Buchbesprechung - ToP - Kapitel 1
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madmat3001 Site Admin

Anmeldedatum: 08.03.2006 Beiträge: 2826 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 15.04.2007, 22:35 Titel: Buchbesprechung - ToP - Kapitel 1 |
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Inhaltsverzeichnis
Eigentlich geht's ja erst morgen los, aber da ich von morgens bis abends außer Haus bin, werde ich nicht dazu kommen, einen ausführlichen Post auszuarbeiten. Deshalb gibt es Kapitel 1 heute und Kapitel 2 dann am Dienstag.
Schlüsselstellen aus Kapitel 1 sind meiner Ansicht nach folgende:
Wie wichtig ist Glück wirklich? Ist Poker ein Glücksspiel? Warum nicht?
| D. Sklansky, S. 2 hat Folgendes geschrieben: |
[...]expert players do not rely on luck. They are at war with luck.
[...]
Expert poker players use their skills to minimize their losses on their bad hands and maximize their profits on their big hands. |
Ich denke nicht, dass Poker ein Glücksspiel in dem Sinne ist, wie die meisten Menschen das Wort verstehen. Glück spielt eine große Rolle beim Pokern, aber im Unterschied zu den meisten klassischen Glücksspielen hat keiner der Spielteilnehmer einen in den Regeln festgeschriebenen Vorteil, wie ihn die Bank bei den klassischen Glücksspielen hat.
Da im Laufe der Zeit alle Spieler (in etwa) die gleichen Hände bekommen werden, entscheidet das Können des individuellen Spielers darüber was er aus diesen Händen macht. Ein guter Pokerspieler der mit Königen gegen Asse läuft, schafft es vielleicht "nur" die Hälfte seines Stacks zu verlieren, während ein schlechter Spieler alles verlieren wird.
Beim Black Jack verlieren alle Spieler immer, wenn sie mit 20 gegen ein Black Jack des Dealers laufen.
Wie wichtig ist Mathematik beim Pokern?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| [...]mathematics is only a small part of poker logic, and while it is important, it is far less important than understanding and using the underlying concepts of poker. |
Hier stimme ich Herrn Sklansky voll und ganz zu. Evtl. reicht es auf den niedrigen Limits rein mathematisch zu spielen, um einen konstanten Gewinn zu erspielen, aber wenn es außer Mathematik nichts mehr gäbe, dann bräuchten wir ja das Buch gar nicht zu lesen.
Wie offensichtlich ist es, dass sehr gute Spieler auch gegen absolute Fische gewinnen werden?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| Obviouslyif you can beat tough games, you will have little trouble destroying easier games. |
Es wird immer wieder behauptet: "Die spielen so schlecht, da kann man gar nicht gewinnen, weil die eh alles callen." oder so ähnlich.
Gibt es eine "Untergrenze" für die Spielstärke, ab der ein guter Spieler gegen Anfänger gewinnen kann oder ist je schlechter desto besser?
Sklansys Konzepte und No-Limit Texas Hold'em Poker
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| While the concepts discussed often apply to all poker games, they relate particularly to limit games. Properly adjusted, they also relate to pot-limit and no-limit games. |
Da hier im Forum No-Limit Texas Hold'em eindeutig am beliebtesten ist, sollten wir in zukünftigen Diskussionen diesen Tip von Herrn Sklansky im Hinterkopf behalten und alle Konzepte auf ihre Anwendbarkeit für unser "Lieblingsspiel" untersuchen.
Ein $, den man nicht verliert, ist so gut, wie ein $, den man gewinnt.
| D. Sklansky, S. 6 hat Folgendes geschrieben: |
| You must remember that reducing losses [...] adds that much more to your win when the game is over. |
IMHO relativ offensichtlich, sollte aber jeder immer schön im Hinterkopf behalten. Ein guter Fold kann genauso wertvoll sein, wie eine erfolgreiche Value Bet.
Wann sollte man aufhören?
| D. Sklansky, S. 7 hat Folgendes geschrieben: |
| If you are a significant favorite, then it's a good gme, and you should stay in it; if you're an underdog, then it's a bad game which you should quit. Never quit a good game as a small winner just to ensure a winning session. By the same token, don't continue playing in a bad game just to get even. |
Wurde in diesem Thread bereits ausgiebig diskutiert.
