
Auch dabei: "Shooting Star" Marvin Rettenmaier
Daniel Negreanu Phil Hellmuth, Maria Ho – das sind nur drei der PokerPros, mit denen am 5. April in Dublin/Irland das erste Turnier der als interaktiv angekündigten iSeries LIVE ausgetragen wird. Die Spieleragentur Poker Royalty hat ein Konzept entwickelt, mit dem, so Agenturgründer Brian Balsbaugh, die infolge des Black Friday versiegten Einnahmequellen für viele PokerPros durch neue ersetzt werden sollen. Zentrales Feature der iSeries sind Real-Time-Wetten von Zuschauern auf diverse Spielmomente wie Odds, Gewinner der nächsten Hand, wer länger als wer im Turnier überlebt, wer als nächster rausfliegt, zu welchen Teilen der kommende Flop aus roten oder schwarzen Karten bestehen wird und so fort.
Zur Premiere sitzen neben Daniel Negreanu und Phil Hellmuth auch die beiden deutschen Pros Marvin Rettenmaier und Tobias Reinkemeier, außerdem James Dempsey, Maria Ho, Faraz Jaka, Carlos Mortensen, Eoghan O’Dea und Dave “Devilfish” Ulliott. Das 10handed No Limit Hold’em Sit’nGo wird im Winner-Takes-All-Modus gespielt. Der Sieger erhält neben €10.000 auch Anteile aus dem Wettgeschehen, je nachdem wie auf ihn oder gegen ihn gesetzt wurde. Zur Vorbeugung gegen Kollusion wird – ähnlich wie bei „Wer wird Millionär“ jeder Kontakt mit der Außenwelt verhindert, Handys oder andere Mobile Device dürfen nicht an den Tisch mitgebracht werden. Geplant sind, so Agenturgründer Brian Balsbaugh, nach den ersten Testläufen auch 6max No Limit Hold’em Turniere für 36 Teilnehmer, Heads-up-Formate und mehr.
Am Rande bemerkt: Mit seiner Werbung für die iSeries zog Daniel Negreanu, der ja seit einigen Wochen mit seinem vlog „Weekly Rant“ im CardPlayer Magazine Furore macht, jüngst den Zorn der Poker-Autorität 2+2 auf sich. Im Forum twoplustwo.com darf nämlich keine Werbung gemacht werden – jedenfalls keine unbezahlte, und KidPoker verstieß gleich mehrmals gegen diese Regel, indem er nicht nur einen Promotion Thread für die iSeries-eröffnete (wofür er abgemahnt wurde), sondern auch zwei Links zu iserieslive.com in anderen Threads postete. Ergebnis: Banned, und zwar für genau einen Tag. Da hat er doch gleich ein Thema für seinen nächsten Weekly Rant.
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Man muss ihn einfach lieben: Daniel Negreanu hat mal wieder in der ihm eigenen Offenheit und Intelligenz vom Leder gezogen und weder sich noch Andere dabei geschont. „What’s Wrong With You?“ (“Was ist mit Ihnen los?”) ist der Titel eines Interviews, das Alun Bowden mit Daniel Negreanu für pokerplayer.co.uk führte. Kid Poker räsoniert darin über Themen wie die Arbeit an der Verbesserung seines Onlinespiels (immerhin schaffte er 2011 den dritten Platz bei der World Championship of Online Poker (WCOOP), über die Veränderungen der Pokerszene und seiner eigenen Spielerpersönlichkeit durch Onlinepoker, über sein neues (Poker-)Leben, seit er in Folge des Black Friday wieder nach Canada ging und über Full Tilt Poker.
Ob er aber wirklich das Folgende gesagt hat? „Wenn ich nicht bei PokerStars unterschrieben hätte, wäre ich heute ein wesentlich besserer Spieler. Ich wäre unendlich viel besser.“ Er arbeite wirklich gerne für PokerStars, aber seit er das tue, habe er – ganz anders als Phil Ivey, der praktisch non-stop spiele und sicher auch deswegen Nummer Eins der Pokerwelt wurde – einfach kaum noch Zeit, weil er so viel Medienarbeit leiste.“ Auf TwoplusTwo.com läuft zur Zeit eine heiße Debatte deswegen, denn Negranu behauptet, falsch zitiert worden zu sein, während Alun Bowden gerne die Audiofile zur Verfügung mit dem Originalinterview zur Verfügung stellen will. Die Diskussion kann in dem entsprechenden Thread verfolgt werden.
