Ganz klar, aus deutscher Sicht gibt’s da nur einen: Pius Heinz, der „uns“ die WSOP gewann. Auf den POY(Player of the Year)-Rankings stehen nach Abschluss der Turniersaison 2011 aber auch diverse Andere ganz weit oben. Und je nachdem welche Kriterien für das Standing zählen, sind es nicht immer dieselben,. Hier ein Vergleich der Ranglisten von BLUFF Magazine, Card Player und Global Poker Index (GPI) nebst den Methoden, nach denen die Jahresbesten jeweils ermittelt werden.
Für die POY-Wertung des BLUFF Magazine zählen einzig die zehn besten Turnierergebnisse (im Verhältnis zu Buy-in und Teilnehmerzahl) eines Spielers, gleichgültig, wie viele Turniere er insgesamt spielte.
1 ) Eugene Katchalov
2 ) Bertrand Grospellier
3 ) Ben Lamb
4 ) Matthew Waxman
5 ) Stephen O’Dwyer
6 ) Sam Trickett
7 ) Marvin Rettenmaier
8 ) Chris Moorman
9 ) Elio Fox
10) Pius Heinz
Anders die Wertung des CardPlayer Magazine: Hier zählt jeder Final Table, den ein Spieler im Laufe eines Jahres erreicht, plus jeder Platz an einem der Final Three Tables bei Turnieren, die ein Buy-in von mindestens $ 10.000 haben. Die oberen Ränge hier:
1 ) Ben Lamb
2 ) Chris Moorman
3 ) Oleksii Kovalchuk
4 ) Marvin Rettenmaier
5 ) Sam Stein
6 ) Jason Mercier
7 ) Elio Fox
8 ) Galen Hall
9 ) Eugene Katchalov
10) Steve O’Dwyer
11) Sam Trickett
12) Matthew Waxman
13) Erik Seidel
14) Pius Heinz
Beim Global Poker Index schließlich fließen auch die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren mit ein, allerdings mit weniger Gewichtung als die im aktuellen Jahr. Deshalb spiegelt sich hier langfristige Erfolge besser wieder – zum Beispiel die von Erik Seidel, Shawn Buchanan oder Sorel Mizzi, die in den Top Ten von BLUFF und CardPlayer nicht vertreten sind.
1 ) Jason Mercier
2 ) Bertrand Grospellier
3 ) Erik Seidel
4 ) Eugene Katchalov
5 ) Sam Trickett
6 ) Shawn Buchanan
7 ) Sam Stein
8 ) Sorel Mizzi
9 ) Chris Moorman
10) Matt Marafioti
Pius Heinz hat bisher zu wenige Turniere gespielt, um es unter die besten 300 des GPI zu schaffen, wenn er aber weiterhin erfolgreich bleibt, werden wir ihn Ende 2012 ganz oben finden.
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So oder ähnlich verblüfft titeln von der Las Vegas Review bis zum Wall Street Journal, von der Poker School cardplayer.com bis zur Newsseite von calvinayre.com alle Onlinegaming-/Onlinepoker-Magazine dieser Tage. Praktisch zeitgleich mit der einstimmigen Entscheidung des State Gaming Control Boards von Nevada am Donnerstag, den Casinobetreibern des US-Bundesstaates den Betrieb von Internetpokersites zu erlauben, fand die Entdeckung des US Department of Justice den Weg in die Öffentlichkeit, dass „ausschließlich Gambling-Aktivitäten, die mit Sport in Verbindung stehen“ in den USA verboten sind. Heißt im Klartext: Das diesbezügliche Gesetz – der Wire Act – wurde ausdrücklich zu dem Zweck formuliert, private Buchmacher für Pferdewetten, Football-Spiele etc. dingfest machen zu können.
Während die einschlägigen Medien und die Casinobranche die Entscheidung der Glücksspielkontrollbehörde von Nevada zwar begrüßten, aber allgemein keinen Grund zur Euphorie sahen, weil Onlinepoker nach den Gesetzen der USA immer noch als illegal gelte, wurde ein 13seitiges Gutachten des Department of Justice zum Thema Intrastate-Glücksspiel vom September publik gemacht. Die stellvertretende Generaltaatsanwältin Virginia Seitz hatte darin ausdrücklich erklärt: „Weil die Lotterievorhaben in New York und in Illinois keine Wetten auf Sportereignisse oder –wettkämpfe einbeziehen, verbietet der Wire Act sie unserer Meinung nicht.“ Das Gesetz verbiete ausschließlich Sportwetten– was wiederum bedeute, dass anderes Gambling nicht vom die im Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) von 2006 berührt ist.
