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Der Maniac

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YR.cJaY
Stone Face


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 18:33    Titel: Der Maniac Antworten mit Zitat

Gibt es hier im Forum eigentlich welche, die sich als Maniac outen? Ich denke, wenn man das richtig drauf hat, kann dies der erfolgreichste Spielstiel sein, oder?

Also ein Maniac ist ja einer, der kaum seine Karten, sondern fast ausschließlich seine Gegner spielt, mit fast allen möglichen Händen in's Spiel geht, bettet, raised, 3bettet, 4bettet, ganz egal, aus welcher Position (im Gegensatz zum LAG, der positionsbedingt agiert) und das größte Geld damit macht, seine Gegner - on tilt - zu teuren Fehlern zu bringen.

Gibt's hier jemanden, der sich als maniac einstufen würde und behauptet, das gut drauf zu haben?

Ich bin jedenfalls der Meinung, dass man zumindest ein wenig "verrückt" spielen muss, um die ganz großen Turniere gewinnen zu können oder im cashgame das groß Geld machen zu können.
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attea
Stone Face


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 19:07    Titel: Re: Der Maniac Antworten mit Zitat

YR.cJaY hat Folgendes geschrieben:
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass man zumindest ein wenig "verrückt" spielen muss, um die ganz großen Turniere gewinnen zu können oder im cashgame das groß Geld machen zu können.

deine aussage trifft sicherlich auf turniere zu, beim GC ist es bestimmt ausgeglichen (obwohl es bis zu den midstacks eher donks als gute maniacs gibt). bei turnieren hat es einfach den vorteil, dass man (mit etwas glück) einen donk stackt und dann schon sehr viele chips hat und druck auf die anderen ausüben kann. oft bluten/blinden tighte spieler aus und wenn sie AA haben, will keiner mit ihnen spielen.
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Nick Nameless
Shark


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwann wird es notwendig an seinem Image zu arbeiten, aber dafür reichen ein, zwei Hände. Ständig fragwürdige Moves zu machen ist dagegen unnötig und vor allem unprofitabel.
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PilsBier
The Great White


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nick Nameless hat Folgendes geschrieben:
Irgendwann wird es notwendig an seinem Image zu arbeiten, aber dafür reichen ein, zwei Hände. Ständig fragwürdige Moves zu machen ist dagegen unnötig und vor allem unprofitabel.


Sehe ich auch so.

Maniac heißt eben auch nicht ständig zu raisen und 3 Bets anzusetzen und vorallem nicht aus jeder Position jeden Mist zu spielen.

Berühmte Maniacs, ich denke mal an den bekanntesten Gus Hansen, spielen zwar viele Pötte aber verlieren traditionell viele kleine Pötte und sind kaum in Pötten mit ihren marginalen Holdings zu finden die Preflop schon zu groß sind oder die nach dem Flop sehr aggro gespielt werden.

Die erfolgreichen "Maniacs" versuchen mit vielen Händen günstig in den Flop zu kommen und gewinnen dann große Pötte mit 67o und jeder denkt sich der Maniac spielt alles. Viel wichtiger ist wie weit er wirklich geht mit diesen Händen ohne starkes Board.

Warum dies funktioniert ist auch ziemlich simpel erklärt:
Flop = 3 von 5 Community Cards. Es ist also sehr geschickt sich mit vielen marginalen Händen billig Flops anzusehen um Fallen für die Gegner zu setzen. Zusätzlich bekommt man weniger Credit für eine Hand und bekommt auch häufiger Caller wenn man mal gute Starthände hat und man kann auch auf Low-Boards Hände repräsentieren.

Dafür hat man weniger Fold-Equity beim Gegner wenn er halbwegs das Board trifft. Top-Pair legen die meisten in "normal" großen Pötten nicht weg gegen einen Maniac.


Klingt alles super, aber wirklich die exakten Grenzen zu finden zwischen profitablem Maniac Image und Tabledonk ist schwierig. Die meisten betten und raisen ihren marginalen Quatsch zuviel und zu häufig.


Prost,
Pils
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YR.cJaY
Stone Face


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hm...viele Flops billig ansehen? Ein Maniac limpt doch nie, sondern raised preflop doch immer, wenn er sich dazu entscheidet, die Hand zu spielen. Also die Aussage, ein Maniac will oft günstig den Flop sehen, verstehe ich nicht ganz.

Ich kenne einen, der raised preflop (egal aus welcher Position) mit allen möglichen pocket-pair, suited-connetors, connectors ab 56, und alle 1-gapper. Ich habe ihn noch nie spielen gesehen, aber er behauptet, dass er damit Gewinn macht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man auch so auf Dauer Profit machen kann, wenn man das Postflop-Spiel gut drauf hat.
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psychoworm
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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="YR.cJaY"
Ich kenne einen, der raised preflop (egal aus welcher Position) mit allen möglichen pocket-pair, suited-connetors, connectors ab 56, und alle 1-gapper.[/quote]

Die Frage, die sich mir nur stellt: "Ist das wirklich schon maniac-style oder doch nur etwa Lag-Spiel?"
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YR.cJaY
Stone Face


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BeitragVerfasst am: 29.09.2008, 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ein LAG spielt zwar relativ viele Hände, achtet dabei aber auf die Position. Ein LAG spielt halt in Position sehr viele Hände. Ein Maniac macht sich aber nicht viel aus Positionen.
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Haens
The Great White


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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

in unteren limits kann das durchaus profitabel sein, da die gegner entweder zu viel oder zu wenig callen. wenn die gegner etwas anspruchsvoller werden, wird er gerupft.
ansonsten siehe pilsbier. der stil is wohl extrem anspruchsvoll, und benötigt entsprechende reading-skills.
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philip(p)ro hat Folgendes geschrieben:
gegen ein 70er vpip leg ich meine Asse nur bei disconnection ab.
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Gradwanderer
The Great White


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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

maniac play ist sicher unprofitabler als nen gutes LAG Spiel.

