
Bald wieder online ...
Auch wenn es sehr schwerfällt, das Ganze für bare Münze zu nehmen – vom 6. November an soll Full Tilt unter der Leitung des neuen Inhabers PokerStars den Onlinebetrieb wieder aufnehmen. PokerStars prüft zur Zeit alle Full Tilt Poker Accounts gründlich und hat, wie es auf onlinepoker.net heißt, eMails an die nicht-USamerikanischen Kunden des Rooms verschickt und sie gebeten, die zur Auszahlung erforderlichen Angaben zu liefern.
In der Mail heißt es unter Anderem:
„Mit der Vorlage gültige Dokumente werden die eindeutige Verifikation und Reaktivierung Ihres Accounts zum Zeitpunkt des Relaunchs gewährleistet. Nach dem Relaunch und dem Ende der Testphase erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf Ihr Full Tilt Poker Konto, einschließlich aller Funktionen des Cashiers und der Pokerspiele.“
Für die Überprüfung der Accounts benötigt werden qualitativ hochwertige Fotos oder gescannte Kopien (maximal 3MB) einer Bank- oder Kreditkarte, zur Absicherung außerdem eine Strom- / Telefonrechnung, Versicherungsunterlagen oder Gehaltsnachweis. Die Kopie eines gültigen Lichtbildausweises wurde ebenfalls angefordert.
Das, was aber netweit endgültig für Verblüffung sorgte, war die prompte und HÖFLICHE Antwort durch den Support (erinnert sich noch jemand an die erbärmlichen, ruppigen oder gar nicht erst stattfindenden Antworten des Rooms auf Anfragen per eMail?):
„Danke für die Zusendung der angeforderten Dokumente.
Wir können hiermit bestätigen, dass Sie zum Relaunch am 6. November vollen Zugriff zu Ihrem Full Tilt Konto heben werden.
Wir wissen Ihr Verständnis und Ihre Kooperation in dieser Angelegenheit sehr zu schätzen.
Beste Grüße
Full Tilt Poker Support“
Übrigens: Obwohl die Autorin dieser Zeilen $ 4 (vier Dollar) auf ihrem Full Tilt Poker Account hatte, als der Room vom Netz ging, erhielt sie bis heute noch keine diesbezügliche Mail. Wie der Full Tilt Poker Support auf Anfrage mitteilte, wurden zunächst nur Spieler angeschrieben, die am 29. Juni 2011 mehr als $ 3.500 / € 3.000 auf ihrem FT-Account hatten.
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Titan.fr - c'est fini
Die steuerlichen Rahmenbedingungen in Frankreich sind vielen Onlinegaming-Anbietern zu problematisch. ARJEL (Autorité de Régulation des Jeux en Ligne), die dortige Spielaufsichtsbehörde, hat vier Lizenzen eingezogen, deren Inhaber künftig nicht mehr auf dem Onlinegaming-Markt des Landes vertreten sein wollen. Neben den beiden Sportwettenanbietern partybets.fr (bwin.party) und gamebookers.fr gingen auch PokerXtrem und TitanPoker.fr offline. Letzteres schloss sein Onlinepokerportal schon am 30. Juli. Seit 2010 sind Onlinepoker und Sportwetten in Frankreich staatlich geregelt zugelassen. Erteilte Lizenzen gelten für fünf Jahre. Mittlerweile haben jedoch Abgaben an die Staatskasse bis zu 40 Prozent, daraus resultierende geringere Gewinnweitergaben an die Spieler und entsprechend zurückgehende gespielte Hände (von über 25 Prozent weniger innerhalb eines einzigen Jahres ist die Rede) dazu geführt, dass immer mehr Firmen ihre Lizenzen vorzeitig zurückgeben.