Fazit nach Meinung einer Reihe von Rechtsexperten wie Professor I. Nelson Rose: Finanzielle Transaktionen zwischen Onlinepoker-Anbietern und –Spielern sind in den USA eigentlich erlaubt. Kolumnist Steven Stradbroke von calvinayre.com fragte sich denn auch prompt, ob das DoJ jetzt doch wieder umschwenken und Poker flugs zum Geschicklichkeitsspiel erklären würde, um es wenigstens dem Verdikt von Sportwetten unterwerfen zu können? Ansonsten könnten ja die UIGEA-Betroffenen der ersten Stunde sich zu Wort melden – wie zum Beispiel Anurad Dikshit von PartyGaming, der sich im Jahr 2008 für schuldig des Verstoßes gegen den Wire Act erklärte. Ob damit zu rechnen ist, dass er das DoJ auf Erstattung der $ 300 Millionen verklagt, deren Zahlung ihm damals das Gefängnis und weitere Strafverfolgung ersparte?
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Gefragt nach DEM Ereignis der Pokerwelt im Jahr 2011, fällt Vielen als erstes „Black Friday“ ein, der Tag im April, an dem das US Department of Justice die .com-Adressen der großen Pokerrooms PokerStars, Full Tilt und Absolute/Ultimate Bet konfiszierte, weitere Sites folgen ließ und in beispielloser Rigorosität den amerikanischen Onlinepokermarkt lahmlegte, wobei im Kielwasser der Maßnahmen auch noch FTP endgültig versenkt wurde. Die Redakteure des Bluff Poker Magazine sind sich natürlich bewusst, dass dieser schwarze Tag der Pokerhistorie so ziemlich alle anderen Ereignisse der Szene in den Schatten stellt. Trotzdem fanden auch dieses Jahr wieder viele große positive Poker-Momente statt „on the felt“, online und live. Um sie geht es bei den 2011 BLUFF Reader’s Choice Awards.
Noch bis zur 9. Januar läuft die Leser-Abstimmung 2011 BLUFF Reader’s Choice Awards. Gewählt werden kann in 13 Kategorien wie Favorite Female TV Personality, Favorite Male TV Personality, Favorite Web-based Poker Show (als allgemein anerkannter Geheimtipp gelten „The Micros“, siehe unten), Favorite Poker Blog, Favorite Poker Tweeter (man denke da nur an die giftigen Tweets von Daniel Negreanu, oder an Doyle Brunsons Gegrantel zur WSOP), Breakout Performer of the Year (ähem, Pius Heinz, und war da sonst noch wer?), Favorite Female Player, Favorite Male Player (Pius Heinz , oder?) und Top “On the Felt” Moment of the Year (fällt mir eigentlich nur Pius Heinz ein …).

Übrigens: Gerade noch rechtzeitig zur Abstimmung und pünktlich zum Fest ist gestern die neue “The Micros Mega-Trilogy“ auf YouTube herausgekommen. Gewohnt witzig, und natürlich nicht ganz unbeleckt von den Ereignissen des verflixten Black Friday … aber seht selbst! Die Redaktion wünscht viel Vergnügen mit TheMicrosPoker.