Dabei, so Negreanu, habe Onlinepoker natürlich viel zur Qualitätssteigerung des Pokerspiels, auch in Live Turnieren, beigetragen: „Mein Grundlagen sind nicht sehr stabil, und das ist schon immer mein Problem. 2004 brauchte man keine guten Grundlagen, weil einfach jeder erbärmlich spielte. Ich konnte mir Vorteile verschaffen, indem ich zum Beispiel 6-4 out of Position raiste, aber heute kann ich das nicht mehr, denn ich werde damit geschnappt. Wenn du online spielst, musst du einfach an den Grundlagen arbeiten.“ Allerdings hat die Konzentration auf Stats, auf Multitabling, auf Helfersoftware und Coaching eben auch ihre unschöne Seite: „Als Pokern populär wurde, hattest du Leute wie Devilfish, Sammy Farha, Doyle Brunson und Phil Ivey … Heute erzählt sich die Story so: ‚Ich kam aus der Schule und grindete an 20 Tischen um mir eine Bankroll aufzubauen.‘ Diese Geschichte ist nicht sexy … die Leute wollen nicht etwas hören wie ‚Also, er raist von UTG+1 und polarisiert seine Ranbge mit 31BB effective Stack.‘“ Letztlich müsse das Fernsehen dafür sorgen, dass beim Pokern weiterhin Abenteuer stattfinden und Persönlichkeiten agieren, die den Zuschauer wirklich interessieren. Ein attraktiver junger Mann wie Sam Trickett sei jemand, den die Zuschauer gerne sehen wollen, Daniel Cates, egal wie gut er spiele, sei dagegen der Langweilerfraktion zuzuordnen und trage im Endeffekt wenig zur Popularität des Pokerns bei.
Dass man sich in den Führungsetagen der Pokerrooms natürlich darüber bewusst ist, dass das Spiel an den virtuellen Tischen ohne interessante Persönlichkeiten nicht besonders telegen und weitgehend uninteressant fürs Publikum ist, zeigen ja auch die Sponsorships für populäre Spieler wie Daniel Negreanu, Liv Boeree, Sam Trickett, das ehemalige Team Full Tilt und so weiter. PraguePoker bringt es auf TwoPlusTwo.com auf den Punkt: „Was glaubt ihr denn, warum PS ihm so viel zahlt? Etwa weil er Triple Range Merging beherrscht? Oder weil er im TV als ein netter Kerl rüberkommt, eine Persönlichkeit, jemand, mit dem du gerne pokern würdest? Das hat ja sogar Hellmuth kapiert.“
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Naturgemäß ziehen Events wie das Main Event der Aussie Millions, die $100.000- oder die $250.000-Challenge das Interesse der Medien auf sich. Eine Ausnahme bildete hier die Fernsehübertragung eines hochkarätigen Cashgames, das mit einem Minimum-Buy-In von $100.000 über zwei Tage ging. Und – man höre und staune – es war KEIN reiner No Limit Hold’em Table. Wenn sich Patrik Antonius, Daniel Cates, Tom Dwan, Gus Hansen, Jason Mercier, Daniel Negreanu und Sam Trickett mit einigen chinesischen Highrollern an den Tisch setzen und bei Blinds von $500/$1.000 im NLHE/Pot Limit Omaha-Mix spielen, dann wird das Ganze schon mal gerne gefilmt, und (nicht nur) wir PLO-Liebhaber dürfen uns auf die Sendung im Rahmen der Berichterstattung zu den Aussie Millions freuen.
So sah das Line-Up inclusive Buy-Ins an Tag 1 aus:
Jason Mercier — $100,000, Rebuy $150,000
Winfred Yu — $200,000, Rebuy $50,000
Richard Yong — $200,000
Gus Hansen — $200,000
Sam Trickett — $200,000
Daniel Negreanu — $200,000
Noch hinzugekommen waren am Ende:
Daniel Cates — $200,000
Patrik Antonius — $100,000, Rebuy $100,000
Tom Dwan — $100,000
An Tag 2 gingen ins Rennen:
Sam Trickett — $340,000
Kwan Yong — $280,000
Daniel Negreanu — $187,000, Rebuy 130.000
Elton Tsang — $205,000
Patrik Antonius — $185,000
Daniel Cates — $170,000
Jason Mercier — $292,000
Später kam noch Tom Dwan hinzu und brachte $100.000 mit.
