Hier haben alle Fragen und Erkenntnisse über den psychologischen Aspekt beim Poker ihren Platz

Tells

Beitragvon Malaclypse » 05.05.2006, 14:10

Hat jemand ein paar Tipps zum Thema Tells?

Tells sind (unterbewusste) Aktionen/Reaktionen zum Spielverlauf, mit deren Hilfe man das Blatt des Gegeners interpretieren kann.

Wenn jemand seine Erfahrungen mitteilen möchte nur her damit!!!

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Beitragvon madmat3001 » 05.05.2006, 14:37

Hab das Buch üebr Tells von Mike Caro zuhause finds aber relativ langweilig und realitätsfremd... Eine Sache die aber bei sehr viele (auch besseren) Spielern stimmt ist die "Strong means Weak / Weak means Strong"-Theorie.

Dabei geht es darum, das viele Spieler versuchen stark zu wirken, wenn sie bluffen, und schwach, wenn sie nen gutes Blatt haben.
Z.B.: Jemand hat erhöht und starrt dich herausfordernd an -> Bluff
Du denkst darüber nach ob du setzen willst und ein Spieler nach dir guckt in die Luft als wenn es nicht interessiert -> Er will das du setzt -> Monster

Ein Tell den ich sehr interessant finde und der ziemlich oft funktioniert:
Wenn die Karten verteilt oder aufgedeckt werden guck dir die Gegner an. Wenn einer kurz unwillkürlich auf seine Chips guckt hat er wahrscheinlich gute Karten bzw. den Flop getroffen.
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Beitragvon aceshigh » 05.05.2006, 16:41

dazu muss ich nochmal was fragen. Mich wundert stark das solche Sachen in den Büchern besprochen werden. Das kann doch nicht sein, dass auch Profis sich so Verhalten?? Ist das für Anfänger, so eine Art psychologische Grundlagen?
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Beitragvon Malaclypse » 05.05.2006, 17:06

Meiner meinung nach sind auch profis nicht in der Lage meist unterbewusste Handlungen zu kontrollieren geschweige denn abzustellen.

Sie sind nur besser in der Lage diese zu erkennen und sich zu nutze zu machen.

Auch wenn man sich mit AA das grinsen verkneifen kann muss das nicht heissen das man dich nicht auf eine andere Art auf ein hohes Pocket Paar festnageln kann...
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Beitragvon aceshigh » 05.05.2006, 17:19

Ja, diese unbewußten Sachen sind dei Feinheiten die Profis unterscheiden. Das mein ich ja auch. Was madmat im oberen Abschnitt beschrieben hat sind ja keine unbewußten Handlungen. Das macht doch kein guter Spieler mehr.

Das mit dem kurzen Blick auf die Chips ist was Unterbewußtes.
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Beitragvon Malaclypse » 05.05.2006, 17:22

OK....da magst du wohl recht haben.
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Beitragvon aceshigh » 05.05.2006, 17:26

Allerdings geht mir eine Szene nicht aus dem Kopf, da hat Doyle Brunson erst mehr Chips mit der Hand gegriffen, dann aber doch ganz schnell nur die Hälfte genommen. Das hat der Gegner gesehen (weiß nicht mehr genau wer) und ist dann ausgestiegen. Der Ausstieg wurde dann auch durch diese Aktion begründet. Man hat ja die Karten gesehen, und Brunson wollte ihn wirklich in den Pot locken. Da dachte ich mir auch, dass das solch einem Urgestein doch nicht passieren kann. Aber man sieht was sich alles so erkennen läßt :grin:
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Beitragvon Flo » 05.05.2006, 19:02

Ich hab auch schon öfters gehört und gelesen, dass die Augen und vor allem die Pupillen Aufschluss über den Gegner geben. In wie weit weiss ich jetzt leider nicht genau, aber das erklärt wohl auch warum viele Spieler im TV mit Sonnenbrille spielen.

Ich muss sagen, dass ist echt ein interessanter Thema. Mehr davon.
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Beitragvon tohu » 06.05.2006, 12:22

das die mit sonnenbrille spielen hat wohl zum einen wirklich mit pupillen-veränderungen oder starren blicken zu tun, aber auch zum anderen einfach mit dem pokerflair.dunkle brillen implizieren einfach ein gewisses flair beim pokern (vor allem beim online poker ^^)).

zu den tells. also wenn jemand bei guten karten auf seinen eigenen chipstapel schaut, naja, ich glaube, dass wenn man sich dieser angewohntheit bewußt ist, man das auch bewußt abstellen kann. wenn du mit pocket rocket startest oder du den flop triffst, dann kannst du auch bewusst nicht auf deinen chipstapel gucken. da seh ich nicht unbedingt ein zwangsverhalten drin.
bei anfängern passiert dieser blick wahrscheinlich schon noch öfter als bei profis, aber dennoch, was dir bewusst ist, lässt sich auch bewusst verändern. vielleicht nicht ganz umstellen, aber verändern.
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Beitragvon aceshigh » 06.05.2006, 21:22