Mit der Auszahlungsgarantie beginnen sich die Wogen zu glätten: Steven Segal, Rechtsberater der U.S. Full Tilt Poker Player Accountholder hat nach sorgfältiger Prüfung des Abkommens zwischen dem U.S. Department of Justice und PokerStars die Sammelklage gegen den seit Mitte letzten Jahres zahlungsunfähigen Room zurückgezogen. Man sei, so Segal, zu dem Schluss gekommen, dass den Interessen der Spieler am besten gedient sei, wenn die vereinbarte Abwicklung ohne zusätzliche juristische Stolpersteine von statten gehen könne.
Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den Relaunch von Full Tilt Poker auf vollen Touren. So sucht die Dubliner Dienstleistungsfirma Rational FT Services (Ireland) Ltd für Full Tilt Poker Mitarbeiter in Bereichen wie Support, Software-Entwicklung, Marketing, Überwachung des Spielablaufs und einigen mehr. Mittlerweile sind auch auf der deutschsprachigen Website fulltiltpoker.com/de Erklärungen und Antworten auf FAQs zum bevorstehenden Neustart des Rooms nachzulesen, der im November wieder online gehen soll.
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So langsam tut sich was ...
Die Vorbereitungen für den Relaunch von Full Tilt Poker nehmen deutlich an Fahrt auf. Spätestens ab dem 6. November soll der Room laut PokerStars wieder offen sein. Für eine Zahlung von 255 Millionen Dollar an die Regierung der USA erhält PokerStars sämtliche Aktivposten von Full Tilt.
Zur Zeit sind auf der fulltiltpoker.com PokerStars-Statements zum Relaunch und zur Rückerstattung der Player Funds zu lesen, außerdem gibt eine FAQ-Teil erste Auskünfte zu Details wie dem Transfer von Geldern zwischen den Rooms. Diesen Erklärungen ist auch zu entnehmen, dass die Spielergelder mit Neueröffnung von Full Tilt sofort und in voller Höhe ausgecasht werden können, und zwar auf die gleiche Weise, wie das vor Black Friday möglich war. Darüber hinaus steht PokerStars derzeit in Verhandlungen mit den Glücksspielbehörden von Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich und Italien, wo Full Tilt Poker nicht ohne Weiteres zugänglich sein wird, da diese Länder abgegrenzte eigene Onlinepoker-Märkte haben. Auch dort sollen die Funds innerhalb von spätestens 90 Tagen nach Abschluss des Deals mit dem DoJ wieder frei sein.
Das Angebot an Pokervarianten wird dem Anschein nach in seiner ganzen Breite erhalten bleiben. Nicht zugänglich ist im Moment die „Team Full Tilt“-Sektion. poker-king.com dazu: „Alle Spuren von Namen wie Lederer, Ferguson und Furst wurden komplett von der Seite getilgt. Außerdem wurde die gewaltig nervende Mitteilung ,The System is Currently Down‘ entfernt.“ Im Moment ist lediglich auf der „Our Team“-Seite zu lesen, dass „einige der weltbesten PokerPros Mitglieder des Teams Full Tilt” sind.
Für besondere Erleichterung dürfte der Full Tilt Deal bei den etwa 200 offiziell noch übrigen Angestellten des Rooms gesorgt haben. Bereits 450 beim Head Quarter in Dublin Beschäftigte waren bereits entlassen worden. Nun wird, so Head of Corporate Communications Eric Hollreiser, schon in Kürze wieder nach Arbeitskräften in Dublin gesucht, wo das Bureau of Operations auch weiterhin bleiben soll.
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Die WPT im Parx Casino
Diesmal wurde es leider noch nichts mit dem WPT-Triple für Marvin Rettenmaier. Der junge Deutsche hatte erst vor wenigen Tagen als erster Spieler überhaupt zwei aufeinanderfolgende Siege bei Main Events der World Poker Tour feiern können. Er war am Freitag, direkt nach dem Gewinn der Eröffnungsrunde von Season XI, den Merit Cyprus Classics, von der Mittelmeerinsel zu den Parx Open Poker Classics nach Philadelphia geflogen. Das Rebuy-Turnier (wer rausflog, konnte es bis zum Level Fünf noch einmal probieren), hatte ein Startfeld von 500 Teilnehmern. Marvin schied lange vor dem Geld noch am Tag 1B aus, befand sich aber an den Rails mit Olivier Busquet, Joseph Cheon, Andy Frankenberger, Kathy Liebert und Dan Shak in illustrer Gesellschaft. Am heutigen Tag 2 befinden sich noch 196 Spieler im Rennen, aktueller Chipleader ist Henry Lu. Drei – allerdings nicht aufeinanderfolgende – Titel bei der WPT haben bisher übrigens nur Carlos Mortensen und Gus Hansen geholt.