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Doyle „The Godfather of Poker“ Brunson wurde in der vergangenen Woche mit einer lebenslangen Mitgliedschaft in der Epic Poker League geehrt – will heißen, er muss sich künftig nicht mehr wie die anderen Teilnehmer jedes Jahr durch besondere Pokererfolge qualifizieren, um in den hoch dotierten Main Events der League spielen zu können. Brunson, außer dem bisher keinem anderen PokerPro diese Ehre zuteil wurde, hat mehr als $ 6 Millionen Preisgelder in Live Turnieren gewonnen, außerdem zehn World Series of Poker Bracelets und einen World Poker Tour Titel. Außerdem gilt er als einer der weltbesten Highstakes-Cashgamespieler und ist Herausgeber und Co-Autor des Klassikers „Super System“, in dem neben Texas Hold’em-Kapitel auch etliche andere Pokervarianten ausführlich erläutert werden. Der Associated Press erklärte der 78jährige Brunson, er freue sich zwar sehr über die Ehrung, allmählich sei das Grinden in den großen Turnieren für ihn aber zu anstrendend geworden: „Ich habe nicht vor, während meines restlichen Lebens noch viele Turniere zu spielen. Ich spiele viel lieber Cashgames.“
Der Januar naht, und mit ihm die Aussie Millions. Auch 2012 soll es Down Under wieder ein Super High Roller Event geben, wie pokernews.com unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle berichtet. Angeblich haben sich für das Turnier mit einem Buy in von schlappen $ 250.000 Patrik Antonius, Sam Trickett, James Bord, Tony Bloom und Titelverteidiger Erik bereits angekündigt, außerdem denken Dan “Jungleman” Cates, Tom “durrrr” Dwan and Dan Shak über eine Teilnahme nach. Ob auch weitere Stars der Pokerszene wie Phil Ivey, John Juanda, David Benyamine, Eugene Katchalov, Annette Obrestad und Roland de Wolfe ein zweites Mal dabei sein werden, ist noch nicht bekannt.
PokerStars erweitert den Plan für die European Poker Tour. Gut zwei Wochen nach dem Caribbean Adventure geht es am 31. Januar in Deauville/Frankreich mit dem nächsten EPT-Turnier weiter. Es folgen Events in Dänemark, Spanien, Italien und Deutschland.
Die EPT im ersten Halbjahr 2012:
PokerStars Caribbean Adventure: 5 – 15 Januar
EPT Deauville Jan. 31. Januar – 6, Februar
EPT Kopenhagen: 20. – 25 Februar
EPT Madrid: 12. – 17. März
EPT Campione (Luganer See): 26. – 31. März
EPT Berlin 16. – 21. April
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Die Nevada Gaming Commission, die Kontrollbehörde des US Bundesstaates für Glücksspiel-angelegenheiten, wird heute über eine Reihe von Vorgaben zur Regulierung von Onlinepoker abstimmen. Damit bestehen laut Mark Liparelli, dem Vorsitzenden des Gaming Control Boards, gute Aussichten, dass Onlinepoker in Nevada schon im kommenden Jahr legalisiert wird. „Es überrascht niemanden, dass Nevada auf dem Weg zu Ära des Internetgamblings in den USA die Vorreiterrolle übernimmt, denn es ist vielen Jahren Pionier für Innovationen im Gamingsektor. Wenn Nevada erstmal Onlinepoker gesetzlich geregelt hat, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Dutzende anderer US-Bundesstaaten folgen werden“, so Steve Schwartz, Experte für Gamingfragen auf casinogamblingweb.com.
Auch die Onlineausgabe des Wall Street Journal widmet der heutigen Abstimmung einen ausführilichen Artikel. So heißt es dort: „Die neuen Regelungen sind darauf ausgerichtet, dass der Staat sich in der Lage befinden soll, schnell im zum Mittelpunkt eines neuen lukrativen Sektors der Gamingindustrie zu werden, sobald der Kongress auch nur ein … Gesetz … durchwinkt, das das Verbot von Internetgaming aufhebt und den Staat de facto zu einem Lizenzgeber für die ganze Nation macht.“ Nevada käme dann in den USA die gleiche Rolle zu, wie sie Schleswig-Holstein aller Voraussicht nach ab März in Deutrschland übernehmen wird.
Nicht ganz glücklich mit dieser vorerst einzelstaatlichen Lösung sind die großen Casinoketten wie Caesar’s Entertainment oder MGM Resorts, die eine Regulierung auf US-Bundesebene favorisieren. Andererseits, so Michaela Gaughan, Besitzer des South Point Hotel Casino and Spa in Las Vegas, „will ich auch nicht am Bahnhof („at the station“, Anm. d. A.) zurückbleiben, wenn … (die Nevada-Regelung) jetzt kommt“. Mr. Gaughan strickt wie viele andere Gaming Companies bereits an einer eigenen Onlinepoker Website.
