Hintergrund

Archive for the ‘Poker Allgemein’ Category

Pokertraining in der Grauzone

tnt am Montag, Mai 14th, 2012

Pokertraining in der Grauzone

 

Ein guter Artikel erschien kürzlich in einem deutschen Pokerblog namens www.pokersucht.com mit einem sehr guten Essay bzgl. der Legalisierung des Online Poker in Teilen Deutschlands.

Wo kann man hierzulande eigentlich pokern lernen, und zwar so gut, dass man Chancen auf einen Weltmeistertitel hat? Die Antwort ist kein Geheimnis: Man eröffnet ein Konto in einem Online Pokerraum und übt und übt … wie zum Beispiel unser frischgebackener „Pokerpapst“ Pius Heinz. Und damit fangen die Komplikationen auch schon an. „Weltmeister nach Gesetzesbruch – oder: Wie dringend brauchen wir einen neuen Glücksspielstaatsvertrag?“ beleuchtet die beiden derzeit in Deutschland diskutierten Alternativen zum soeben auslaufenden Glücksspielstaatsvertrag im europäischen Vergleich.

Das schleswig-holsteinische  Modell hat den Segen der EU-Kommission erhalten und soll im März in Kraft treten. Ähnlich wie in Italien und Spanien, wo man sich mit aktuellen Gesetzesreformen auf die Realitäten des modernen Glücksspielmarktes eingestellt hat, freut sich Kiel auf mehr Arbeitsplätze, verbesserten Verbraucherschutz und nicht zuletzt auf Steuereinnahmen. Dagegen halten die Regierungen der übrigen 15 Bundesländer am staatlichen Glückspielmonopol in seiner altmodischsten Form fest. Der ständig kleiner – und älter – werdenden Gemeinde von Lottospielern steht die Generation der Onlinespieler (mit den Pokerspielern als Löwenanteil) gegenüber, die nach dem Willen der Altvorderen weiter in legalen Grauzonen agieren sollen. Da sei Europa vor!

Tom Dwan gewinnt Monsterpot in Macau. Phil Ivey will bei WSOP spielen

Klara Kent am Freitag, Mai 11th, 2012

Tom DwanTom “durrr” Dwan hat nach Berichten von Poker Portal Asia in einem der größten Cashgame Pots aller Zeiten die Oberhand behalten: 30 Millionen Honkong Dollar – und damit 3,8 Millionen USD – wanderten im Starworld Hotel’s Poker King Club/Macau bei einem $1.300/$2.600 No Limit Hold’em Game über den grünen Filz. Verlierer dieser Hand war ein chinesischer Geschäftsmann. Offensichtlich hatten beide Spieler auf einem A-T-2 Flop ihr As getroffen. Als Ergebnis der heftigen Raising-Reraising-Action, die nun einsetzte, lag die riesige Summe noch vor dem Turn auf dem Tisch. Wie genau die Gewinnerhand aussah, wurde nicht bekannt, aber Dwan war der Sieger, zumindest in diesem Duell. Schon einmal hatte eine von Tom Dwan gewonnene Hand Geschichte gemacht – mit dem größten Pot in der Geschichte des Fernsehens. 1,1 Millionen Dollar gewann er 2010 vor laufenden Kameras beim Million Dollar Cash Game – als Gegner guckte Phil Ivey in die Röhre.