Mal wieder eine andere Schwierigkeit:

Also ich achte auf die "unbewußten Regungen" des Gegners. Der weiss aber worauf man so achtet wenn man ein bestimmtes Level erreicht hat, bzw er mich kennt.
Also kann er mir auch "Unbewußte Handlungen" seinerseits vortäuschen.
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Beitragvon madmat3001 » 08.05.2006, 13:22

Also gegen sehr gute Spieler gelten sowiso nochmal andere Regeln. Darum unterteil Caro in dem Buch die "Sicherheit" und den "Wert" seiner Tells in drei Kategorien "Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Bei Profis tritt oft genau das auf, was Aceshigh grade beschrieben hat: Sie täuschen Tells vor, da müsste man dann wieder aufpassen...

Im allgemeinen geht man ja aber davon aus, dass man sich nicht freiwillig mit lauter Profis an einen Tisch setzt. Und ganz viele Anfänger passen in eine von zwei Kategorien: Die die keine Ahnung haben und unbewusste Tells von sich geben wie die Bäume zur Zeit ihre Pollen (*hatschi* ;) ) und die "Schauspieler" die bewusst genau das Gegenteil von dem vorgeben wollen was sie wirklich haben.
Sobald man weiß, in welche Kategorie die Gegner gehören hat man oft leichtes Spiel.

Das mit dem auf die Chips schielen wenn man den Flop trifft, wird natürlich kein Profi (die haben angeblich alle Caro's Buch gelesen...) unbewusst machen. Aber bei einem GPPA Turnier habe ich diesen Tell einmal sehr Erfolgreich angwandt:
Eine Frau saß mir am kurzen Ende des Ovalen Tisches direkt gegenüber und ich habe mir einfach Sie das ganze Spiel lang genau zu beobachten. Insgesamt hat es in etwa 45 Minuten dreimal geklappt. Einmal auch zu meinem Vorteil: (Die beiden anderen Male war ich nicht selbst in der Hand involviert)
Ich hatte auf den Flop das höchste Paar (Könige oder Damen) mit gutem Kicker. Die besagte Frau und ein weiterer (relativ schlechter) Spieler callen meine Wette. Auf den Turn kommt ein As. Sie guckt auf ihre Chips, ich checke, Sie setzt der andere callt, ich folde. River ist Müll. Sie setzt, er callt. Sie hat das Paar Asse, er das selbe Paar wie ich, mit nem scheiß Kicker....
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Beitragvon thomsch » 06.09.2006, 15:59

Unterschätzt die Tells nicht.
Hier mal ein paar Tips zum Livepokern:
1. Schaut euch die Karten erst an wenn ihr an der Reihe seid (man legt seine Karten anders vor sich hin, wenn man ein starkes Blatt habt).
2. Zählt bei jeder Aktion die ihr macht im Kopf bis 3.
3. Macht Preflop immer dieselben Erhöhungen.
4. Bluffen mit vielen kleinen Chips (20x50) ist einer der bekanntesten Tells wohingegen ein großer Chip (1x1000) ein starkes Blatt andeutet.
5. Bluffer starren dich an, schauen dir aber nicht in die Augen.
6. Deshalb schaut ihr beim live poker (wenn es um richtig viel geht) am besten auf einen unbestimmten punkt in der Tischmitte.
7. Die Augen verraten relativ wenig (sonnenbrille?), ich ziehe meine schlüsse eher aus der haltung des gegners (weswegen es mir nichts ausmacht, nur in die mitte zu starren, da ich die haltung meines gegners aus den augenwinkeln beobachten kann)!
Viel glück
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Beitragvon Bazenrieder » 06.09.2006, 18:11

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jede Reaktion auf eine Situation vermeiden kann. Es dürfte eher die Kust sein, die Kleinigkeiten zu erkennen.
Phil Ivey zB versucht auch jede Kleinigkeit zu lesen (immer lustig anzusehen, wie seine Popillen das ganze Spiel abtasten).

Und selbst wenn man beim Gegenspieler nichts erkennt, besteht immernoch die Möglichkeit, dass bei jemanden, der schon ausgeschieden ist etwas zu erkennen.
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Beitragvon PS Monster » 12.10.2006, 05:25

hab irgendwo was über ein gutes körpersprache buch gelesen...
kann es nicht mehr finden-könnt ihr mir helfen?

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Beitragvon kaypel » 12.10.2006, 07:16

das buch heiszt: tells(?) und ist von mike caro.
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