Archive für Juni, 2008

Scotty Nguyen gewinnt 50k H.O.R.S.E. Event

30. Juni 2008

Nach fünf Tagen ist das 5ok H.O.R.S.E. Event (#45) heute zu Ende gegangen. Ein Star nach dem Anderen hatte das Handtuch werfen müssen, ehe am Ende Scotty Nguyen alle Chips vor sich stehen hatte. Nachdem er zuletzt 2001 ein Bracelet gewinnen konnte, war es nach einer langen Durststrecke sein insgesamt fünfter Sieg bei einem WSOP Turnier. Besonders spannend war der Final-Table als nur noch drei Spieler übrig waren. Chipleader war zu dem Zeitpunkt Michael DeMichele, während Erick Lindgren als Shortstack ums Überleben kämpfen musste. Er konnte sich zwar nochmal aufrappeln, verlor dann aber wieder viele Chips an Scotty Nguyen, der danach auch den Chiplead übernahm. Nachdem man zu dritt 180 Hände gespielt hatte, kam schließlich für Lindgren das Aus. Mit einem Gewinn von $781.440 dürfte er aber nicht allzu lang traurig gewesen sein. Im Heads-up hatte Nguyen eine so große Führung, dass schon nach 11 Händen die Entscheidung fiel. Im Hold’em Modus wanderten alle Chips vor dem Flop in die Mitte. DeMicheles A3 wurde von Scottys A10 allerdings dominiert und bei einem Board von A9674 blieb die bessere Hand auch vorne. Für den überglücklichen Gewinner gab es neben dem Armband auch noch den Chip Reese Award. Außerdem konnte er sich über ein Preisgeld von $1.989.120 freuen. Runner-up Michael DeMichele nahm $1.243.300 mit nach Hause.

Gestern wurde noch das Bracelet im $2000 No-Limit Hold’em Turnier (Event #48) vergeben. Gewonnen hat Alexandre Gomes, der sich im Heads-up gegen den Internet Pro Marco Johnson durchsetzen konnte. Für den Gewinner gab es $770.540, der Zweite konnte sich über 491.273 freuen.

Gleich zwei Deutsche werden heute in Event #49 um das Armband kämpfen. Robert Kalb und Christoph Köhnen haben beide den Final-Table erreicht, sind allerdings relativ shortstacked. Köhnen ist 8. und Kalb 6. im Chipcount. Außerdem unter den letzten Neun sind J.C. Tran und der WPT Gewinner Joe Pelton, die auf den Plätzen 3 und 4 in das Finale starten werden. Man darf gespannt sein, wer heute das Armband mit nach Hause nehmen wird. Bei zwei deutschen Teilnehmern ist die Hoffnung auf ein viertes Bracelet natürlich groß.

Wieder kein Bracelet für Rene Mouritsen

28. Juni 2008

Nachdem er schon im letzten Jahr in zwei WSOP Events Runner-up wurde, ist Rene Mouritsen gestern auch im $1.000 No-Limit Hold’em mit Rebuys Turnier der ganz große Erfolg verwährt geblieben. Wieder wurde es “nur” der zweite Platz, da er sich letztlich im Heads-up Maxwell Greenwood geschlagen geben musste. Mit einer Prämie von $445.523 konnte Mouritsen seine WSOP Gewinne zwar über $1. Millionen steigern, doch am Ende überwog doch die Enttäuschung über das abermals verpasste Armband. Der Sieger Greenwood konnte sich neben seinem ersten großen Turniersieg über $693.392 freuen.

Im $50k H.O.R.S.E. Event haben 24 Spieler den vierten Tag erreicht. Chipleader ist Michael DeMichele, gefolgt von Barry Greenstein und Daniel Negreanu. Katja Thater ist leider bereits ausgeschieden. 

