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Bluffen auf Basis der Spieltheorie

 
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MainEvent
Shark


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BeitragVerfasst am: 06.04.2008, 19:55    Titel: Bluffen auf Basis der Spieltheorie Antworten mit Zitat

Hallo,
David Sklansky beschreibt in seinem buch the theorie of poker den optimalen bluff auf basis der spieltheorie!
D.h.:chancen für Bluff=Odds

Er beschreibt allerdings diese situation nur für FLHE!Nun meine frage:kann man den bluff auf basis der spieltheorie auch im NLHE anwenden und ist dies sinnvoll?
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MainEvent
Shark


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 845
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BeitragVerfasst am: 08.04.2008, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin also nicht der einzige der keine ahung hat???
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DrTrentRaisner
Wearer of Sunglasses


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BeitragVerfasst am: 10.05.2008, 13:39    Titel: Re: Bluffen auf Basis der Spieltheorie Antworten mit Zitat

MainEvent hat Folgendes geschrieben:
Er beschreibt allerdings diese situation nur für FLHE!Nun meine frage:kann man den bluff auf basis der spieltheorie auch im NLHE anwenden und ist dies sinnvoll?

Nein, kann man nicht (direkt). FL sind Modelle der Spieltheorie viel leichter vollständig adaptierbar, weil eben die Einsätze fest sind.

Modelle der Spieltheorie können und werden im NL genutzt. Aber eine optimale Bluff-Strategie kann es NL nicht geben, weil der Gegner Dich (bzw. Dein Modell) mit wohl überlegten Bets (langfristig) ausspielen kann. Eine Regel des NL-Modells würden bspw. lauten: "Reraised der Gegner Deinen Bluff um mehr als 3-fachen Potsize dann fold". Spielst Du viele Spiele mit diesem Gegner wird er Deine Modell-Regeln aus Deinem Spielverhalten ableiten können und exploiten (bettet er z. B. immer 3fach Potsize + 1$).



Oder bissel anders erklärt:
Du spielst auf dem River einen Bluff und bettest 2-fachen Potsize, kein mathematisches Modell kann Dir nun aber mehr sagen, ob Du bspw. auf ein 3-faches ReRaise oder 10-faches ReRaise inkl. All-in callen oder folden solltest. Man müsste dann also Regeln entwickeln für diese Entscheidung, die eben ausnutzbar sind, siehe oben.


Zuletzt bearbeitet von DrTrentRaisner am 10.05.2008, 13:43, insgesamt einmal bearbeitet
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MainEvent
Shark


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 845
Wohnort: Fishermens Land

BeitragVerfasst am: 10.05.2008, 13:41    Titel: Re: Bluffen auf Basis der Spieltheorie Antworten mit Zitat

DrTrentRaisner hat Folgendes geschrieben:
MainEvent hat Folgendes geschrieben:
Er beschreibt allerdings diese situation nur für FLHE!Nun meine frage:kann man den bluff auf basis der spieltheorie auch im NLHE anwenden und ist dies sinnvoll?

Nein, kann man nicht (direkt). FL sind Modelle der Spieltheorie viel leichter vollständig adaptierbar, weil eben die Einsätze fest sind.

Modelle der Spieltheorie können und werden im NL genutzt. Aber eine optimale Bluff-Strategie kann es NL nicht geben, weil der Gegner Dich (bzw. Dein Modell) mit wohl überlegten Bets (langfristig) ausspielen kann. Eine Regel des NL-Modells würden bspw. lauten: "Reraised der Gegner Deinen Bluff um mehr als 3-fachen Potsize dann fold". Spielst Du viele Spiele mit diesem Gegner wird er Deine Modell-Regeln aus Deinem Spielverhalten ableiten können und exploiten (bettet er z. B. immer 3fach Potsize + 1$).



Oder bissel anders erklärt:
Du spielst auf dem River einen Bluff und bettest 2-fachen Potsize, kein mathematisches Modell kann Dir nun aber mehr sagen, ob Du bspw. auf ein 3-fachen ReRaise oder 10-fachen ReRaise inkl. All-in dann callen oder folden solltest. Man müsste dann also Regeln entwickeln für diese Entscheidung, die eben ausnutzbar sind, siehe oben.


o.k danke dir!
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Nekrataal
Stone Face


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Beiträge: 352

BeitragVerfasst am: 12.05.2008, 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber eine optimale Bluff-Strategie kann es NL nicht geben, weil der Gegner Dich (bzw. Dein Modell) mit wohl überlegten Bets (langfristig) ausspielen kann. Eine Regel des NL-Modells würden bspw. lauten: "Reraised der Gegner Deinen Bluff um mehr als 3-fachen Potsize dann fold". Spielst Du viele Spiele mit diesem Gegner wird er Deine Modell-Regeln aus Deinem Spielverhalten ableiten können und exploiten (bettet er z. B. immer 3fach Potsize + 1$).


Das ist zwar ein Problem, aber nicht das Hauptproblem, da der Gegner das so genau nicht wissen kann. Jede Strategie hat natürlich ein Leak (liegt man Nash-Gleichgewicht), nur ob jemand genau dieses Leak findet, ist dann eine ganz andere Geschichte.

Die Terminologie "bluffen" ist letztlich der völlig falsche spieltheoretische Ansatz. Im Limit kommt man mit so einem unpräzisen Ausdruck u. U. wegen der begrenzten Einsätze theoretisch noch aus, im NL scheitert man aufgrund der Komplexität, wie hier bereits zutreffend ausgeführt wurde, kläglich. Sklanky's Definition, ein Bluff sei "eine Bet oder ein Raise, den man in der Meinung ausführt, nicht die beste Hand zu halten", hilft in keiner Weise weiter, weil man dieses Wissen in den allermeisten Fällen schlichtweg gar nicht hat.

Spiel mal einen Multi-Way-Pot mit 4-5 Spielern und Pocket-Aces und keinem weiterem As am Flop, wie willst du wissen, ob du hier gut bist.
Wer hier mit AA all-in geht blufft... Very Happy

Ich würde daher eher vorschlagen, auf den Ausdruck "bluffen" gänzlich zu verzichten und mich ausschließlich anhand der individuellen Stärke der Hand und dem langfristig angelegten Setzverhalten zu orientieren. Dazu gehört dann z. B. die Sache mit der Range und wie sich die Gegner in der Vergangenheit verhalten haben, wie man sich selbst verhalten hat, usw.
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