Bitte denkt daran hier nur Antworten direkt zu diesem Kapitel zu posten.
Allgemeine Kritiken und Anregungen bitte hier posten.
Zitate direkt aus dem Buch bitte mit dem folgenden Tag einbinden:
| Code: |
| [quote="D. Sklansky, S. X"]...text...[/quote] |
X steht dabei für Seitenzahl auf der das Zitat zu finden ist.
Danke. |
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Norbert Stone Face

Anmeldedatum: 30.10.2006 Beiträge: 338 Wohnort: Terra incognita
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Verfasst am: 16.04.2007, 20:32 Titel: Re: Buchbesprechung - ToP - Kapitel 1 |
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| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Ich denke nicht, dass Poker ein Glücksspiel in dem Sinne ist, wie die meisten Menschen das Wort verstehen. Glück spielt eine große Rolle beim Pokern, aber im Unterschied zu den meisten klassischen Glücksspielen hat keiner der Spielteilnehmer einen in den Regeln festgeschriebenen Vorteil, wie ihn die Bank bei den klassischen Glücksspielen hat.
Da im Laufe der Zeit alle Spieler (in etwa) die gleichen Hände bekommen werden, entscheidet das Können des individuellen Spielers darüber was er aus diesen Händen macht. Ein guter Pokerspieler der mit Königen gegen Asse läuft, schafft es vielleicht "nur" die Hälfte seines Stacks zu verlieren, während ein schlechter Spieler alles verlieren wird.
Beim Black Jack verlieren alle Spieler immer, wenn sie mit 20 gegen ein Black Jack des Dealers laufen.
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Nun ja, wie groß der Faktor Glück ist, wird ein Spieler spätestens dann feststellen, wenn er mal einen Downswing von mehreren 100 BB hinter sich hat. Und dass solche Situationen nicht ungewöhnlich sind, erfährt man durch zahlreiche Erfahrungsberichte in diversen Internetforen. Es sind ja nicht nur die Starthände, die man bekommt. Es kommen ja auch der Flop und die Hände der übrigen Spieler mit dazu und hier sind die Möglichkeiten schon gewaltig. Es ist ungefähr so, wie bei einem Autorennen wo man nicht weiß, welche Reifen man aufgezogen bekommt. Und das tückischste an der Sache ist, dass es unheimlich schwierig ist, bei solchen Voraussetzungen eine Vorstellung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erhalten. Kein statistischer Parameter in Pokertracker zeigt dir, ob Du zufälligerweise einen Downswing hast oder die anderen zufällig besser spielen. Das kannst du dir dann selbst zusammenreimen.
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wie wichtig ist Mathematik beim Pokern?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| [...]mathematics is only a small part of poker logic, and while it is important, it is far less important than understanding and using the underlying concepts of poker. |
Hier stimme ich Herrn Sklansky voll und ganz zu. Evtl. reicht es auf den niedrigen Limits rein mathematisch zu spielen, um einen konstanten Gewinn zu erspielen, aber wenn es außer Mathematik nichts mehr gäbe, dann bräuchten wir ja das Buch gar nicht zu lesen.
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Seit ich Bill Chens Buch "The Mathematics of Poker" gelesen habe, bin ich diesbezüglich absolut gegenteiliger Meinung. Ganz im Gegenteil, ich glaube, dass das Pokerspiel bislang noch kaum unter den Aspekten der spieltheoretischen Wissenschaften ausgeleuchtet worden ist. Sicher, Poker ist nicht nur Mathematik aber Mathematik spielt eine wesentliche Rolle in diesem Spiel. Alleine schon die konservativen Ansätze, die Bill Chen hier mittels der Anwendung des Nash Equilibriums in ganz anderem Licht erscheinen läßt, haben mir sehr die Augen geöffnet. Es ist nicht immer alles so, wie es scheint
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wie offensichtlich ist es, dass sehr gute Spieler auch gegen absolute Fische gewinnen werden?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| Obviouslyif you can beat tough games, you will have little trouble destroying easier games. |
Es wird immer wieder behauptet: "Die spielen so schlecht, da kann man gar nicht gewinnen, weil die eh alles callen." oder so ähnlich.
Gibt es eine "Untergrenze" für die Spielstärke, ab der ein guter Spieler gegen Anfänger gewinnen kann oder ist je schlechter desto besser?