PokerStrategy reichte in der vergangenen Woche eine Klage auf 1,2 Millionen Dollar gegen Pocket Kings Ltd. ein. Wofür genau pokerstrategy.com Geld von den ehemaligen Eignern von Full Tilt Poker erwartet, wurde nicht klar, höchstwahrscheinlich geht es dabei um Anzeigeschaltung oder/und nicht erstattetet Affiliate-Honorare. Angeblich seien über die Site vor Black Friday monatlich 30.000 neue Spieler zu Full Tilt gekommen, danach sei sie immer noch die Hauptquelle des Pokerrooms für neue Nicht-US-Spieler gewesen, bis ihm die Aldernay Gambling Control Commission (AGCC) die Lizenz entzogen habe. Wie es auf egrmagazine.com (EGR) heißt, habe PokerStrategy laut eigenem Bekunden mit der Klageerhebung gewartet, bis der Verkauf an PokerStars in trockenen Tüchern gewesen sei, um den Deal nicht zu gefährden. Vermutlich, so EGR weiter, werden demnächst noch etliche ehemalige Full Tilt-Affiliates mit ähnlichen Ansprüchen rechtliche Schritte zur Erlangung ihrer Prämien einleiten.
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... aus Schaden klug geworden?
Knapp ein Jahr nach dem endgültigen Lizenzentzug für Full Tilt Poker hat die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) ein modifiziertes Regelwerk zur künftigen Vergabe von Lizenzen an Gaming-Firmen erarbeitet. Darin geht es vor allem darum, Operatoren mit Sitz auf Alderney künftig nur unter der Auflage eGaming-Angebote zu ermöglichen, dass die Spielergelder auf separaten Bankkonten deponiert und nicht etwa durch die Tagesgeschäfte der Unternehmens potentiell gefährdet in Umlauf gehalten werden.
Wir erinnern uns: Als das US Department of Justice letztes Jahr die .com-Domaines der drei größten Pokerrooms beschlagnahmte und die Spieleraccounts einfror, war einzig PokerStars in der Lage, den Run der um ihre Funds fürchtenden Spieler zu bewältigen und bis auf den letzten Penny alle zurückverlangten Gelder innerhalb weniger Tage auszuzahlen. Die Gambling Supervision Commission der Isle of Man, wo der Branchenriese ansässig ist, verlangt von ihren Lizenznehmern, die von den Spielern auf die Seiten eingezahlten Gelder stets in vollem Umfang verfügbar zu halten.
Nach Meinung vieler Branchenspezialisten hätte es zu Full Tilt Desaster gar nicht erst kommen können, wenn die AGCC bei der Lizenzvergabe ähnlich strenge Regelungen zugrundegelegt hätte. Diese Lektion hat man auf der Kanalinsel mittlerweile gelernt. Schließlich ist das Geschäft mit den Lizenzen die lokale Haupteinnahmequelle, Zweifel an der Seriosität der lizenzierten Firmen sind dem Ruf einer Gambling-Jurisdiktion nicht eben zuträglich. Es wurde eine Passage in die Statuten aufgenommen, wonach „ein eGaming-Lizenznehmer der Kategorie 1 oder ein Mitarbeiter eines eGaming-Lizenznehmers der Kategorie 1, der Gelder eines registrierten Kunden als Guthaben verwaltet … zu jeder Zeit diese Gelder auf einem Bankkonto verfügbar haben muss, das (a) ausschließlich dem Zweck der Erhaltung dieses Guthabens dient und auch ausschließlich für die Gelder existiert, die den registrierte Kunden dieses Lizenznehmers gehören, und (b) getrennt von allen anderen Bankkonten geführt wird, die nicht den Anforderungen nach Absatz (a) entsprechen“. Die AGCC behält es sich allerdings vor, in Ausnahmefällen auch dann eine Lizenz zu erteilen, wenn der Antragsteller zwar nicht selbst in der Lage ist, die Garantiesummen auf einem separaten Konto zu führen, jedoch die verbriefte Bürgschaft einer dritten Person über die gesamte benötigte Summe vorlegen kann.