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Pokerbrat Phil Hellmuth Jr. wurde gestern mit dem 2011 Wicked Chops Poker Award: Player of the Year ausgezeichnet. Das Wicked Chops (Untertitel: Daily Dose of All Things Poker + Girls) honorierte damit insbesondere, dass er seit seinem Weggang von Ultimate Bet fleißig Öffentlichkeitsarbeit für Poker betreibt und sich darüber hinaus nach den Ereignissen des Black Friday intensiv um die Verbesserung seines eigenen Spiel arbeitete. Seine drei zweiten Plätze, darunter der in der $50.000 Players‘ Championship, hatten ihm bereits den zweiten Platz (hinter Ben Lamb) beim WSOP Player of the Year Contest eingebracht. Und – was nach Meinung von Wicked Chops ebenfalls eine besondere Ehrung verdient: „Die Poker Fans haben tatsächlich angefangen ihn anzufeuern.“
Jonathan Duhamel, WSOP Main Event Gewinner von 2010, musste kurz im Krankenhaus behandelt werden, nachdem er bei einem Überfall auf sein Haus in Longueuil bei Montreal/Canada verletzt worden war. Die Polizei hält sich bedeckt zu dem Vorfall und erklärte bis dato nur, zwei Männer hatten gestern morgen an der Haustür geklingelt und sich dann äußerst grob Eintritt verschafft. Als sie gegangen waren, wählte Duhamel den Notruf. Inzwischen, so seine Mutter, geht es ihm wieder gut.
Marcel Luske: More Than Just A Game. Nicht gerade brandneu, aber angesichts der vorweihnachtlichen Verlegenheit Vieler um ein passendes Geschenk für Pokerfans (und solche, die es warden sollen) vielleicht die rettende Idee. Dass der “Flying Dutchman” am Pokertisch gerne mal ein Ständchen zum Besten gibt, durften ja viele schon miterleben. Hier sein bekanntester Song – mit Cowboys, einem Saloon, Bardamen … und viel Drive:
Marcel Luskes Poker Song auf YouTube
Hach, man muss ihn einfach lieben. Das Album (komischerweise ohne den Poker, Poker, Poker) gibt’s zum Download auf Marcel Luskes Homepage.
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Wenn das kein Lauf ist: Pius Heinz hat die letzte TV Total Pokernacht des Jahres gewonnen, und das nur wenige Wochen nach seinem auch nicht gerade kleinen Erfolg im Main Event der WSOP (1. Platz, $8.823.704). Stefan Raab hatte zeitweise sein Sakko über ein Pius-Heinz-Kapuzenshirt gezerrt (darunter noch ein Hemd mit Fliege, und überhaupt trugen alle Teilnehmer Sakkos – wie halten die Jungs das aus, in der Hitze des Studios, die durch die Scheinwerfer ja noch potenziert wird? Vielleicht werden ja die Synapsen ein wenig angeschmolzen, was das weitgehend unterirdisch schlechte Pokerspiel in dieser Sendung) wenigstens zum Teil erklären würde.
Die Platzierungen:
Pius Heinz: €50.000
Elton: €20.000
Stefan Raab: €15.000
Jürgen von der Lippe: €10.000
H.P. Baxxter: €5.000
Online-Qualifikant Hauke: NIX (auch hart, oder? Das Gedrängel in den Freerolls erfolgreich absolviert, und dann für umme als erster weg vom Tisch L )
Ach ja, und an seltsamen Prop Bets war 2011 auch nicht gerade arm. Im Februar rannte der 22jährige Cashgame-Spezialist 70 Meilen (113 Kilometer) in 24 Stunden und gewann damit $300.000. Er legte die Distanz auf einem Laufband zurück – fragt sich natürlich, ob er das auch outdoor geschafft hätte, denn im Fitnessstudio lernt man ja, dass draußen Laufen sehr viel anstrengender ist (zugegeben: das diktierte jetzt der reine Neid der Fitness-Ente). Die jüngste schräge und gleichzeitig europäisch-preisgünstigere Prop Bet war die von Peter Eastgate, dem WSOP Main Event Gewinner von 2008: Nach einer offensichtlich feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier sprang Eastgate ins eisige Wasser des Kopenhagener Hafens, kletterte wieder raus und rannte, was ebenfalls zur Wette gehörte, in nassen Kleidern vier Kilometer bis zu sich nach Hause in Nørrebro. Dafür gab’s $6.000.