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Jeder kennt bestimmt diese Pokibots der Universität Alberta. Ich habe einige Zeit gebraucht um gegen diese Bots erfolgreich spielen zu können denn sie sind wirklich nicht schlecht. Aber mittlerweile habe ich ein total simples Programm gefunden, dass konstant gegen diese Bots gewinnt, viel mehr als selbst ein sehr guter Spieler in der selben Anzahl gespielter Hände gewinnen könnte. Das Programm ist übrigens total primitiv und hat eine super-simple Taktik. Den Kern dieser Aussage kann sich nun jeder selbst zusammenreimen. Der talentierte nachdenkende Spieler gewinnt wenig, ein saudummes Programm gewinnt viel. Wie kann das sein?
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Sklansys Konzepte und No-Limit Texas Hold'em Poker
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| While the concepts discussed often apply to all poker games, they relate particularly to limit games. Properly adjusted, they also relate to pot-limit and no-limit games. |
Da hier im Forum No-Limit Texas Hold'em eindeutig am beliebtesten ist, sollten wir in zukünftigen Diskussionen diesen Tip von Herrn Sklansky im Hinterkopf behalten und alle Konzepte auf ihre Anwendbarkeit für unser "Lieblingsspiel" untersuchen.
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Er sagt aber auch, dass diese Konzepte speziell für Limit Games erstellt wurden. Wenn wir das hier nun für No Limit betrachten, müßten wir erst mal herleiten, wie man die Konzepte entsprechend umstellen muß und das halte ich nicht für trivial. Teilweise ist es sogar unmöglich.
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Ein $, den man nicht verliert, ist so gut, wie ein $, den man gewinnt.
| D. Sklansky, S. 6 hat Folgendes geschrieben: |
| You must remember that reducing losses [...] adds that much more to your win when the game is over. |
IMHO relativ offensichtlich, sollte aber jeder immer schön im Hinterkopf behalten. Ein guter Fold kann genauso wertvoll sein, wie eine erfolgreiche Value Bet.
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Da muß ich Sklansky absolut Recht geben. Ich bin sogar der Meinung, dass die Reduktion der Verluste der wichtigere Faktor im Spiel ist.
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wann sollte man aufhören?
| D. Sklansky, S. 7 hat Folgendes geschrieben: |
| If you are a significant favorite, then it's a good gme, and you should stay in it; if you're an underdog, then it's a bad game which you should quit. Never quit a good game as a small winner just to ensure a winning session. By the same token, don't continue playing in a bad game just to get even. |
Wurde in diesem Thread bereits ausgiebig diskutiert.
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Man kann der beste Spieler am Tisch sein und dennoch verlieren. Genauso natürlich umgekehrt. Und was dann? Wie soll man sich dann verhalten? Ich glaube, die Unterscheidung ob besserer oder schlechterer Spieler in Relation zu den übrigen Spielern am Tisch ist nicht unbedingt entscheidend. Wie schon oben erwähnt, spielt der Faktor Glück eine große Rolle. Dazu gab es schon leuchtende Beispiele in Fernsehturnieren, wo ein absoluter Noob die Profis gleich reihenweise vom Tisch genommen hat.
_________________
Lady Fingers: You raised his tens with a lousy three-flush?
The Man: Gets down to what it's all about, doesn't it? Making the wrong move at the right time!
Cincinnati Kid: Is that what it's all about?
The Man: Like life, I guess. You're good, kid, but as long as I'm around you're second best. You might as well learn to live with it. |
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kaypel Spammer

Anmeldedatum: 28.08.2006 Beiträge: 3097 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 16.04.2007, 23:23 Titel: Re: Buchbesprechung - ToP - Kapitel 1 |
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| Norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Kein statistischer Parameter in Pokertracker zeigt dir, ob Du zufälligerweise einen Downswing hast oder die anderen zufällig besser spielen. Das kannst du dir dann selbst zusammenreimen. |
ich denke, das zauberwort lautet "gewonnene showdowns" (gut, sind zwei worte). wenn der wert in den keller geht und man keine beats kassiert hat, dann liegt es wohl kaum an einem downswing.