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Christmas-Shopping mit Geld vom Full Tilt Account?
„Die Kunden von Full Tilt werden ihr Geld rechtzeitig für die Weihnachtseinkäufe wiedersehen.“ – Noch ist es nur eine kurze Mitteilung, aber sie hat nach Meinung vieler Branchenkenner den Charakter einer offiziellen Erklärung durch PokerStars: Wendeen H. Eolis ist Geschäftsführerin der Eolis International Group, die weltweit in Rechtsfragen, unter Anderem bei Regierungsangelegenheiten, berätt. In ihrer Kolumne auf der Titelseite von Pokerautorität pokerplayernewspaper.com hat sie nun geschrieben, das Hin und Her sei vorüber, die „Pannen bei den Verhandlungen zwischen PokerStars und dem US Department of Justice in Sachen Full Tilt Poker sind nun bereinigt“. Noch sei ihr nicht erlaubt, die Identität ihrer Quelle zu enthüllen, tatsächlich aber seien entsprechende Pressemitteilungen bereits in Arbeit. Einzig die Tatsache, dass die Zeitschriftenausgabe des Poker Player Newspaper gerade in Druck gehe, hindere sie daran, ins Detail zu gehen, die Leser seien aber „versichert, die Story ist ein Thriller und wird erzählt werden“.
Als haltlos erwiesen hatten sich Gerüchte, wonach der Deal beinahe daran gescheitert werde, PokerStars Gründungsschef Isai Scheinberg in den USA als flüchtiger Straftäter gelte, hätten sich nicht bewahrheitet. Erst vor wenigen Tagen wurde Brent Beckley, Mitgründer von Absolute Poker, zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden, nachdem er sich des Bankbetrugs für schuldig erklärt hatte. Anfang Juli hatte sich Full Tilt CEO Ray Bitar den US-Behörden gestellt. Bei seiner Verhaftung hatte er, so Forbes.com, erklärt, er sei „freiwillig aus Irland in die USA zurückgekommen“, um sich den Anklagen zu stellen. „Full Tilt Poker hätte niemals in die Lage geraten dürfen, die Player Funds nicht zurückerstatten zu können … In den letzten 15 Monaten habe ich hart an möglichen Lösungen dieses Problems gearbeitet. Meine heutige Rückkehr ist Teil dieses Prozesses. Ich glaube, wir sind am Ende eines langen Weges angekommen.“
Auch gambling911.com bestätigt, dass der Aufkauf von Full Tilt Poker durch PokerStars nun vom DoJ genehmigt wurde. Möglicherweise schon nächste Woche werde Staatsanwalt Preet Bharara eine offizielle Erklärung abgeben, in der bestätigt werde, dass für die US Regierung die Auszahlung aller Spielergelder höchste Priorität habe. Gambling911 beruft sich auf einen schon 2009 erstrittenen Gerichtsbeschluss, wonach dem Nachrichtenmagazin und seiner Mutterfirma Costigan Media von Regierungsseite Zugang zu allen Informationen gewährt werden muss, die Full Tilt betreffen.
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Bald für PokerStars am grünen Filz?