Martin Kläser triumphiert

27. Juni 2008

Der 21-jährige Martin Kläser hat überraschend das $1.500 Pot-Limit Omaha Event (#43) gewonnen. Im Heads-up dominierte er seinen Gegner Casey Kastle und gewann mehr als verdient die $216.249 Siegprämie. Bis auf zwei aufgegebene Blinds konnte Kläser sogar alle Hände gegen Kastle gewinnen, der mit der aggressiven Spielweise des Deutschen überhaupt nicht zu Recht kam. Nach Sebastian Ruthenberg und Jens Vörtmann konnte Kläser das mittlerweile dritte Armband für Deutschland gewinnen.

Seit Mittwoch läuft auch das $50.000 H.O.R.S.E. Event, an dem wie im Vorjahr 148 Spieler teilgenommen haben. Nach Tag 2 hat sich das Teilnehmerfeld auf 67 reduziert. Aus Deutschland haben Katja Thater und Jan van Halle an dem mega Event teilgenommen. Während van Halle sich schon aus dem Turnier verabschieden musste, läuft es für seine Lebensgefährtin deutlich besser. Mit 136.000 Chips liegt sie zwar im unteren Drittel, hat aber für heute noch alle Chancen weiter im Rennen zu bleiben. Der Final Table des fünftägigen Events wird am Sonntag ausgespielt. Titelverteidiger Freddy Deeb ist bereits ausgeschieden, womit man gespannt sein darf, wer sein Nachfolger wird.

John Phan gewinnt zweites Armband

25. Juni 2008

Innerhalb einer Woche ist es John “TheRazor” Phan gelungen zwei Armbänder zu holen. Vor dieser WSOP gehörte Phan noch zu der Gruppe namhafter Pros, die bisher kein Bracelet gewinnen konnten. Doch letzte Woche konnte er den Bann dann brechen und mit Event #29 sein erstes WSOP Turnier gewinnen. Gestern ist ihm das Kunststück dann direkt noch mal gelungen. Im $2.500 2-7 Triple Draw Lowball Event (#40) konnte er sich gegen 238 Konkurrenten durchsetzen und kassierte eine Siegprämie von $151.911. Das Teilnehmerfeld bestand zum Großteil aus bekannten Pros und so war es denn auch nicht weiter überraschend, dass am Final-Table neben Phan auch noch David Sklansky und Robert Mizrachi zu finden waren. Für die Beiden lief es am Ende allerdings nicht mehr ganz nach Wunsch und so mussten sie sich auf den Plätzen 4 und 6 verabschieden. Im Heads-up spielte Phan gegen den bislang relativ unbekannten Shunjiro Uchida . Phan startete mit einer kleinen Führung, konnte diese aber mit der Zeit routiniert ausbauen. Am Ende gewann er mehr als verdient sein zweites Bracelet.

Das Mixed Hold’em Event (#41) konnte Frank Gary gewinnen und dafür $219.562 mit nach Hause nehmen. Im Heads-up konnte er sich gegen Jonathan Tamajo durchsetzen, der für seinen zweiten Platz auch noch $140.093 bekam. Der Deutsche Meister von 2005 Alex Jalali erreichte den Final-Table und musste erst auf einem starken fünften Platz die Segel streichen.

Im Pot-Limit Omaha H/L Turnier (Event 43) hat der Gewinner der Full Tilt Million Euro Challenge Martin Kläser als Vierter in Chips den zweiten Tag erreicht. Von ursprünglich 720 Teilnehmern werden heute 68 wieder an den Start gehen. Von vielen wurde Kläser ja schon als “One Hit Wonder” verspottet. Wenn das Turnier nach Wunsch für ihn verläuft, kann er die Kritik ja vielleicht zum Verstummen bringen.

David Woo gewinnt Event #39

24. Juni 2008

Das einzige Armband des gestrigen Tages ging an David Woo. Im $1.500 No-Limit Hold’em Event konnte er sich gegen 2720 Gegner durchsetzen und kassierte eine Siegprämie von stolzen $631.656. Im letzten Jahr war Woo schon mal am Final-Table eines $1.500 Events, aber am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück und er belegte “nur” den 5. Platz. Damals war Woo so enttäuscht, dass er postwendend seinen Gewinn von $115.000 beim Black Jack verspielte. Ob er es diesmal schafft seinen Gewinn mit nach Hause zu nehmen bleibt abzuwarten. Zweiter wurde im übrigen Matthew Wood, der $389.844 einstreichen konnte.