Am Ende hieß es auf www.pokerasiapacific.com, wo Gewinne und Verluste, Pots und Cashputs getrackt worden waren: „Jason Mercier gewann mal wieder Einiges, er cashte $423.000 aus, während Daniel Negreanu $250.000 mitnahm. Tom Dwan nahm ungefähr das wieder mit, was er mitgebracht hatte, Patrick Antonius dagegen cashte $156.000 aus. Top Dog war am Ende Sam Trickett, der $558.300 mitnahm.
Frohnatur Negreanu kommentierte auf Twitter: „$64.000 verloren, game over. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich zweimal mit QQ vs AJ und einmal mit KK vs JJ verloren habe. Morgen spiele ich das 250k.“ Tat er dann auch. Mit welchem Erfolg, dazu kommen wir noch.
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Cannes im Oktober, kuschelige 22 Grad Celsius – klar, dass es da mehr Pokertouristen hinzieht als ins etwas nasskältere London, wo die World Series of Poker Europe WSOPE 2o10 stattfand. Insgesamt schrieben sich jetzt 593 Spieler fürs Main Event ein, sage und schreibe 231 mehr als im Vorjahr. Es geht um einen Preispool von € 1.4 Millionen.
Vorjahressieger James Bord, der ja selbst auf einen Europäer als Sieger tippt, und auch alle drei US-Favoriten bei den Buchmachern, Daniel Negreanu, Phil Hellmuth und Tom Dwan überstanden den ersten Starttag nicht. Mit deutlich über dem durchschnittlichen Chipsstand von 55.000 liegenden Stack können drei Spieler aus Deutschland in Richtung Tag 2 blicken, nämlich Sandra Naujoks (Rang 65/83.850 Chips), Benny Spindler (Rang 106/69.000) und Moritz Kranich (Rang 130/60.325). Das Feld wird derzeit angeführt von dem Engländer James Rosen, der zuletzt bei der WSOP 2011 im $ 5.000 Pot Limit Omaha einen respektablen 41. Platz ($ 11.652) und beim$ 5.000 No Limit Hold’em Platz 44 ($ 18.863) eingefahren hatte.
Kein Pardon für Morddrohungen. Drei Monate Gefängnisstrafe brachten Michael Gallagher aus Redcar (englische Nordostküste) die Morddrohungen ein, die er den Mitarbeitern eines ungenannt bleibenden, auf der Isle of Man ansässigen Pokerrooms geschickt hatte. Der Verlust von $ 30.000 und offensichtlich einige Promille zu viel hatten den Geist des 35jährigen aufs Heftigste umnebelt: Per E-Mail ließ er den Room wissen, er wolle £ 50.000 auf sein Account, oder er werde persönlich mit einer Schrotflinte vorbeikommen und so viele Leute wie möglich erschießen. Er unterstrich die E-Mail-Drohung sicherheitshalber noch mit ein paar markigen Sprüchen wie „Ich hoffe ihr nehmt mich ernst, denn ich schwöre bei Gott, dass ich das tun werde. Ich werde meine Rache bekommen. Ich plane das seit sechs Monaten. Nur deswegen kann ich schlafen …“ und so fort.
Zwar schickte er schon am nächsten Tag eine Entschuldigung hinterher, in der er schrieb, er habe nicht die Absicht, etwas Derartiges zu tun, für diesen Drohbrief sei ein Alkoholexzess verantwortlich gewesen. Mr. Booze hin oder her, die Richter fanden das nicht entschuldbar und schickten Gallagher in den Bau. Hoffen wir, dass er dort endgültig ausnüchtert.