Das schlug wie eine Bombe ein: Erst waren es nur ein paar Gerüchte, wie zum Beispiel die Behauptung Fabrice Souliers, PokerStars habe Full Tilt Poker samt aller Schulden bei den Spielern aufgekauft. Dann erschien am frühen Abend dieses Statement der Groupe Bernard Tapie:
“Die Groupe Bernard Tapie gibt mit Bedauern bekannt, dass unsere Bemühungen, die endgültige Genehmigung des United States Department of Justice für die Vereinbarungen zur Übernahme von Full Tilt Poker zu erhalten, nun nach sieben Monaten intensiver Arbeit ohne Erfolg beendet werden.
Letztlich scheiterte der Deal an zwei wesentlichen Aspekten.
Die Verhandlungspartner konnten sich nicht auf einen Plan für die Auszahlung der ROW („Rest Of World“ = nicht US-amerikanischen) Spieler einigen.
Plan der GPT war es, alle ROW-Spieler Funds sofort wieder herzustellen, wobei die Gelder nach und nach ausgezahlt werden hätten können, und zwar basierend auf der Saldenhöhe und der Aktivität des jeweiligen Spielers im wiederbelebten Room. Von einem bestimmten Zeitpunkt an hätten alle Spieler – unabhängig davon, ob sie auf der Website spielten – die Möglichkeit zur vollständigen Auszahlung ihrer Guthaben gehabt. 94,9% der ROW-Spieler hätten ihr Geld in vollem Umfang bereits am ersten Tag zurückerhalten. Das DOJ allerdings bestand auf vollständiger Rückzahlung mit Widerrufsrecht innerhalb von 90 Tagen für alle Spieler. Das kam sehr überraschend, denn diese Forderung wurde „in der 11. Stunde“ gemacht, nach Monaten der Verhandlungen in gutem Glauben von Seiten der GBT.
Als ebenfalls unlösbar stellten sich die rechtlichen Komplikationen rund um den Deal heraus, speziell was Fragen rund um die Rechtmäßigkeit unter Nicht-US-Gesetzgebungen anging.
Alle wichtigen Vermögenswerte der FTP-Unternehmen sind außerhalb der Vereinigten Staaten angesiedelt. Ein Nicht-US-Gericht könnte auch deren vermeintliche Aberkennung als “betrügerische Transaktion” betrachten und für ungültig erklären oder den Erwerber des Vermögens für all die Verpflichtungen Gläubigern gegenüber verantwortlich machen.
Angesichts des Kaufpreises von $ 80.000.000 und der erheblichen Menge an Bargeld, deren es für den FTP-Relaunch bedarf, erwiesen sich diese Probleme letztlich sich unüberwindlich.
GBT ist sich bewusst, dass sie in vielerlei Hinsicht Hoffnungen geweckt hat – unter den FTP-Mitarbeitern, dass sie ihren Arbeitsplatz behalten, unter FTP-Spielern, dass sie ihre Funds wiedererhalten, und in den gesamten Poker-Community, dass es zu einem Relaunch der weltweit besten Poker-Plattform kommt und so der Weltmarkt, der heute vollständig von einem einzigen Betreiber beherrscht wird, um ein dringend benötigtes hinzugefügt Wettbewerbselement bereichert wird.
GBT kann das Ende dieser Hoffnungen nicht akzeptieren.
Aus diesem Grund werden wir einen eigenen Aktionsplan ins Spiel bringen, es sei denn, in den kommenden Tagen wird eine konkrete und rechtlich tragfähige Lösung gefunden, um die Arbeitsplätze zu erhalten und die Spieler von FTP auszuzahlen.
Presseberichten haben wir entnommen, dass das DOJ möglicherweise eine Vereinbarung mit PokerStars eingegangen ist, der zufolge PokerStars die FTP-Vermögenswerte erwerben wird. Wenn das stimmt, können wir nur folgern, dass PokerStars sich dazu entschlossen hat, die genannten rechtlichen und finanziellen Risiken zu akzeptieren, um die eigenen rechtliche Situation mit dem DOJ ins Lot zu bringen. Wenn der Erwerb von FTP durch PokerStars bedeutet, dass alle FTP-Spieler in vollem Umfang ausgezahlt werden, sind wir vorbehaltlos sehr glücklich für die Spieler, denn ihre endgültige und vollständige Auszahlung war von Anfang an unsere Priorität.