Apropos Mr. Ivey: Der hat sich ein Jahr nach seinem spektakulären Boykott der auf Black Friday und das Full Tilt Desaster folgenden 42nd World Series of Poker entschlossen, wieder am größten Pokerevent der Welt teilzunehmen. Er hoffe, heißt es auf asmallpokerworld.com, bei der diesjährigen WSOP von Anfang bis Ende mitspielen zu können. Acht Bracelets hat er bis dato, 2009 gewann er mit Platz Sieben am Final Table des Main Events 1,4 Millionen Dollar.
Zur Zeit wird laufen auf vielen Websites die Spekulationen heiß, der ehemalige Full Tilt Pro spiele auf PokeStars High Stakes Cash Games unter dem Online-Nickname „Raiseonce“. Als weiterer Kandidat wird sein Ex-Kollege Erik Seidel gehandelt. Der allerdings konnte zwar vor allem 2011 mit unglaublichen Erfolgen in High Roller Turnieren aufwarten, ist aber online nicht als Highstakes-Zocker in Erscheinung getreten. Vielleicht ist es ja auch ein ganz anderer Ex-Pro, zum Beispiel die eine Hälfte des ehemaligen Team TitanPoker Sam Trickett. Auch er hat sich selbstredend schon für die WSOP angekündigt – und wird überdies wie auch Andrew Robl beim Eine-Million-Dollar Charity-Turnier The Big One for One Drop teilnehmen. Bisher sind dort 40 Teilnehmer registriert.

WSOP: Mehr Tabetalk erwünscht

Klara Kent am Donnerstag, Mai 10th, 2012

Das größte Pokerfestival der Welt wirft seine Schatten voraus: Achtzehn Tage noch, dann heißt es im Rio All-Suite Hotel & Casino wieder „Shuffle up and deal!“ zur 43rd Annual World Series of Poker. Und dieses Jahr soll es am grünen Filz wieder etwas lockerer zugehen. WSOP Tournament Director Jack Effel gab dieser Tage das Ergebnis einer Diskussion der WSOP-Verantwortlichen bekannt, wonach künftig wieder freier an den Tischen geredet werden dürfe.

Im vergangen Jahr war es – sehr zum Unmut vieler Spieler – strikt verboten, über die eigene Hand zu reden oder über die Karten von/vom Gegner/n zu spekulieren, selbst wenn man sich Heads-up in einem Pot befand. Diese Regel wird im Wesentlichen beibehalten, allerdings in aufgelockert modifizierter Form. „Über die eigene Hand darf man künftig erzählen und enthüllen, was man will, solange man die Karten nicht zeigt, und auch nur, wenn kein anderer Spieler mehr in der Hand ist, der seine Entscheidung erst noch fällen muss“, so Effel. „Wenn ein Spieler All-in ist und niemand mehr agieren muss, darf man sagen ‚Ich habe zwei Asse und einen Flush Draw. Ich weiß, dass du verloren hast.‘ Mit dieser Regel solle der Table Talk wieder belebt werden, allerdings gehe es „nach wie vor darum, Soft Play und Kollusion zu verhindern“.

WSOP Executive Director Ty Stewart ist offenkundig auch der Meinung, mit dem Schweigegebot zu den Holecards habe man gewissermaßen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: “Wir haben das Pokerspiel so streng gestaltet, dass die Spieler mittlerweile davor zurückschrecken, Verbalstrategien zu fahren, um ihre Gegner einzuschüchtern, aber das ist ja ein integraler Bestandteil dieses Spiels. Es führt Poker auf seine Grundbestandteile und seine strategische Ausrichtung zu zurück. Und im Endeffekt bekommen wir dadurch gutes Fernsehen.“

Das wollen wir ja auch unbedingt haben, sowohl im Nachhinein, wenn die WSOP bei uns im Fernsehen gezeigt wird, als auch in Sachen Livestream: Wie die WSOP.com heute verkündetet, werden 60 (sechzig!) Bracelet-Events im Livestream gezeigt, und zwar ohne Holecards, dafür aber mit einer Verzögerung von nur fünf Minuten zum Live-Geschehen.

Bertrand Grospellier überholt Jason Mercier. Auch Marvin Rettenmaier nicht mehr bei Titan Poker

Klara Kent am Montag, Mai 7th, 2012

Global Poker IndexDer PokerPro Bertrand Grospellier hat Jason Mecier von der Spitzenposition auf dem Global Poker Index GPI verdrängt.

