Archive für Juli, 2007

Phil Hellmuth zerlegt Auto

9. Juli 2007

Phil Hellmuth hat vor wenigen Stunden sein Auto in Las Vegas zerlegt.

Er hatte das von Ultimatebet gesponserte Auto zunächst in der Wüste Nevadas ausgefahren. Als er nach Las Vegas zurückkehrte hat er dann kurzzeitig die Kontrolle über das Fahrzeug verloren - siehe Bild …

Sein erster Kommentar: “You can’t always win …” Zur Zeit ist er noch im Krankenhaus - aber es sieht so aus, als dass er tatsächlich heute noch spielen will …

Phil

Craps, Marathon & Main Event

8. Juli 2007

Am 4. Juli sollte eigentlich ein großes Feuerwerk über den kompletten Strip erstrahlen…Dementsprechend machten wir uns auf zum MGM Grand um von da aus den Las Vegas Boulevard entlang zu laufen. Das im Supermarkt gekaufte Bier tranken wir stilecht aus braunen Papiertüten, während wir Feet um Feet hinter uns ließen…Doch das Feuerwerk sollte auf sich warten lassen. So ging es in Venetian, wo die Zocker den Craps-Tisch ansteuerten, das neu auserkorene “Can’t Lose”-Game. An diesem Abend lief es für die meisten wirklich gut, doch in den kommenden Tagen sollten auch noch andere Erfahrungen gemacht werden! Als genug Gewinn gemacht war, wurde in klassischer “Hit & Run”-Manier der Tisch verlassen und der Hotel-eigene Club aufgesucht…Das Tao.

An der Tür wurde uns freundlicherweise ein eigener Tisch angeboten für den Preis von zwei Flaschen a $350…Kurz hochgerechnet kamen wir mit Steuern auf ca. $800 für sieben Personen, also sagten wir zu! Der Club war sehr stylisch und es lief durchweg gute Musik (HipHop & House), lediglich unser Platz war etwas lächerlich…Wir bekamen eine Bank in einem Durchgang zugewiesen durch den aber immerhin eine ansprechende Frischfleisch-Rotation gewährleistet war…und in Vegas gibt es viel “Fleisch” zu beschauen! ;) Nachdem die zwei Flaschen Belvedere Wodka souverän per Roll The Dice & Ex geleert waren ging es nach ausgiebigem Abhotten wieder ins Casino kurz wieder Würfeln und danach NL $1/$2. Ich konnte zwar mit KK ein All-In einer Spielerin callen, floppte das Set, turnte das Boat und riverte Quads, verließ das Spiel aber leider trotzdem leicht down. Well played, drunken monkey!

High Stakes Chinese

Am darauffolgenden Tag (Donnerstag) lief nicht viel, bis darauf dass in der Nacht eine Chinese Poker Session gestartet wurde, die immernoch lief als ich Freitag Mittag wieder aufstand. Die Jungs hatten tatsächlich seit 10 Stunden gespielt und als ich mich dazu gesellte, wurde ich kurzerhand zum Dealer und sorgte dafür, dass die Jungs (Seb, Cort und Niklas) noch einmal richtig Lust bekamen und weitere vier Stunden spielten. Nach 14 Stunden reichte es dann aber sowohl Siegern als auch dem Verlierer, der mit ca. $8000 im Minus stand aber aus Pietätsgründen hier nicht genannt wird! ;) Als ich mich zum Rio aufmachen wollte schaute ich noch kurz in meine Mailbox und erblickte eine neue Absage bzgl. des Medienpasses. Dem Grund nach muss ich aber davon ausgehen, dass die Organisation entweder nicht nachdenkt oder einfach dumm ist. Wie dem auch sei…Dementsprechend demotiviert machte ich mich auf zum Rio, um dort festzustellen, dass eine Berichterstattung vom Event selbst nahezu unmöglich ist ohne eben dieses Media-Badge, da man so nur als Zuschauer gilt, sich mehrere Stunden anstellen muss, um überhaupt in den Turnierraum zu kommen, um sich dann nur in abgetrennten Bereichen bewegen zu dürfen. That sucks big time, Harrahs! Genervt stattete ich der Fashion Show Mall einen Besuch ab und probierte das neue iPhone aus (sweet!) und spielte danach noch ein paar Stunden Cash im Mirage (even!)….