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Das erste Schuldbekenntnis in Zusammenhang mit Black Friday ist auf dem Tisch. Absolute Poker-Mitbegründer Brent Beckley erklärte sich gestern vor dem Bezirksgericht in Manhattan des Bankbetrugs schuldig: Mit dem Akzeptieren von Kreditkarten habe der Pokerrom gegen den seit 2006 geltenden Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) verstoßen, der das Abwickeln von Finanzdienstleitungen zwischen Anbietern von Internetgambling und den Spielern in den USA untersagt. Beckley kann wegen dieses Schuldbekenntnisses vermutlich einer langjährigen Haftstraße entgehen. Außer ihm hat das US Department of Justice noch zehn weitere Führungspersönlichkeit der Onlinepokerszene, darunter Howard Lederer, Chris Ferguson, Ray Bitar (Full Tilt) sowie Isai Scheinberg und Paul Tate (PokerStars), der Geldwäsche und des Bankbetrugs angeklagt.
Was dem einen sein Bug, ist dem anderen sein Service: Wie jeder Pokerspieler weiß, müssen alle Hände, die zum Showdown kamen, auf Verlangen gezeigt werden. Live führt das mitunter zu ärgerlichen Reaktion, wenn ein Spieler zu häufig das Aufdecken gefoldeter Hände einfordert. Online dagegen kann man sich ohne Aushebens die Hand Histories anschauen und sieht die Gewinner- und die Verlierer-Hände. Das gilt allerdings nicht für bereits vor dem Showdown gemuckte Karten. Vor wenigen Tagen allerdings stellten die Benutzer der Browser-Applikation von Minted Poker (Everleaf) fest, dass die Hand Histories ALLE Hole Cards anzeigten, egal, ob sie schon in der ersten Runde gefoldet wurden oder es zum Showdown brachten. Die Verantwortlichen nahmen den Replayer kurzerhand vom Netz und brachten ihn einen Tag später repariert wieder online.
Bodog dagegen, im erklärten Bemühen, den Recreational Player (= Hobbyspieler) vor allgegenwärtigen Sharks und gegen Betrug zu schützen, kündigte jetzt an, in den ersten Monaten des kommenden Jahres auf Wunsch Hand Histories verfügbar zu machen, die tatsächlich ALLE Hole Cards zeigen. Patrik Selin, CEO von Bodog UK, erklärte in einem Interview auf CalvinAyre.com, dieses Angebot sei die logische Konsequenz der bisherigen Spielerschutz-Maßnahmen des Rooms. Seit Kurzem gibt es auf Bodog keine Möglichkeit mehr, einzelne Spieler zu identifizieren (also auch keine Notes), außerdem sind Tracking-Softwares und HUDs verboten. „Wir müssen uns jetzt nur noch mit einem einzigen Kritikpunkt beschäftigen, und das ist die Frage, ob das Fehlen von Spielernamen mehr Möglichkeiten zur Kollusion bietet.“, so Sellin.
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Der Übernahmedeal zwischen Full Tilt Poker und der französischen Groupe Bernard Tapie ist wieder einen Schritt weitergekommen: Die Anteilseigner des Pokerroom stimmten der Übertragung von $ 80.000.000 auf die Groupe Tapie zu. Diese wird das Geld allerdings dem US Department of Justice übereignen, das im Gegenzug, so onlinepoker.net, die Klagen gegen den Firmenkomplex, aus dem sich Full Tilt Poker zusammensetzt, fallen lassen wird. Nicht entlastet und damut weiterhin unter Anklage sind allerdings die Haupteigner Howard Lederer, Chris Ferguson, Rafe Furst and Ray Bitar. Mit der Abwendung weiterer Strafverfolgung von FTP ist die Groupe Bernard Tapie ihrem Tiel nähergekommen, bereits Anfang nächstes Jahr mit der beliebten Full Tilt Software wieder online zu gehen. Die französische Firma bemüht sich neben anderen großen Pokeranbietern wie PokerStars, bwin.party und 888.com um eine Lizenz auf dem neu eröffnet spanischen Onlinegaming-Markt. Bevor FTP ein Angebot auf der iberischen Halbinsel starten kann, müssen allerdings erst die den dortigen Spielern geschuldeten Gelder zurückerstattet werden.
Joe Hachem verlässt PokerStars: Nach Greg Raymer im Januar ist dieser Tage ein weiterer WSOP-Main Event Gewinner aus dem Team des Onlinepokerriesen ausgeschieden. Der Australier, Champion von 2004, sagte in einer Presseerklärung, er sei stolz auf seine Verbindung „mit den Leuten zu und der Firma“. Es sei nun aber an der Zeit für ihn, sich um andere berufliche Möglichkeiten zu kümmern, und er freue sich darauf, mehr Zeit für seine Familie zu haben.