ich denke die beste antwort liefert sklansky selbst:
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Ein $, den man nicht verliert, ist so gut, wie ein $, den man gewinnt. |
| D. Sklansky, S. 6 hat Folgendes geschrieben: |
| You must remember that reducing losses [...] adds that much more to your win when the game is over. |
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wie wichtig ist Mathematik beim Pokern? |
| Norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Seit ich Bill Chens Buch "The Mathematics of Poker" gelesen habe, bin ich diesbezüglich absolut gegenteiliger Meinung. Ganz im Gegenteil, ich glaube, dass das Pokerspiel bislang noch kaum unter den Aspekten der spieltheoretischen Wissenschaften ausgeleuchtet worden ist. |
ich habe das buch zwar leider (noch) nicht gelesen, bin aber auch der meinung, dass mathematik einen sehr wichtige rolle beim poker spielt. wenn man den gegner mit einem bloeff ausspielt ist das im prinzip ja auch nichts anderes; er rechnet sich seine wahrscheinlichkeit zu gewinnen ja auch mehr oder weniger aus und entscheidet danach ob er sein geld einsetzt oder nicht.
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wie offensichtlich ist es, dass sehr gute Spieler auch gegen absolute Fische gewinnen werden? |
| Norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Jeder kennt bestimmt diese Pokibots der Universität Alberta. Ich habe einige Zeit gebraucht um gegen diese Bots erfolgreich spielen zu können denn sie sind wirklich nicht schlecht. Aber mittlerweile habe ich ein total simples Programm gefunden, dass konstant gegen diese Bots gewinnt, viel mehr als selbst ein sehr guter Spieler in der selben Anzahl gespielter Hände gewinnen könnte. Das Programm ist übrigens total primitiv und hat eine super-simple Taktik. Den Kern dieser Aussage kann sich nun jeder selbst zusammenreimen. Der talentierte nachdenkende Spieler gewinnt wenig, ein saudummes Programm gewinnt viel. Wie kann das sein? |
ich habe noch nie gegen einen bot gespielt, zumindest noch nie gegen einen der die sieghaende wirklich kannte^^
ich habe auch keinen plan von welchem "dummen programm" du redest. ein bot ist doch auch nichts anderes als ein programm. ziemlich verworren die geschichte.
ich denke der springende punkt ist der, dass schwaechere spieler einfach eine erheblich groeszere handrange haben und oftmals nicht logisch spielen. dementsprechend sind sie schwieriger auf eine hand zu setzen sind. zudem versucht der erfahrene spieler oft etwas tricky zu spielen, was einfach nicht verstanden wird.
wenn man sich aber anpassen kann, davon gehe ich bei einem fortgeschrittenem spieler aus, kann es nur einen geben.^^ gerade in solchen spielen kann man sich oft auf die mathematik reduzieren.
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Wann sollte man aufhören?
| D. Sklansky, S. 7 hat Folgendes geschrieben: |
| If you are a significant favorite, then it's a good gme, and you should stay in it; if you're an underdog, then it's a bad game which you should quit. Never quit a good game as a small winner just to ensure a winning session. By the same token, don't continue playing in a bad game just to get even. |
Wurde in diesem Thread bereits ausgiebig diskutiert.
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| Norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Man kann der beste Spieler am Tisch sein und dennoch verlieren. Genauso natürlich umgekehrt. Und was dann? Wie soll man sich dann verhalten? Ich glaube, die Unterscheidung ob besserer oder schlechterer Spieler in Relation zu den übrigen Spielern am Tisch ist nicht unbedingt entscheidend. Wie schon oben erwähnt, spielt der Faktor Glück eine große Rolle. Dazu gab es schon leuchtende Beispiele in Fernsehturnieren, wo ein absoluter Noob die Profis gleich reihenweise vom Tisch genommen hat. |
viel zu kurzsichtig. wenn ich gegenueber meinen kontrahenten einen vorteil habe, dann waere ich doch ein idiot diesen nicht auszunutzen – nur weil ich zwei, drei mal gebeatet wurde. irgendwann kommt scho noch der pot, der alles wieder gut macht. _________________ *madapez |
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tohu Moderator

Anmeldedatum: 28.04.2006 Beiträge: 1381 Wohnort: Lev-town
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Verfasst am: 17.04.2007, 17:34 Titel: |
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Wie wichtig ist Glück wirklich? Ist Poker ein Glücksspiel? Warum nicht?
| D. Sklansky, S. 2 hat Folgendes geschrieben: |
[...]expert players do not rely on luck. They are at war with luck.