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NBC cancelt National Heads-Up Poker Championship. Black Friday zieht weiter seine Kreise … Jetzt hat die US-amerikanische National Broadcasting Company (NBC) das Einladungsturnier National Heads-Up Poker Championship aus dem Programm genommen. Das seit 2005 alljährlich stattfindende Event, zu dem Celebrities aus der Pokerwelt und dem Showbusiness antraten, war im Wesentlichen von Full Tilt Poker und PokerStars gesponsort worden – Grund genug für den Sender, sich nicht die Finger an einer potentiell heißen Kartoffel verbrennen zu wollen. Immerhin ließ jetzt Senior Sports Director Adam Freifeld das Las Vegas Review-Journal wissen, die NBC werde ihr Pokerprogramm weiter im Auge behalten, und möglicherweise komme die Heads-up Championship 2013 zurück. Zuletzt wurde sie von Eric Seidel gewonnen.
Betrug mit unsichtbarer Tinte. Wie Le Parisien berichtet, wurden gestern drei Spieler und zwei Mitarbeiter des Casinos im südfranzösischen Cannes verhaftet, weil sie in der Spielbank Zigtausende Dollars ergaunert hatten, und das wohl einmal zu oft. Sie hatten mit für das normale Auge unsichtbarer Tinte markierte Pokerdecks eingeschmuggelt. Zwei Dealer, die zur Truppe gehörten, gaben diese Karten dann aus. „Erst als sie verhaftet waren und ihre Brillen genauer untersucht wurden, stelleten wir fest, dass sie jede Karte erkennen konnten, wenn sie einfach auf ihre Rückseite blickten.“ Ein bisschen weniger Gier hätte hier sicherlich langfristigeren Erfolg versprochen – schon mehrmal hatten sie zugeschlagen und zuletzt $ 60.400 abgeräumt. Im Les Princes de Cannes wartete die Polizei jedoch schon auf ihren nächsten Coup, und als die Betrüger mit $ 27.460 abziehen wollten, hatten sie das Nachsehen.
Wir bleiben in Cannes: Wird ein Amerikaner das WSOPE Main Event gewinnen? Ganz sicher nicht, sagte jetzt James Bord, amtierender Campion World of Series of Poker Europe. „Ich glaube nicht, dass ein Amerikaner sich das Bracelet holen kann, mittlerweile sind die Europäer bei Weitem überlegen. Früher schauten wir immer zu den Spielern aus USA auf, aber diese Tage sind längst vorbei. Ich bin bereit, mein Geld meinen Worten folgen zu lassen und Wettverluste bis zu $ 500 zu erstatten, falls ein Amerikaner gewinnt.“ Wer’s wagen will kann seine Bet(s) auf amerikanische Spieler bei www.matchbook.com platzieren. Dort bekommt er dann sein Geld bis zum genannten Betrag zurück, sollte keiner der „Idioten aus Nordeuropa“ (Zitat Phil Hellmuth), sondern zum Beispiel Negreanu (Quote 5:1), Phil Hellmuth oder Tom Dwan (beide 9:2) das Teil nach Hause tragen. Das Event startet am kommenden Samstag, dem 15. Oktober.
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Der Rückzug von Doyle Brunson und Huck Seed aus dem Team America zwang Kapitän Phil Hellmuth zu einer Änderung der ursprünglichen Aufstellung: Neben Johnny Chan, Daniel Negreanu und Phil „The Poker Brat“ werden jetzt Jason Mercier und Ben Lamb am 19. Oktober in Cannes für die Vereinigten Staaten gegen das Team Europe (Chef hier: Bertrand „ElkY“ Grospellier) antreten. Jason Mercier, derzeitige Nummer Zwei im Ranking des Global Poker Index, war Anfang September bei den British Poker Awards zum Player of the Year gekürt worden. Mitstreiter Ben Lamb hatte sich vor allem bei der diesjährigen WSOP hervorgetan: Sein Platz unter November Ninern und drei Final Tables, darunter der Gewinn eines Bracelets und ein Runner-up Finish mit einem Cash von über $ 1,3 Millionen machten ihm zum diesjährigen Player of the WSOP.
