Gus Hansen entfacht Stürme auf Twitter und andernorts

“Unterschätzt niemals Blödmänner in großen Gruppen” lautete die Aufforderung, die Gus Hansen vor ein paar Tagen twitterte. Philosophisch-kluges zum Jahresende, warum nicht? Der Pro aus Dänemark hängte allerdings noch “Erklärung folgt!” dran und sorgte mit seinen nächsten beiden Tweets für Stürme der Entrüstung.


Gus Hansen treibt Phil Hellmuth in den Wahnsinn

Am Ersten Weihnachtsfeiertag zwitscherte er “Wenn die Gruppe der Lederer-Hasser Banken und Versicherungen hassen würde, hätte ich Sympathien, aber so? Schnallt es verd***t noch mal endlich!” und schicke hinterher: “Hassen die Leute Howard Lederer, weil er wirklich betrogen hat, oder weil Daniel Negreanu und Jason Mercier es ihnen nahelegen?” Mit der Flut an Schmähungen, die er damit auf Twitter und in dem quasselstrippigstem aller Pokerforen, dem altehrwürdigem 2+2, auslöste, könnte man locker noch ein Buch füllen. Wer’s nachlesen will, gehe zu twoplustwo.com und grusele sich.

Anders als die Onlinepoker-Szene im ROW (“Rest of World”) warten nämlich die Spieler in den USA nach wie vor auf die Auszahlung der vom US Department of Justice eingefrorenen Gelder.

Ach Gus. Einer der Cleversten, wenn nicht sogar DER cleverste Pokerspieler überhaupt. Unvergessen die Momente, in denen er Phil Hellmuth mit einem fiesen Dauer-All-in zur Weißglut brachte. Oder sein Triumph bei den Aussie Millions 2007, der in einem der unterhaltsamsten Pokerbücher mündete, die Profis je geschrieben haben. “Hand für Hand” schildert es seinen Weg zum Titel und zu $1.192.919.

In letzter Zeit war dem Repräsentanten des kürzlich wieder eröffneten Full Tilt Poker das Kartengklück nicht gerade hold. Wie es heißt, hat er seit dem Relaunch Anfang November dort mehr als zwei Millionen Dollar verloren. Da kann man schon mal melancholisch werden. Vielleicht machte er sich ja in einer Spielpause so seine Gedanken über dieses Minus und fand, dass er doch eigentlich viel mehr verloren hat als die Doofis in der großen Lederer-Hasser-Gruppe …

 

Klara Kent

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