Mirage

 Heute ging es dann mit Hans-Martin Vogel (5. Platz Aussie Millions 07) und Sebastian Ruthenberg mit dem Taxi ins Rio, da beide heute ihren ersten Start-Tag haben sollten. Auf dem Weg dorthin bot mir Seb überraschenderweise an, mich für ein $1000 Mega-Satellite mit 20:80 im Gewinnfall zu staken…Ich hätte natürlich auch ohne Gewinnbeteiligung nicht eine Sekunde gezögert: Was für eine riesige Gelegenheit für einen Low-Roller wie mich! Minuten später kaufte ich mich also ins um 13 Uhr startende Mega-Satellite ein und ging sofort an meinen Platz. Kurz zusammengefasst: Ich spiele nicht schlecht, kriege aber kaum Karten und buste im vierten Level mit QQ gegen AK.

WSOP Messe

Seamless Club

Danach halte ich mich noch ein paar Stunden auf der neu gestarteten WSOP-Messe auf, bei der es tatsächlich einiges an ”Girls, Games and Gear” zu sehen, testen und abzustauben gibt. Highlights waren sicher die Heads-Up-Challenge von Esfandiari & Laak (samt Freundin Jennifer Tilly) am digitalen PokerTek-Tisch, sowie der Stand des Seamless Nightclubs, wo es dralle Bikini-Schönheiten aus dem Topless-Club in einen Wasserkübel zu schicken gilt…Wie das? Für $1 darf man mit vier Tennisplätzen auf eine Zielscheibe werfen und trifft man das Bullseye geht es für die Mädels hinab ins kühle Naß. Doch nicht nur da gab es lange Schlangen…Auch die Autogrammstunden von Stars wie Mike Matusow, Johnny Chan, Phil Helmuth, Barry Greenstein und Vanessa Rousso waren gut besucht und die Pros verbreiteten gute Laune. “The Mouth” beispielsweise schnauzte mich auf seine eigene charmante Art und Weise an, als ich meinte, dass mir der Pro Player Drink für den er Werbung macht nicht wirklich schmecken würde: “Security! Get this guy out of my area…Pro Player is the best drink ever! Face it, sucker!” Sprach’s und ließ seine markante ”Ich-Lache-Am-Liebsten-Über-Meine-Eigenen-Witze”-Stimme durch die Halle schallen…Nice, Mike! ;)

Mike Matusow

Vanessa Rousso hingegen sprach ich auf ihre Rapkünste an, mit denen sie in einer der “Poker After Dark”-Folgen geprahlt hatte, sie aber in der Sendung nicht unter Beweis stellen wollte…Sie lachte und erklärte, dass sie seit dem Hin- und Wieder darauf angesprochen wird, aber eher für sich alleine rappen würde. Sie demonstrierte mir noch ihre Deutsch-Skills und nach einem Foto ging es für mich auch schon wieder weiter. Seb war in der Zwischenzeit auch gebustet und die Schlange vor dem Turnierraum war ins Unermessliche angewachsen.

Jennifer Tilly

Als ich mich schon auf den Heimweg machen wollte, fiel mir auf, dass das Palms nur einige Meter entfernt war und so begab ich mich noch auf den nur 1km langen, dafür dank Wüstenwind umso heißeren Fußweg. Im Casino angekommen fand ich den Pokerraum relativ prompt, doch war verwundert darüber, dass nur $2/$4 und $4/$8 Limit Holdem angeboten wurde…Als ich mich jedoch noch einmal umsah, erblickte ich ein Schild mit der Aufschrift “High Stakes Poker”, welches den NoLimit-Teil des Pokerbereichs darstellte. Das Spiel verlief unspektakulär, da ich carddead war oder nicht hitten konnte. Wieder zuhause erblicke ich schon wieder die alt bekannten Gesichter bei einer Chinese Poker Session und geselle mich dazu, während ich dieses Update schreibe…

Morgen geht es wieder ins Rio auf einen neuen Versuch einen Mediapass zu bekommen. Ich hoffe auch, dass ich euch ein erstes Video-Interview mit einem Hausbewohner liefern kann.