Apropos Global Poker Index (GPI): Auf den ersten beiden Plätzen wechseln sich Jason Mercier und Erik Seidel immer mal wieder ab (diese Woche führt letzterer), und auch Bertrand Grospellier (Rang Drei) und Eugene Katchalov behaupten sich hartnäckig ganz weit oben. Nach Einschätzung von Report-Autor Michael Craig werden sich diese Vier wegen ihrer beständigen Turniererfolge wohl noch eine ganze Weile ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Einen spektakulären Sprung nach oben hatte Benjamin Spindler nach dem letzten GPI Ranking hingelegt: Sein Sieg beim Main Event der London Open katapultierte den jungen Deutschen um 92 Plätze nach vorne auf Rang 24.
Merge akzeptiert wieder Spieler aus Amerika. Seit gestern ist sind Flaggschiff Lock Poker und andere Skins wie Carbon und PokerHost wieder für die ganze Welt offen. Am 1. Juni hatte Merge aufgehört, neue US-Accounts zuzulassen. Als Grund waren Schwierigkeiten mit Zahlungsprozessoren genannt worden: Nachdem in Folge des Black Friday PokerStars, Full Tilt und UB/AP den US-Markt verlassen mussten, habe es an der Logistik zur Bewältigung des nun einsetzenden Runs auf Merge gemangelt.
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The Economist: Skill vs. Luck, frische Zahlen. Für alle, die sich immer mal wieder veranlasst beziehungsweise gezwungen sehen, ihrer ungläubigen Umgebung zu erklären, dass Poker nun wirklich kein Glücksspiel ist, hier ein paar aktuellere Daten. economist.com, die Onlineausgabe des Printmagazins The Economist (News aus Politik, Business, Finanzwesen, Wissenschaft, Technik), zitierte gestern mehrere Untersuchungen zu diesem Thema, darunter „Die Rolle von Skill versus Luck beim Poker: Belege von der World Series of Poker“. Steven D. Levitt und Thomas J. Miles, die Autoren dieser Studie, analysierten Spielweisen während der WSOP 2010 und kamen zu dem Ergebnis, dass geschickte Spieler es auf eine Return of Investment von 30 Prozent brachten(für diesen ROI würde laut The Economist „so mancher Investor töten“). Dem gegenüber standen die weniger geschickten anderen Spieler mit ihrem Minus von 15 Prozent.
Die vollständige Studie gibt’s als Download für eine Gebühr von $ 5 auf http://www.nber.org/papers/w17023.
Mit den Zusammenhängen von Gewinnen, Showdowns und gefoldeten Händen beschäftigten sich die Software Consultants von Cigital: Sie analysierten 103.000 auf PokerStars.com gespielte Hände. 76 Prozent davon endeten ohne Showdown. Selbst im Falle des Aufdeckens war die bestmögliche (in anderen Worten: die glücklichste) Hand häufig bereits gefoldet worden – und zwar in 49,7 Prozent aller Showdowns.
Kostenloser Download des kompletten Reports unter http://www.cigital.com/resources/gaming/poker/100M-Hand-AnalysisReport.pdf.
Negreanu kommentiert Annie Dukes Hall of Fame-Nominierung. Abschließend noch eine herzerfrischende (wenn auch nicht unbedingt gerechte) Lästerei vom ewigen Kid(of)Poker. Der ist ja erst 37 und damit nicht unter den diesjährigen Nominierten für die Poker Hall of Fame. Die untere Altersgrenze von 40 Jahren war gerade erst neu eingeführt worden, 2009 und 2010 hatte er noch zu den Kandidaten gehört. Dass er Annie Duke seit mindestens zehn Jahren von ganzem Herzen nicht ausstehen kann, ist allgemein bekannt. Von pokerlistings.com zur Nominierung seiner „alten“ Rivalin befragt, legte er los: „Für was (wurde sie nominiert, Anm.d.A.)? Dafür, dass sie Leute auf UB ausraubte? … Dass sie den Leuten an den Tischen Geld gestohlen hat? … Wenn du das „F“ in „Fame“ durch „Sh“ ersetzt, sollte sie (in die Poker Hall of Fame) eingeführt werden, denke ich … Zusammen mit ihrem Bruder wäre die Familie Lederer König und Königin der Poker Hall of Shame.“
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Ein mitreißender Werbespot zur ersten International Stadium Poker Tour ISPT mit einem $ 30 Millionen Guarantee im Londoner Wembley Stadium macht seit einigen Tagen die Runde. Ist dieser Zeitpunkt reiner Zufall, ebenso wie die Verschiebung der ISPT-Premiere von Mai auf September 2012? Legitime Frage, steht doch hinter der ISPT ein Gründerteam, das derzeit ohnehin ständig von sich reden macht: Bernard und Laurent Tapie, deren Produktionsgesellschaft, die Groupe Bernard Tapie GPT Full Tilt Poker übernehmen will.