[...]
Expert poker players use their skills to minimize their losses on their bad hands and maximize their profits on their big hands. |
Glück ist allgemein nur ein subjektives empfinden. grundlegend ist poker ein spiel von mathematischen wahrscheinlichkeiten und der anwendung von verschiedenen techniken und strategien. von daher versteh ich auch nicht, dass slansky in seinem buch überhaupt das wort glück erwähnt. im ganzen buch wird behauptet, dass poker immer ein abwägen von risiko zu möglichem gewinn sei. warum sollten dann exzellente spieler "at war with luck" sein? wenn ein spieler bei seiner risikobetrachtung zu dem schluß kommt, dass er das risiko eingehen möchte, dann sollte er später aber nicht auf glück und pech pochen, wenn das vorher akzeptierte risiko realität wird.
da fällt ein vergleich zum lotto nicht schwer. das risiko beim lotto nicht die 6 richtigen zu treffen ist verdammt hoch. ich kenne aber auch keinen lotto spieler, der sich wirklich ärgert, wenn er nicht 6 richtige hat. dieses risiko ist der lottospieler ja bewußt eingegangen. genauso sollten pokerspieler nicht glück und pech herbeirufen. sie wissen doch meist (die besseren) vorher was sie tun.
nichtsdestotrotz stimme ich voll und ganz zu, dass pokerfähigkeiten und talent verluste minimieren und gewinne maximieren.
Wie wichtig ist Mathematik beim Pokern?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| [...]mathematics is only a small part of poker logic, and while it is important, it is far less important than understanding and using the underlying concepts of poker. |
ohne jetzt "mathematics of poker" gelesen zu haben, glaube ich das mathematik beim poker das grundlegenste element nach den regeln ist. aber wie der begriff schon sagt: nur grundlegend. der große rest ist noch wesentlich mehr. in dem punkt bin ich mit slansky einer meinung.
Wie offensichtlich ist es, dass sehr gute Spieler auch gegen absolute Fische gewinnen werden?
| D. Sklansky, S. 5 hat Folgendes geschrieben: |
| Obviouslyif you can beat tough games, you will have little trouble destroying easier games. |
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
Es wird immer wieder behauptet: "Die spielen so schlecht, da kann man gar nicht gewinnen, weil die eh alles callen." oder so ähnlich.
Gibt es eine "Untergrenze" für die Spielstärke, ab der ein guter Spieler gegen Anfänger gewinnen kann oder ist je schlechter desto besser? |
wie kaypel schon sagte, gute spieler können sich anpassen. anpassung heißt gewinn. ist der tisch tight, biste loose. ist der tisch loose, biste tight. spielste gegen anfänger, brauchste keine deception anwenden. nicht um sonst gibt es den spruch: "never bluff a monkey".
slansky geht auf dieses thema in kapitel 23 "the psychology of poker" nochmal ein wenig ein, in dem er über gedankenprozesse spricht, die ein spieler während eines spiels durchläuft.
Ein $, den man nicht verliert, ist so gut, wie ein $, den man gewinnt.
| D. Sklansky, S. 6 hat Folgendes geschrieben: |
| You must remember that reducing losses [...] adds that much more to your win when the game is over. |
| madmat3001 hat Folgendes geschrieben: |
| IMHO relativ offensichtlich, sollte aber jeder immer schön im Hinterkopf behalten. Ein guter Fold kann genauso wertvoll sein, wie eine erfolgreiche Value Bet. |
| norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Da muß ich Sklansky absolut Recht geben. Ich bin sogar der Meinung, dass die Reduktion der Verluste der wichtigere Faktor im Spiel ist. |
stimme allen aus erfahrung zu. mein pokeroffice sagt mir, dass ich mit QQ, JJ und TT den meisten verlust einfahre. wenn ich diese hände einfach immer preflop folden würde, könnte ich jetzt schon auf malle am strand urlaub machen. slansky is right.