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Ibrahim El-M., Drahtzieher und einer der Angeklagten im Prozess wegen des Überfalls bei der EPT 2010, wurde jetzt zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren und vier Monaten verurteilt. Das Landgericht sprach ihn des schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig und folgte mit dem Strafmaß der Forderung des Staatsanwalts Sjors Kamstra. Der 30jährige El-M., genannt „Ibo“ hatte die den Raubüberfall auf das Berliner Luxushotel Hyatt organisiert und das Fluchtauto gesteuert. Von den erbeuteten € 242.000 wurden bisher erst 22.000 zurückerstattet, der Großteil des Geldes ist nach wie vor unauffindbar.
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Jetzt ist er also auf dem Weg, der „neue“ Glücksspielstaatsvertrag, am 15. Dezember unterzeichnet von allen 15 Bundesländern außer von Schleswig-Holstein. Die aktuelle Version liegt seit Anfang Dezember der EU-Kommission zur europarechtlichen Prüfung vor. De facto bedeutet das, dass Deutschland aller Voraussicht nach für mindestens einen Monat ohne aktuelle Glücksspielgesetzgebung dasteht, da der alte Staatsvertrag zum 31. Dezember 2011 ausläuft. Mit einer abschließenden Entscheidung aus Brüssel wird nicht vor Februar 2012 gerechnet. In der Übergangszeit gelten die Bestimmungen des alten Vertrags weiter. Und ob Brüssel den neuen Entwurf tatsächlich billigt, darf bezweifelt werden.
Onlinegaming, und damit auch Onlinepoker, sollen nach dem Willen der 15 Länder nach wie vor in der Bundesrepublik nicht erlaubt sein – außer im nördlichsten Bundesland wie sattsam bekannt. Die unheitliche Gesetzeslage ist nach Meinung vieler Rechtsexperten in europarechtlicher Hinsicht weder konsistent noch stimmig und öffnet damit Tür und Tor für „Klagen von privaten und staatlichen Anbietern“, so Günter Boyks, Direktor des Wettanbieters Digibet laut horizont.net. Boyks weiter: „Die Limitierung in den 15 Bundesländern auf willkürliche 20 Konzessionen, die hohen Steuerabgaben von fünf Prozent auf den Einsatz und des festgesetzten Höchstbetrages von 1000 Euro pro Spieler und Monat sind vor allem für Onlineangebote schon fragwürdig genug.“
Einen Tag nach der Unterzeichnung des Vertragsentwurfs durch die restlichen Länder bekräftigte Hans-Jörn Arp, Fraktionsvize der CDU im Kieler Landtag, noch einmal, wie positiv die Auswirkungen der Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Schleswig-Holstein sein werden.
Hier die Pressemeldung in Auszügen: „Durch unser Glückspielgesetz haben wir Leitplanken für den Glückspielmarkt gesetzt, die neben den normalen Wettanbietern auch das Online-Spiel umfassen. Unter anderem werden 540000 deutsche Online-Pokerspieler mit einem Jahresumsatz von 264 Millionen Euro so erfasst und aus dem Graumarkt geholt. Durch unser Lizenzierungsverfahren müssen sich die Sportwettenanbieter auch im Online-Geschäft unserer neuen Landesregelung, und damit dem Geldwäschegesetz unterwerfen.
Steuerhinterziehung wird so schwieriger. Die Grundlagen sind gelegt, dass die Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe (GFG) von Bundeskriminalamt (BKA) und Zollkriminalamt (ZKA), die national mit den Polizeidienststellen der Länder und den örtlich zuständigen Behörden des Zollfahndungsdienstes und den Hauptzollämtern sowie den jeweils zuständigen ermittlungsführenden Staatsanwaltschaften zusammen ihrer Arbeit noch effizienter nachkommen können werden.“ Dies gelte „auch für die Zusammenarbeit unserer Behörden mit Interpol und Europol! Jetzt bekommen Sie es auch noch von der Polizei und den Justizbehörden zu hören. Durch unser Glückspielgesetz wird Geldwäsche erschwert werden, weil es jetzt eine wirksame Rechtsgrundlage gibt.“
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