Obwohl, wie auf subjectpoker.com heute in „FTP-Acquisition: Fact vs Fiction“ zu lesen, offiziell kein Zusammenhang zwischen diesen Unternehmungen der GPT besteht, ließ Vater Tapie die Öffentlichkeit in einem Interview mit Agence Fress Press AFP wissen, dass der Full Tilt Deal durchaus im Hinblick auf die ISPT 2012 zu betrachten ist. Alles Andere wäre auch verwunderlich: Ab Januar beginnen Online Satellites. Die eigentliche Turnierphase beginnt im September – dann werden sollen die erwarteten 20.000 bis 30.000 Qualifikanten an von den Veranstaltern gestellten Tablet PCs die erste Etappe der ISPT ausspielen. Für die Logistik zeichnet WEMBLEY, die Hardware wird ORANGE liefern, und Medienpartner wir IMG sprts-entertainment-media sein. Und welche Software wird für das Großereignis verwendet? Davon ist noch nichts zu lesen …
Ben Dayanim, ein juristischer Sprecher von GPT Managing Direector Laurent Tapie, hat inzwischen noch einmal betont, das Zustandekommen der Übernahme von Full Tilt sei nicht, wie Äußerung von Bernard Tapie in dem oben erwähnten Interview nahegelegt hatten, von weiteren Investoren zur Rückzahlung der Spielergelder abhängig. In diesem Zusammenhang sei es viel wichtiger, dass die Verhandlungen mit dem US Department of Justice hinsichtlich der Freigabe der konfiszierten Konten erfolgreich verlaufen.
Und mal ehrlich – was wäre denn eigentlich das ganze Bahoo ohne einen deftigen Kommentar von unserem Lieblingspokerspieler und -großmaul Daniel Negreanu? PokerNewsBoy.com hat jetzt ein kürzlich auf You Tube veröffentlichtes Interview mit ihm veröffentlicht, indem er Howard Lederer als „Blödmänner“ und „arrogante Idioten“ abkanzelt und findet, sie hätten – well, das sollte man wohl besser selbst hören.
So. Aber jetzt zurück zum Pokern. Die Teamkapitäns für den Caesars Cup im Zuge der World Series of Poker Europe in Cannes haben ihre endgültige Aufstellung bekannt gegeben. Für das Team Europa benannte Bertrand Grospellier Jake Cody (United Kingdom), Gus Hansen (Dänemark), Dario Minieri (Italien) und Maxim Lykov (Russland) – eine vergleichsweise junge, voraussichtlich aggressiv aufspielende Truppe, was in der Heads up-Disziplin
des Cups ja sicherlich kein Nachteil ist. Phil Hellmuths Wahl dagegen verursachte mancherorts Augenreiben: Natürlich sind die Nominierungen von Daniel Negreanu und Huck Seed erste Sahne. Doyle Brunson mag auch noch durchgehen, irgendwie, von wegen Erfahrung und so. Wieso er aber Tom Dwan nicht in die Mannschaft holte, dafür aber Johnny Chan, der noch letztes Jahr bei World Team Poker für China antrat, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Es sei denn, man folgt PokerNews.com, die ein Ereignis bei der National Heads Up Poker 2008 als Grund für Hellmuths Entscheidung sehen.
Zu allen oben erwähnten Videos führt ein Klick aufs entsprechende Bild.