Later & Good Luck,

DÄFF

Viva Las Vegas!

5. Juli 2007

Welcome To The 2007 WSOP

 Vor zwei Tagen bin ich hier in Vegas angekommen. Mein erstes Mal in Vegas, mein erstes Mal in den Staaten. Der Flug verlief unspektakulär und auch der Taxifahrer fand nach einem kurzen Blick in den Stadtplan mein neues Zuhause für die nächsten 2 1/2 Wochen: Die Poker-WG-Villa um Florian Langmann, Sebastian Ruthenberg und Johannes “Seri” Vogel. 10 Schlafzimmer, 6 Bäder, Pool, Jacuzzi und so weiter und so fort…Es lässt sich also durchaus leben hier.

Rio All-Suites Hotel & Casino

 Gestern war ich bereits kurz im Convention Center vom RIO, wo die WSOP stattfindet, doch ich konnte mein Media Badge noch nicht erhalten. Ich hoffe, dass ich das heute oder morgen bekommen kann. Nachdem ich kurz beim $1500 Limit Shootout zugeschaut habe, bin ich nach einem kurzen Schlemm am World Carnival Buffet etwas über den Strip gelaufen und hab mir das Caesars Palace sowie das Mirage angesehen. In letzterem fand ich dann ein für mich passendes Spiel…$1/$2 NoLimit, $200 max. Buy-In. To make a long story short: Nach 3:45 Stunden war ich auf $900, nach 4 Stunden, einem 2-Outer (auf dem River) und einem weiteren River-Suckout auf $350 runter. Erkenntnis: Wenn du NL spielst, gewöhne dich an heftige Swings. Und: NL200 in Vegas ist für mich schlagbar. Mit $150 Gewinn bin ich dann aufgestanden und noch 2 Stunden über den Strip gelatscht. Vorbei an Planet Hollywood. Paris, Ballys, New York New York, MGM Grand und Excalibur und von da aus wieder mit dem Taxi nach Hause.

 Wahnsinnig erschöpft bin ich dann auch schon kurze Zeit später ins Bett gefallen, ob es nur der ereignisreiche Tag oder doch das sagenumwobene JetLag war, weiß ich nicht…

 Heute bin ich dann gegen 13 Uhr aufgewacht und habe bis jetzt nur amerikanisch gefrühstückt (unsere Küche ist gut gefüllt) und etwas mit den Jungs gechillt. Jetzt schreibe ich gerade dieses Update um 18:45 Uhr Ortszeit während Deutschland schläft. Ich kann sagen, dass mir die ersten beiden Tage schon sehr gut gefallen haben…Dazu beigetragen hat sicherlich die lockere Athmosphere im Haus, in dem zu jeder Tageszeit etwas los ist: Chinese Poker um $50-$100 pro Punkt, Schnick-Schnack-Schnuck oder Highcard-Draw um “Double or Nothing” bei $25 und $50-Beträgen und NL1000-Homegames shorthanded ohne maximalen Buy-In sind nahezu an der Tagesordnung. Bei letzterem habe ich mir als Dealer den ein oder anderen Tip verdienen können. Größter von mir zugestellter Pott ist bis dato $4700.

Palms Hotel & Casino

 Jetzt gleich geht es zum Nationalfeiertag (4. Juli, Unabhängigkeitstag) ins Kino, dann lecker ins Steakhouse und danach auf den Strip das riesige Feuerwerk angucken. Anschließend geht es wohl noch auf’s Dach des Palms zum Partymachen.

Later,

DÄFF