Hier haben alle Fragen und Erkenntnisse über den psychologischen Aspekt beim Poker ihren Platz

Fehlende Disziplin, Ungeduld und das Tilt-Phänomen

Beitragvon marciii » 22.10.2007, 21:28

Hey!
Ich habe einige große Probleme, die ihr aus der Überschrift erahnen könnt.
Mir mangelt es an Disziplin, zudem bin ich oft ungeduldig und tilte recht schnell (nach 2-3 Bad-Beats, weswegen du z.B. Bubble-Boy wirst)
Mit mangelner Disziplin meine ich, dass ich mich manchmal (in der Regel, wenn ich on Tilt bin) gar nicht ans BRM halte. Das hat mich schon öfters einen sehr großen Teil meiner Bankroll gekostet.
Ich hoffe, ihr könnt mir Tipps geben, was ich dagegen tun kann, oder wie ihr es gemanaged habt.
Danke
marciii
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Beitragvon rm » 23.10.2007, 00:00

Muss man lernen, ich war am Anfang net anders drauf und hab viele viele Dollars verzockt die ich nie hätte verzocken dürfen, z.B. mit J9 preflpp all in etc :D Irgendwann hab ichs gelernt, dass ich nix von meinen Gewinnen hab, wenn ich sie vertilte, seitdem zeigt die Erfolgskurve nach oben. :D
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Beitragvon Patty-Win » 23.10.2007, 07:11

Selbstkontrolle: das kann/muss jeder für sich selbst rausfinden, und wie ich finde, kann dir da kaum jemand helfen. du musst dir deinen eigenen weg finden, wie du deine schwächen in den griff bekommst!

denk doch mal so, daß jeder nicht verlorene dollar deinen gewinn erhöht, auch wenn du schon ziemlich viel in einen pott investiert hast. stell dir die nicht verlorenen dollar einfach auf deiner bankroll vor! als gewinn!!!!

ich weiss auch nicht............finde es heraus!!! :idea:
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Update: 17.12.2007
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Beitragvon trooper » 23.10.2007, 09:11

-trink ein bier (aber nur eines), das beruhigt
-multitable, weniger zeit zu tilten
-abc poker spielen
-wenig bluffen
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Zitat Sam Farha als er merkt, dass er mit seinen Königen in Barry Greensteins Asse läuft:

"This is the last hand today. Are you serious? Who shuffled? You did, Barry?"
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Beitragvon mnl » 03.12.2007, 06:46

Durch sportliche Wettkämpfe lernt man gut mit Niederlagen umzugehen. Früher hab ich nach einem Punktspieler immer geweint, heute bin ich 5 min stillschweigend sauer und das wars. ;)
PS: Alkohol zum beruhigen zu trinken halte ich für fahrlässig.
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Beitragvon All-Star-Poker » 03.12.2007, 22:47

Wenn Du gefahr läufst dein Spiel zu verlieren, weil Du "on Tilt" bist, dann leg eine kleine Pause ein. Ich weiß, ich weiß....die Blinds laufen mit, doch Du kannst wesentlich mehr verlieren, wenn Du unüberlegt spielst.

Was Deine Geduld angeht, so gibt es da wenig Tipps. Da musst Du wohl selber an Dir arbeiten. Den Fehler hast Du ja schon mal erkannt und das ist der erste Schritt, das Verhalten abzustellen.
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Beitragvon Pokerass121 » 07.03.2008, 18:43

Ich hab fast noch nie tilt gehabt. guck dir einfach die hand an und überlege ob du es richtig gemacht hast oder nicht.
ich sag mir dann selber dass es auf die langfristige gewinne drauf ankommt. auch wenn ich mal mit KK gegen KQ verloren hab bin ich nur kurz sauer. Aber ich find es nicht schlimm weil ich mein geld positiv eingesetzt hab
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Beitragvon echtschlecht » 11.03.2008, 09:26

trooper hat geschrieben:-trink ein bier (aber nur eines), das beruhigt
-multitable, weniger zeit zu tilten
-abc poker spielen
-wenig bluffen


in Maßen getrunken, hilfts vielleicht......aber jetzt stell ich mir gerade einen Multitabler vor der pro Viertelstunde einen BadBeat kassiert...... :grin:

Ich halts eher bei gewürzten Zigaretten.....da leidet meine Konzentration nicht so sehr
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Beitragvon New_Ace » 11.03.2008, 09:54

Tilten ist ein Phänomen, das ja durch Online Spiel eine ganz neue Dynamik gewonnen hat, weil das Spiel so viel schneller ist als live. Wenn man live einen BadBeat hinnehmen muss, vergehen ein paar Minuten bis zur nächsten Hand, man kann die dann einfach mal folden etc.

Online ist es meist so, das man - besonders multitabler - oft direkt wieder oder bereits parallel involviert ist. Wenn man gerade einen FullStack an Tisch eins gegen nen 1Outer kassiert hat, an Tisch 2 an einem großen PreflopPot mit AKs komplett den Flop verfehlt hat und an Tisch drei mit Set gegen TopSet verliert und das alles gleichzeitig... Wer will da ruhig bleiben?