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Presserklärung des DoJ. Das US Department of Justice hat sich gestern, am selben Tag, an dem die AGCC den endgültigen Entzug der Lizenz von Full Tilt Poker bekanntgab, in einer Presseerklärung zur potentiellen Rückzahlung der Spielergelder geäußert. Darin heißt es, das DoJ versuche gemeinsam mit dem FBI einen möglichst großen Teil der Gelder „aufzuspüren und zu sichern“, die Full Tilt Poker und dessen Vorstandsmitglieder laut Klageschrift „erschwindelt“ hätten. Die Rückzahlung der verschwundenen Gelder an die Spieler „kann möglich sein“, hänge aber von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen müsse der Rechtsstreit erfolgreich im Sinne des DoJ abgeschlossen werden, zum Anderen würde die Bücher und Aufzeichnungen von FTP zu finanziellen Operationen teilweise außerhalb der USA aufbewahrt, was es schwierig gestalte, ihrer habhaft zu werden. Pressetext im Original hier >>
Liv Boerees Lauf auf PokerStars hält an und an und an. Sie hatte schon mehr als $ 2 Millionen bei Life Turnieren (darunter der Sieg beim EPT San Remo Main Event 2010) gewonnen, doch 2011 hat sich zum „Online-Jahr“ der Britin gemausert. Ihre Siegesserie begann im Februar, als ihr erste Plätze beim Sunday Warm-Up und einem $ 45.000 Guaranteed über $ 160.000 einbrachten. Letzter großer Coup der 24jährigen ist ein Bracelet bei der soeben zu Ende gegangenen WCOOP auf PokerStars, dem Event #21 Second Chance Hold’em. Alles in allem gewann sie allein bei den bisherigen fünf großen Turniersiegen in 2011 mehr als $ 240.000.
Team PokerStars-Kollege Daniel Negreanu hat übrigens ebenfalls eine beeindruckende Leistung bei der WCOOP hingelegt, die er selbst ja als einen Prüfstein für sein Onlinepokerspiel bezeichnet hatte: Er cashte in 15 von 52 Events, mit einem Gesamtergebnis von $ 119.193.
Blitzlicht: ChiliPoker demnächst mit Social Network-Pokerangebot in USA. Mit kostenlosem Onlinepoker und virtuellen Spielgeld will sich der iPoker-Client für die in Aussicht stehende Legalisierung von Onlinepoker auf dem US-Markt positionieren.
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Das Casino Travemünde hostet am 7. und 8. Oktober zum 4. Mal die Schleswig-Holsteinische Meisterschaft. Das No Limit Hold’em-Turnier hat nur einen einzigen Starttag, es beginnt am Freitag um 20:00 Uhr. Einchecken kann man schon ab 17:00 Uhr, was einem Zeit gibt, das Abendessen im Columbia Hotel zu genießen: Im Buy-in von € 500 + € 50 sind eine Mahlzeit/Tag und Getränkegutscheine enthalten. Das Finale beginnt am Samstag um 16:00. Bei einer Beteiligung von maximal 120 Spielern kann es um einen Preispool von € 60.000 gehen. Letztes Jahr kamen 117, der Sieger gewann € 16.380.
Den ganz großen Run hatte Daniel Negreanu bei der diesjährigen PokerStars 2011 World Championship of Online Poker (WCOOP) zwar noch nicht – aber es reichte bis dato immerhin für 13 Cashes und eine Gesamtsumme von $ 65.242 in knapp 60 Turnieren. Am besten schnitt er im Event 41 ab, dem $ 10.300 NLHE Highroller Heads-Up, wo er den vierten Platz von 32 machte und $ 48.000 gewann. Negreanu ist erst vor Kurzem wieder online dabei. In Folge des Black Friday hatte er letzten Monat die USA verlassen und war zurück in seine kanadische Heimat gezogen. Er hatte zu Beginn der WCOOP angekündigt so viele Events wie möglich spielen. Gut abzuschneiden würde ihm „viel bedeuten, vor allem weil ich ja besonders online nie besonders erfolgreich war“.
Laut bluffmagazine.com hat Daniel Negreanu, der erst seit wenigen Jahren ernsthaft an seinem Onlinespiel arbeitet, bisher $ 244.645 an den virtuellen Tischen verdient – die natürlich „Peanuts“ sind verglichen mit seinen Live Poker Winnings von $ 14.673.243. Immerhin konnte er aber seine Gewinne bei der WCOOP innerhalb eines Jahres fast verdoppeln: 2010 cashte er dort nur viermal mit insgesamt $ 33.707. $ 28.595 davon entfielen alleine auf seinen elften Platz (von 133) im $ 10.000 8-Game-Event.
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