachdem sein Bet von Philachack erhöht wurde, All-in. Philachack callte sofort und zeigte 1o und 7. Arieh hatte auch zwei Paar gefloppt, allerdings lag er mit 9 und 7 weit hinten. Turn und River brachten keine Verbesserung und so musste Arieh sich wohl oder übel mit Platz 2 und $130.050 zufrieden geben. Der Gewinner Andy Philachack konnte sich über $247.860 freuen.

“Chip” Reese ist tot

5. Dezember 2007

Der dreifache Bracelet Gewinner und Mitglied der Poker Hall of Fame David “Chip” Reese ist an den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung gestorben. Er wurde 56 Jahre alt.

Sein für die Öffentlichkeit wohl größter Erfolg war der Sieg beim $50.000 WSOP H.O.R.S.E. Event, dass er 2006 bei der Premiere gewann. Das Heads-up gegen Andy Bloch ist unvergessen. 12 Stunden ging das Spiel hin und her bis Reese schließlich den Sieg unter Beifallsstürmen einfahren konnte.

Insgesamt erspielte er sich bei Turnieren $2.8 Millionen. Allerdings war er viel mehr ein Cash Game Spieler, dessen Gewinne z.B. beim “Big Game” im Bellagio sich  wohl auf ein vielfaches seiner Turniergewinne belaufen. Doyle Brunson nannte ihn den besten Seven Card Stud Spieler der Welt und ließ ihn auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch “Super System” verfassen.

Mit “Chip” Reese verliert die Pokerszene eine Legende, die aber wohl noch lange in der Erinnerung weiter leben wird.

Fast Rekordpot bei High Stakes Poker

4. Dezember 2007

In der aktuellen Folge von High Stakes Poker kam es fast zum ersten Pot über einer Million Dollar. Neben Sammy Farha waren noch David Benyamine und Guy Lalilberte an der Hand beteiligt.

Nachdem Farha pre Flop mit A3 auf $4.200 erhöht hatte callten Benyamine mit A8 in Kreuz und Lalilberte mit K5 in Karo. Der Flop bracht K35 mit zwei Kreuz. Farha versuchte sich mit seinem Paar Dreien den Pot unter den Nagel zu reißen und setzte $13.000, woraufhin Benyamine auf $43.000 erhöhte. Lalilberte, der zu diesem Zeitpunkt mit zwei Paar die beste Hand hielt, setzte nochmal einen drauf und erhöhte auf  $168.000. Sammy Farha verabschiedete sich daraufhin aus der Hand und David Benyamine hatte mit seinem Flushdraw eine schwere Entscheidung zu treffen. Er entschied sich für die aggressivste Alternative und ging für $600.000 All-in.

Jetzt lag die schwere Entscheidung beim Multimillionär und Besitzer des Cirque de Soleil Guy Lalilberte. Da nur noch die Beiden in der Hand waren und sein Gegner schon All-in war konnte er seine Karten schon mal umdrehen, um eine Reaktion bei dem Franzosen hervorzurufen. Beim Anblick der zwei Paar wirkte Benyamine doch deutlich geschockt; und nach kurzem Zögern callte Lalilberte. Auf den Vorschlag Turn und River mehrfach dealen zu lassen ging Lalilberte zunächst nicht ein. Als er sich aber scheinbar klar darüber wurde, dass der mögliche Verlust eines $1.2Millionen Pots für Benayamine deutlich schwerer zu verkraften wäre, als für ihn selbst, machte er einen ungewöhnlichen Vorschlag. Er bot dem Franzosen an das Geld, das bereits im Pot lag, quasi kampflos an ihn abzugeben, womit das All-in vergessen wäre und Benyamine nur $47.200 verloren hätte. Als klarer Underdog konnte Benyamine dem Vorschlag nur zustimmen und so kam es dann nicht zum neuen Rekordpot.

Moscow Millions

3. Dezember 2007

Der Australier Tony “G” Guoga hat die Moscow Millions gewonnen. Nachdem sich Full Tilt Poker als Hauptsponsor zurückgezogen hatte und keine Online-Qualifikationsturniere mehr stattfanden, waren nur noch 53 Spieler bereit den Buy-in von $10.000 zu bezahlen. Der einzige bekanntere Konkurrent, den Tony G am Final Table fürchten musste, war Alex Kravchenko. Dessen Jahresbilanz fiel mit bis dahin bereits gewonnenen $2.Millionen durchweg positiv aus. Weitere $77.000 konnte er für das Erreichen des dritten Platzes dazurechnen. Tony G bekam für seinen Sieg $205.000. Damit hat sich Moskau für den Australier mal wieder als gutes Pflaster bewiesen. Schließlich hat er in den dortigen Casinos dieses Jahr schon mehrere Millionen bei High Stakes Cash Games gewonnen.

Die Moscow Millions war das erste Turnier, das in Rußland den Status als Sportveranstaltung hatte. Für die nächsten Jahre erhofft man sich natürlich eine größere Teilnehmerzahl und möchte den Event zu einer festen Größe im europäischen Turnierzirkus machen. 

Dutch Boyd siegt im Bellagio

2. Dezember 2007

Der dritte Event der Five Diamond World Poker Classic ist entschieden. Dutch Boyd konnte sich beim $2.500 No-Limit Hold’em Turnier gegen 247 Gegner durchsetzten und kassierte dafür $237.685. Wieder waren einige Stars angetreten und außer Boyd fanden sich auch noch Toto Leonidas und der zweifache Bracelet Gewinner Tom Schneider am Final-Table wieder.

Allerdings war niemand in der Lage Dutch Boyd zu stoppen. Als dritter in Chips gestartet kämpfte er sich bis ins Heads-up durch und bezwang dort Jack Duncan, der zuvor die ganze Zeit Chipleader gewesen war. Für Boyd war es in diesem Jahr der erste Sieg, nachdem er bei der WSOP zwar zwei Final-Table erreicht hatte, sich aber mit dem dritten und fünften Platz zufrieden geben musste.

Five Diamond World Poker Classic

1. Dezember 2007

Derzeit läuft im Bellagio die Five Diamond World Poker Classic, deren Höhepunkt der $15.000 WPT Championship Event ist. Schon jetzt sind viele Stars eingetroffen um an einigen der vielen kleineren Turnieren teilzunehmen.

Zwei No-Limit Hold’em Events sind bereits gespielt. Für Event 1 waren 472 Spieler gemeldet. Der Buy-in betrug $1.500. Unter den Teilnehmern waren auch Dutch Boyd, Steve Sung und Layne Flack. Der Preispool betrug $686.760. Layne Flack schaffte es immerhin an den Final-Table. Allerdings war dort für ihn auf dem 6.Platz Endstation. Das Turnier gewann James Cornell und kassierte dafür $162.070.

Event 2 hatte einen Buy-in von $2.000. 272 Spieler generierten einen Preispool von $566.480. Wieder befanden sich mit z.B. Bill Edler, John Phan und Alan Smurfit einige bekannte Namen unter den Teilnehmern. Am weitesten schaffte es Alan Smurfit, der am Ende Dritter wurde. Das Turnier und damit $132.980 gewann Michael Katz.Â