Position zu missachten ist einfach dämlich.

Btw. PP und SC aus any position zu raisen ist ja wohl standard und hat sogar nen TAG drauf.

One gapper dann ab MP, nen LAG spielt sie halt auch gern aus EP.

PS: Gus Hansen spielt für mich LAG und nicht Maniac siehe Pilsbier.
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YR.cJaY
Stone Face


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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Gradwanderer hat Folgendes geschrieben:
PP und SC aus any position zu raisen ist ja wohl standard und hat sogar nen TAG drauf.


Echt? Ich habe bisher SC (SH) immer nur first in und frühestens ab CO geraised - eher erst von BTN aus. Oder halt vom SB oder BB.

Gradwanderer hat Folgendes geschrieben:
One gapper dann ab MP, nen LAG spielt sie halt auch gern aus EP.


Auch 1-gapper raise (manchmal auch 2-gapper) ich höchstens vom BTN, oder auf den Blinds, um zu stehlen.

Aber vielleicht muss ich auch noch etwas looser werden, um erfolgreicher zu werden.
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Nick Nameless
Shark


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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat null komma nix mit einem Maniac-Stil zu tun. SH ist es normal auch aus early eine recht breite Raisingrange zu haben. Und selbst FR kann es abhängig vom Tisch profitabel sein. Letztendlich sollte man sowieso idealerweise keinen komplett festgefahrenen Stil haben, sondern das spielen, was am profitabelsten erscheint. Und nichts anderes machen auch Gus Hansen und Co.: Das sind keine Maniacs, denen geht es dabei ums Imagebuilding. Am Ende wollen auch die nur so profitabel wie möglich sein.
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PilsBier
The Great White


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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:33    Titel: Antworten mit Zitat

Da muss ich gleich doppelt zitieren, aber ich denke Haens weiß wie ich das meine. Wink

YR.cJaY hat Folgendes geschrieben:
Hm...viele Flops billig ansehen? Ein Maniac limpt doch nie, sondern raised preflop doch immer, wenn er sich dazu entscheidet, die Hand zu spielen. Also die Aussage, ein Maniac will oft günstig den Flop sehen, verstehe ich nicht ganz.


Ich habe "billig" ansehen geschrieben, nicht zwingend limpen. Das ist schon ein Unterschied. Aus den Blinds heraus z.B. mit one-gappers einen Standard-Raise callen oder selber mit Standard-Raises in den Pot zu kommen sollte das Ziel der Strategie sein.
ABER, es ist nicht ganz einfach das dauerhaft durchzuziehen und sich nicht hinreißen zu lassen.

Gradwanderer hat Folgendes geschrieben:

PS: Gus Hansen spielt für mich LAG und nicht Maniac siehe Pilsbier.


Jepp, ganz genau. Er spielt laggy am oberen Ende des Spielstils, keineswegs Maniac. Mir ging es darum an seinem Beispiel zu erklären, dass das was viele als Maniac bezeichnen (denn Gus wird immer in diese Klasse stilisiert) nicht zwingend wirklich Maniac-Spiel ist.


Mal eine Frage in die Runde:

Gibt es den Spielstil Maniac überhaupt wirklich. Ich finde das ist fast eine Kategorie zu viel. Überspannt ein LAG den Bogen leicht könnte man das evtl. als Maniac bezeichnen, da er immer noch weiß was er tut.
Aber die meisten überextremen LAG, die man schon nach 2-3 Umläufen in die Kategorie stecken kann tendieren ja fast schon wieder in Richtung Donkplay.

Wie also definieren den Maniac Verwirrt

1. Unterkategorie des LAG-Stils
2. Unterkategorie des DONK-Stils


Prost,
Pils
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Gorilla
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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

ein maniac ist ein maniac und kein lag. ein maniac ist eben ein maniac, also ein aggrofish
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Nick Nameless
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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

PilsBier hat Folgendes geschrieben:
Gibt es den Spielstil Maniac überhaupt wirklich.

Nein. Und der OP hat auch offensichtlich mit Maniac nicht das gemeint, was wir damit üblicherweise in Verbindung bringen. Für den ist ein Maniac ein Lag, ein Lag dann wohl ein Tag und ein Tag ne Nit... oder so. Wink

EDIT: Und für mich gibt's auch keine Unterkategorien des Stils, sondern im Prinzip nur "guter" oder "schlechter".
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PilsBier
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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Gorilla hat Folgendes geschrieben:
ein maniac ist ein maniac und kein lag. ein maniac ist eben ein maniac, also ein aggrofish


Also tendierst du zu einer Unterkategorie von Donkplay.


@ Nick
Ich denke OP sieht einfach noch nicht die Feinheiten des LAG-Spiels. Wenn wir alle ehrlich sind hat doch keiner von uns anfangs wirklich kapiert was abgeht wenn so ein "Maniac" (in Wirklichkeit LAG) mal wieder wenn mit 45s gestacked hat.


Prost,
Pils
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