Nur der 4. Platz für Jan van Halle

23. Juni 2008

Nachdem Jan van Halle als Chipleader an den Final-Table vom $2.000 Pot-Limit Hold’em Turnier (Event #38) gegangen war, reichte es am Ende nicht für das ersehnte Bracelet. Auf Platz 4 war leider Endstation, was allerdings ja schon aller Ehren wert ist. Mit $77.077 konnte sich van Halle auf jeden Fall ein wenig für den knapp verpassten Sieg trösten. Das Turnier gewann Davidi Kitai, der Chris Bell im Heads-up besiegen konnte. Für den Gewinner gab es $244.583, der Runner-up bekam $155.805.

Für Jan van Halle ging es im $1.500 Mixed Hold’em Event direkt weiter. Von 731 Teilnehmern haben 117 den ersten Tag überlebt, unter ihnen auch der Deutsche. Mit knapp 30.000 Chips steht er im Moment im Mittelfeld, was für heute alle Möglichkeiten für ein erneutes Erreichen des Final-Tables lässt.

Auch Benyamine kann erstes Bracelet gewinnen

22. Juni 2008

Irgendwie scheint es das Jahr der Pros zu sein, die bisher noch kein Bracelet gewinnen konnten. Im Omaha H/L World Championship (Event #37) konnte nun auch David Benyamine, der eigentlich als Cash Game Spezialist bekannt ist, sein erstes WSOP Turnier gewinnen. Im Heads-up bezwang er Greg Jamison und kassierte für seinen Sieg satte $535.678. Ebenfalls den Final-Table erreicht hatte Mike Matusow, der nach dem Gewinn seines dritten Armbands letzte Woche, sich weiterhin in einer guten Form präsentiert. Allerdings reichte es diesmal nicht für den ganz großen Wurf und er musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Das Armband in Event #36, einem $1.500 No-Limit Hold’em Turnier, ging an Jesper Hougaard. Im Heads-up konnte er sich gegen Cody Slaubaugh durchsetzen und kassierte eine Siegprämie von $610.276. Ausnahmsweise hatte es diesmal kein namhafter Profi an den Final-Tisch geschafft.

Spannung ist aus deutscher Sicht heute beim Finale des Pot-Limit Hold’em Events (#38) angesagt. Mit Jan van Halle geht ein Deutscher als Chipleader in den Final-Table und man darf sich durchaus Hoffnung machen, dass ein drittes Bracelet für Deutschland dabei herausspringt. Sollte van Halle tatsächlich gewinnen, wäre es das erste Mal, dass drei Deutsche bei einer WSOP ein Bracelet gewinnen konnten.

Flack is back

21. Juni 2008

Nachdem er 2003 gleich 2 Armbänder gewinnen konnte, hat Layne Flack bis gestern gebraucht um endlich sein insgesamt sechstes Bracelet zu holen. Im $1.500 Pot-Limit Omaha mit Rebuys (Event #34) konnte er sich gegen 320 Teilnehmer durchsetzen und kassierte mit $577.725 den größten Gewinn seiner Karriere. Da er am Anfang gleich 22 Rebuys tätigte musste er unbedingt unter die letzten 12 kommen, um das Turnier mit Gewinn abzuschließen. Als ihm das erstmal geglückt war, konnte ihn niemand mehr aufhalten und so konnte Flack das Turnier am Ende verdient gewinnen. Bekanntester Konkurrent am Final-Table war Ted Forrest, der schon das zweite Mal in diesem Sommer ins Finale gekommen war. Doch wiederum fehlte Forrest das nötige Quäntchen Glück und er musste sich mit dem 5. Platz und $144.427 zufrieden geben.