Wir bedauern nur, dass ein solcher Deal eine weitere Zementierung der bereits vorhandenen Dominanz eines einzelnen Rooms auf dem Poker-Markts bedeuten würde – ein Ergebnis, das kartellrechtliche Bedenken aufwerfen könnten, und auf lange Sicht wahrscheinlich nicht gut für die Spieler und für die gesamte Online-Poker-Industrie ist.”
(aus dem Englischen von Klara Kent, im Original auf gaming-awards.com)
PokerStars hat für heute Abend ein offizielles eigenes Statement angekündigt.
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Totgeglaubte leben länger: Eigentlich hätte der Relaunch von Full Tilt Poker unter der neuen Regie der Groupe Bernard Tapie (GPT) ja schon viel früher von statten gehen sollen, wie es damals hieß. Nun aber häufen sich, obwohl (oder vielleicht gerade weil?) es derzeit keine Statements aus ominösen, angeblich gut unterrichteten aber anonym bleiben wollenden Quellen gibt, die Anzeichen dafür, dass der vor bald einem Jahr vom Netz genommene Room tatsächlich demnächst wieder unter uns weilt.
Bereits im März hatte eine Firma, hinter der Branchenkenner niemand Anderen als die Full Tilt-Rekrutierungsagentur Pocket Kings vermuten, damit begonnen via Online-Jobbörsen Customer Service Repräsentanten für einen Onlinepokerroom zu suchen. Laut PokerNewsReport.com war die Full Tilt Poker Software am Dienstag sogar für einige Stunden online, und zwar laut Anzeige mit 411 Spielern, allerdings ohne dass es möglich gewesen wäre, sich auf seinem Account einzuloggen. Dieses erste deutliche Lebenszeichen wird allgemein als ein von der GPT durchgeführter Testlauf gewertet.
Last but not least berichtete PokerFuse.com, ebenfalls am Dienstag, dass in Irland eine neue Firma unter dem Namen „New Full Tilt Limited” (NFT) registriert wurde – und zwar von Laurent Tapie und Prosper Jerémy Masquelier, die beide dem Vorstand der von der Groupe Bernard Tapie konzipierten International Stadiums Poker Tour (ISPT) angehören. NFT verfügt über ein Grundkapital von einer Million Dollar. Laut Firmenregister handelt es sich um ein Consulting- und Dienstleistungsunternehmen in Sachen Software. Hinter ISPT steckt die Idee für eine Serie von riesigen Onlineturnieren, deren bis zu 30.000 Teilnehmer in großen Sportarenen mit Tablets ausgerüstet auf einen Real Life Final Table zu spielen. Wie es heißt, sollen am 1. Mai entsprechende Details für die Premiere im Londoner Wembley Stadium enthüllt werden.
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Das Hin und Her um die Wiederauferstehung einst zweitgrößten Online-Pokerrooms geht weiter. Ende letzter Woche noch hatte Laurent Tapie, CEO der Groupe Bernard Tapie versichert, es gäbe zur Zeit nichts, was den Deal der Investorengruppemit Full Tilt Poker in Gefahr bringen könnte. Nun mehren sich die Anzeichen dafür, dass die rund $16,5 Millionen, die verschiedene ehemalige Pros dem Room nach Auskunft des GPT-Anwalts Behn Dayanim schulden, doch für einen weiteren Aufschub des Relaunchs Anfang März sorgen könnten.
Neben den insgesamt ca. $ 12 Millionen, die Phil Ivey, Erick Lindgren und zwei weitere Team Full Tilt Pros zurückerstatten sollen, erwarte man auch $700.000 von Mike Matusow („The Mouth“ hatte dies allerdings via Twitter energisch bestritten).Mittlerweile, so Dayanim auf PocketFives.com, sie es „sehr schwierig, einen Starttermin einigermaßen sicher anzukündigen. Die Schulden der Spieler bei Full Tilt Poker spielen dabei eine große Rolle“, bei dessen Beseitigung man bis dato nur „begrenzten Erfolg“ habe.