Wann sollte man aufhören?
| D. Sklansky, S. 7 hat Folgendes geschrieben: |
| If you are a significant favorite, then it's a good gme, and you should stay in it; if you're an underdog, then it's a bad game which you should quit. Never quit a good game as a small winner just to ensure a winning session. By the same token, don't continue playing in a bad game just to get even. |
| norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Man kann der beste Spieler am Tisch sein und dennoch verlieren. Genauso natürlich umgekehrt. Und was dann? Wie soll man sich dann verhalten? Ich glaube, die Unterscheidung ob besserer oder schlechterer Spieler in Relation zu den übrigen Spielern am Tisch ist nicht unbedingt entscheidend. Wie schon oben erwähnt, spielt der Faktor Glück eine große Rolle. Dazu gab es schon leuchtende Beispiele in Fernsehturnieren, wo ein absoluter Noob die Profis gleich reihenweise vom Tisch genommen hat. |
hmm, da kann ich dir aber nicht so zu stimmen. zum einen weil ich deine ansicht zum glück nicht teile und zum anderen, weil hier schon der erste ansatz von slansky's "theory of poker" zum tragen kommt. wenn du an einem tisch sitzt, der beste spieler bist und nur bad beats kassierst, dann bleib auf jedenfall weiter am tisch, denn du gewinnst bei jedem badbeat. dazu aber sicherlich mehr in den späteren kapiteln (in denen wir dann hoffentlich auch ein für allemal allen erklären, was genau ein badbeat ist - ist ja gelegentlich nicht auszuhalten, wie schlechtes spiel einfach als badbeat dahingestellt wird...). _________________ [volker mode: on]
I hear what you are saying and the answer is NO!
"Sie hat 'nen Motor!" |
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Norbert Stone Face

Anmeldedatum: 30.10.2006 Beiträge: 338 Wohnort: Terra incognita
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Verfasst am: 20.04.2007, 21:02 Titel: Re: Buchbesprechung - ToP - Kapitel 1 |
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| kaypel hat Folgendes geschrieben: |
| Norbert hat Folgendes geschrieben: |
| Kein statistischer Parameter in Pokertracker zeigt dir, ob Du zufälligerweise einen Downswing hast oder die anderen zufällig besser spielen. Das kannst du dir dann selbst zusammenreimen. |
ich denke, das zauberwort lautet "gewonnene showdowns" (gut, sind zwei worte). wenn der wert in den keller geht und man keine beats kassiert hat, dann liegt es wohl kaum an einem downswing.
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Genau das ist ein großer Denkfehler! Ich hatte bei meinem Einstieg in short handed Limit anfangs völlig korrekte Parameter und mein won at showdown Wert lag bei 56%. Trotzdem rutschten meine Gewinne ab. Wie sich später rausstellte, lag es nicht mein schlechtes Spiel sondern die Ursache war ein kurzfristiger downswing. Dieser Wert sagt nämlich nichts über die Höhe der gewonnenen Beträge aus und das ist das Fatale! Es gibt tatsächlich keinen Parameter, der dir den Unterschied zeigt, glaub es ruhig. Darüber gab es schon ellenlange Diskussionen in den 2+2 Foren.
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Lady Fingers: You raised his tens with a lousy three-flush?
The Man: Gets down to what it's all about, doesn't it? Making the wrong move at the right time!
Cincinnati Kid: Is that what it's all about?
The Man: Like life, I guess. You're good, kid, but as long as I'm around you're second best. You might as well learn to live with it. |
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Helgae The Great White

Anmeldedatum: 03.03.2007 Beiträge: 1804
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Verfasst am: 21.04.2007, 19:11 Titel: |
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Ich möcht noch eine Sache zu relativ loosen Tischen anmerken, an denen zum Teil auch Leute sitzen die mit allem callen.
Das Problem ist ja, dass man selbst mit Premium Cards in 60% der Fälle den Flop nicht trifft und die Chance das einer der Leute, einer von denen mit irgend einem komischen Blatt (they are suited!) vor dem Preflop jeden vernünftigen Raise callt sich irgendwas auf dem Flop zusammenbastelt ist sehr groß. Darin sehe ich das Problem, wenn man an solchen Tischen spielt und hab auch nicht wirklich eine Taktik dagegen außer möglichst häufig mit grenzwärtigen Blättern den Flop zu sehen und ruhig auch mal einen Jack high flush so zu spielen als wärs der Nut Flush, weil meißtens die anderen eh mit Top Pair + weak Kicker callen |
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