Das Finale vom $1.500 Seven Card Stud Event (#35) war ausnahmsweise mal nicht von bekannten Namen geprägt. Den längsten Atem hatte am Ende Michael Rocco, der Al Barbieri im Heads-up bezwingen konnte. Neben dem Bracelet gab es für Rocco $135.753, Runner-up Barbieri konnte sich über $83.210 freuen.

Sebastian Ruthenberg ist Weltmeister

20. Juni 2008

Nachdem ja schon einige Deutsche Armbänder bei der WSOP gewinnen konnten, ist Sebastian Ruthenberg nun der Erste, der einen der World Championship Events für sich entscheiden konnte. Im Seven Card Stud H/L (Event #33) konnte er sich gegen 261 Gegner durchsetzen und verwies am Ende Chris Ferguson im Heads-up auf den 2. Platz. Für seinen Sieg kassierte Ruthenberg $328.756, Runner-up Ferguson bekam als “Trostpflaster” $202.406. Lange Zeit stand das Heads-up auf Messers Schneide. Ganze drei Stunden dauerte das Duell, in dem die Führung mehrfach wechselte. Ferguson war als 2:1 Chipleader gestartet, doch nach und nach konnte Ruthenberg aufholen, bis er sogar einen kleinen Vorsprung erarbeitet hatte. Dann allerdings verlor er einige große Pötte und war mit 200.000 Chips super short. Ferguson hielt zu dem Zeitpunkt über 2 Millionen und war klar favorisiert. Aufgegeben hatte sich der junge Deutsche aber noch lange nicht und so gelang ihm abermals ein tolles Comeback. Erneut konnte er sich die Führung zurückholen und gab sie dann auch nicht mehr ab. In seinem ersten Seven Card Stud Turnier ist Ruthenberg direkt der ganz große Wurf gelungen und er konnte damit den lang ersehnten ersten großen Turniersieg einfahren.

Auch eins der großen $1.500 No-Limit Hold’em Turniere ist gestern zu Ende gegangen. Das Bracelet in Event #32 ging an Luis Velador, der zuvor lediglich zweimal bei der WSOP cashen konnte. Nun war auch seine große Stunde gekommen und er konnte sich gegen 2304 Gegner durchsetzen und stolze $574.734 für seinen Sieg kassieren. Zweiter wurde Anthony Signore, der $366.387 mit nach Hause nehmen konnte.

Jetzt auch Dario Minieri mit Armband Nr.1

19. Juni 2008

Für die Pros vom Team PokerStars läuft es weiterhin wie am Schnürchen. Nach Daniel Negreanu und Barry Greenstein konnte nun auch der Italiener Dario Minieri sein erstes Bracelet gewinnen. Im $2.500 shorthandet No-Limit Hold’em Turnier (Event #31) konnte er sich gegen 1012 Gegner durchsetzen und kassierte dafür satte $528.418. Der für seine super aggressive Spielweise bekannte Minieri war schon öfter in großen Live Events ganz vorne mit dabei, aber irgendwie war ihm der große Wurf bis heute verwährt geblieben. Nachdem der Konten nun einmal geplatzt ist, darf man in Zukunft mit Sicherheit weitere Erfolge von ihm erwarten. Als bester Deutscher landete Sebastian Ruthenberg auf Platz 68. Nachdem er lange Zeit einer der big Stacks war, ein für ihn am Ende wohl enttäuschendes Ergebnis. Zweiter wurde Seth Fischer, der $330.519 gewinnen konnte.

Nach seinem Ausscheiden in Event #31 ging es für Sebastian Ruthenberg im Seven Card Stud H/L World Championship weiter. Hier lief es für ihn noch um einiges besser und er ist im Moment 5. in Chips. Chipleader ist Chris Ferguson. Auf den Plätzen 2 und 3 folgt das Geschwisterpaar Annie Duke und Howard Lederer. Man darf gespannt sein, wer am Ende das Bracelet mit nach Hause nehmen darf.