Lange Rede kurzer Sinn: Kauf dir "Your worst poker enemy" von Alan Schoonmaker, das ist nen Psychologie Professor der genau zu diesem Thema ein Buch geschrieben hat, und das wirklich hilft ausgeglichener zu spielen und ausserdem noch andere psychologische Aspekte des Spiels betrachtet. Schließlich will man nicht selbst tilten, sondern seinen Gegner dazu bringen...
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Beitragvon VivaSativa » 11.03.2008, 10:13

echtschlecht hat geschrieben:
trooper hat geschrieben:-trink ein bier (aber nur eines), das beruhigt
-multitable, weniger zeit zu tilten
-abc poker spielen
-wenig bluffen


in Maßen getrunken, hilfts vielleicht......aber jetzt stell ich mir gerade einen Multitabler vor der pro Viertelstunde einen BadBeat kassiert...... :grin:

Ich halts eher bei gewürzten Zigaretten.....da leidet meine Konzentration nicht so sehr


Is auch so ein Phänomen bei mir. Wenn ich betrunken bin krieg ich seltsamerweise immer tierisch Lust auf pokern, aber spiele grottenschlecht. Verluste versuch ich durch höhere limits zu kompensieren etc. Deshalb versuch ich konsequent NICHT zu spielen wenn ich besoffen bin. Bin aber eh ned so der alki, deshalb is das nicht so ein Problem.

Rauche ich aber Zigaretten mit Spaßfüllung, gelingt es mir meistens super mich zusammenzureißen, spiele konzentriert (fast komplett aufs Spiel fokussiert) und hab eine Menge Spaß daran.
Außer Live Poker im CCC, da werd ich nervös zwischen den ganzen hässlichen Leuten die da spielen und krieg Paranoia. Aber da spiel ich sowieso nicht oft und wenn dann nüchtern.
Sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit!
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Beitragvon echtschlecht » 11.03.2008, 10:18

Außer Live Poker im CCC, da werd ich nervös zwischen den ganzen hässlichen Leuten die da spielen und krieg Paranoia.


lol.....aber ich erheiter mich trotzdem vor fast jedem Turnier(und in jeder Pause).....ich bin einfach geduldiger und relaxter dabei......ob ich jetzt nur Drogensüchtig oder auch zusätzlich noch spielsüchtig bin, macht ja jetzt auch keinen Unterschied mehr.....

.....Scherz......jeder soll wie er glaubt

EDITH: hab jetzt grad erst deinen Nicknamen bewusst realisiert :grin:
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Beitragvon LESNAR999 » 11.06.2008, 17:17

Ein paar mal tief durch Ahtmen, und vllt. die nächsten 1-2 Hände aussetzten....
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Beitragvon Dennis » 12.06.2008, 14:40

Den Kopf bis zur Bewusstlosigkeit gegen den Tisch schlagen und kurz vorher schnell noch den Tisch verlassen.

Im Ernst: Im zweifelsfall lieber ganz aufhören und DANN runterkommen. Am Tisch gehst du immer das Risiko ein eine vermeintlich gute Hand über Gebühr zu pushen, selbst wenn klar ist, dass du sie wahrscheinlich verlieren wirst. Entweder "fold all" ohne die Karten anzusehen oder aufhören. Das ist zumindest am Anfang am sinnvollsten wenn du deine Emotionen partu nicht unter Kontrolle hast.

Zusätzlich kann vielleicht Meditation, autogenes Training etc helfen dein Gemüt schneller in den griff zu bekommen.
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Beitragvon Raupi_Nimmersatt » 20.05.2009, 07:57

Patty-Win hat geschrieben:Selbstkontrolle: das kann/muss jeder für sich selbst rausfinden, und wie ich finde, kann dir da kaum jemand helfen. du musst dir deinen eigenen weg finden, wie du deine schwächen in den griff bekommst!



aber wie? sry, aber ich bin echt gerade mal wieder am verzweifeln mit meinem Tilt Problem. (Ich sag nur -20 BIs letzte Nacht)
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Beitragvon eNots » 20.05.2009, 08:50

ich denke es gibt grundsätzlich typ menschen die einfach geduldiger sind und auch mit niederlagen anders umgehen als welche die gleich an die decke gehn.

ich für meinen Teil muss aber sagen ich war ein sehr ungeduldiger mensch. egal was nicht sofort klappte hab ich weggelegt.
heute zwinge ich mich dazu sachen die ich weg lege sofort wieder aufzunehmen und es nochmal zu probieren.
viel dabei geholfen geduld zu bekommen war ein musikinstrument zu lernen - das braucht einfach zeit und es hat bei mir wunder gewirkt!

was hat das mit tilt zu tun? ich denke geduld haben und on tilt sein zu vermeiden geht in die gleiche richtung - die richtung heissT: selbstkontrolle

wie man das lernt muss leider wirklich jeder für sich selbst rausfinden - doch sinds die kleinen dinge die zusammenaddiert große fortschritte ergeben.
"Um die Nummer 1 zu bleiben, musst du trainieren, als ob du die Nummer 2 bist!" (Maurice Greene)

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