Laut PokerPlayerNewspaper.com haben sich mit John Juanda und Tom „durrr“ Dwan nun immerhin zwei der prominenten Schuldner mit der Groupe Bernard Tapie in Verbindung gesetzt, um zumindest die sie betreffenden finanziellen Aspekte zu klären. Positiv ist sicher auch die Aussage von Barry Greenstein zu bewerten, der die Absicht äußerte, seine Schulden bei Full Tilt in Höhe von $400.000 direkt mit dem US Department of Justice zu klären, sobald der Deal zwischen FTP und GPT in trockenen Tüchern und in Kraft getreten sei.
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Kurz nachdem sich im April letzten Jahres mit Black Friday der Onlinepokerhimmel für US-Bürger verdunkelte, ging mit Subject:Poker – Poker News Done Right (S:P) ein Magazin an den Start, das schnell zu einer vielzitierten Kapazität in Sachen gut recherchierter Berichterstattung und Kommentare aufstieg, speziell über den Verlauf der Full Tilt Affäre und die Kriminalisierung der Onlinepokerrooms in den USA. Am Freitag nun schrieb Chefradakteur Noah Stephens-Davidowitz ein letztes Editorial: Es wird keine weiteren Artikel auf Subject:Poker mehr geben. Er und Co-Gründer Thomas sehen sich aus ethischen Gründen veranlasst, ihre Arbeit an dem Magazin aufzugeben, da sie sonst das Grundprinzip der unabhängigen Berichterstattung auf dieser Seite verletzen würden – sie haben soeben gemeinsam eine Consulting-Firma für Onlinepoker-Sicherheit gegründet.
Das letzte Thema von S:P vor dem Aus war eine Bericht über die weitgehende Entkräftung einer Sammelklage gegen Full Tilt Poker. 13 namentlich genannte Angeklagte, Ray Bitar, Nelson Burtnick, Howard Lederer, Phil Ivey, Chris Ferguson, John Juanda, Jennifer Harman-Traniello, Phil Gordon (schon früh offiziell entlastet), Erick Lindgren, Erik Seidel, Andy Bloch, Mike Matusow, Gus Hansen, Allen Cunningham und Patrik Antonius und neun Full Tilt-assoziierte Firmen sowie 100 „John Does“ („Platzhalter“ für künftig zu ergänzende Namen von Individuen und Firmen) sollten sich laut Klageschrift durch die Anwälte Wolf Haldenstein Adler Freeman & Herz LLC der Korruption und Bestechung schuldig gemacht haben – was zur Beschlagnahmung der Website und zum Einfrieren der Spielergelder durch das Department of Justice (DoJ) geführt habe. Richter Leonard Sand vom Southern District of New York entlastete letzte Woche die meisten Genannten: Abgesehen von den Vorwürfen gegen Ray Bitar, Nelson Burtnick und die Firmen Pocket Kings, Vantage und Filco liefere die Sammelklage nicht genügend Material, um jedem Einzelnen wissentliche (Mit-)Täterschaft zu unterstellen. Allerdings bleibe es den Anwälten, die Klage „im Namen aller US-Spieler, die am 15. April 2011 Geld auf Full Tilt Poker liegen hatten“ zu modifizieren und neu einzureichen. Tatsächlich war sie vor sieben Monaten eingereicht worden, lange bevor das DoJ im September selbst Zivilklage erhob.
S:P ist also Geschichte, aber sein Geist lebt weiter: Diamond Flush, einer der Autoren von S:P, hat sich „bereiterklärt, eine Seite zu lancieren, die die News fortführt“. Auch er, so sein „Mission Statement“, habe sich der unabhängigen Berichterstattung in Sachen Poker verschrieben. Und Subject:Poker bleibt – wenn auch ohne Aktualisierung – immerhin als Archiv online.
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