Damit setzte “ElkY” dem unglaubliche elf Wochen währenden Rekord des des Canadiers ein Ende. Mercier hatte 2011 $ 2.416.013 und 2012 bis dato $ 99.660 an Turniereinnahmen. Mit über $ 1,2 Millionen – unter Anderem aus seinem Sieg bei € 10.000 No Limit Hold’em 8max Re-Entry während der EPT Berlin und einem sechsten Platz im € 98.500 NLHE 8max Super High Roller Event beim Grand Final in Monte Carlo – übernahm der 31jährige Franzose jetzt die Führung. Auf der „All Time Money List“ rangiert Grospellier derzeit mit Turniercashes von insgesamt $ 9.912.768 auf Platz 16, Mercier liegt deutlich weiter hinten auf Platz 30 mit „nur“ $ 7.87.031.

Die aktuellen Top Ten des Global Poker Index (die GPI-Punkte resultieren aus der mehrjährigen Erfolgsbilanz der Spieler:

1. Bertrand Grospellier (France) – 2,982.42
2. Jason Mercier (USA) – 2,898.03
3. Sorel Mizzi (Canada) – 2,553.66
4. Eugene Katchalov (Ukraine) – 2,551.10
5. David ‘Doc’ Sands (USA) – 2,475.35
6. Shawn Buchanan (Canada) – 2,366.95
7. Steve O’Dwyer (USA) – 2,363.78
8. Juha Helppi (Finland) – 2,328.50
9. Martin Jacobson (Sweden) – 2,298.84
10. Jonathan Duhamel (Canada) – 2,288.28

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„Titan Poker hat beschlossen, sich von seinem Pro Team zu trennen.

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich mir boten, und es machte mir sehr viel Freude, den Room zu vertreten!!!“ Wenige Tage nach Sam Trickett gab nun auch sein Kollege Marvin Rettenmaier via Facebook bekannt, dass er das Team Titan nicht mehr vertreten werde. Ursprünglich hatte die Szene spekuliert, dass die Trickett von einem anderen Room – namentlich PokerStars – abgeworben worden sei. Nun heißt es, die Auflösung des Pro Teams sei auf Initiative von Titan selbst erfolgt. Marvin Rettenmaier zählt zu den zehn erfolgreichsten deutschen Turnierspielern, sein jüngster Gewinn ist der Sieg beim € 2.000 No Limit Hold’em Side Event in Las Vegas, der ihm € 118.300 einbrachte. Aktuell ist noch nicht bekannt, ob Rettenmaier und Trickett bereits mit neuen Sponsoren in Verhandlung stehen.

Final Table der German Poker Tour. Eurovegas in Spanien geplant. Sam Trickett nicht mehr bei Titan Poker

Klara Kent am Sonntag, Mai 6th, 2012

German Poker TourDie deutsche Pokerszene traf sich zur GPT in Hannover: Noch ist der Sieger nicht ermittelt, der Final Table ist gerade erst gestartet. 108 Spieler hatten sich fürs € 500 No Limit Hold’em Major Event im neu eröffneten RP5 eingetragen, mit 115 Rebuys entstand ein Preispool von rund € 57.000. 13 bezahlte Plätze gibt es, dem Sieger winken € 14.252 plus ein Ticket fürs Final der Deutschen Poker Meisterschaft, das nach weiteren Tourstopps in Berlin, Warnemünde und Hamburg zurück nach Hannover führt. Lars Wellmann, Thorsten Weigel und Timothy Mitchell schieden auf den Plätzen 11 bis 13 aus und erhielten je € 764.

Finalisten und Chipcounts um 15:00 Uhr:

KNUT: 625.000
Anastasios Mastroudis: 463.000
Norbert Luscher: 257.000
Jens Nauenburg: 257.000
Marco Biek: 204.000
Sven Zummack: 127.000
Ferry Vafa: 126.000
Dieter Wolf: 113.300
Can Goradza: 83.000
Daniel Wichmann: 49.000

Eurovegas in Madrid oder Barcelona? Kasinomogul Sheldon Adelson, der unter anderem den Venetian Tower in Las Vegas und mehrere Kasinos in Macao/China aufbaute, ist entschlossener denn je, ein Megaprojekt auf der iberischen Halbinsel umzusetzen: Zwölf Hotels, sechs Kasinos und damit 260.000 neue Arbeitsplätze sollen in Spanien entstehen, 35 Milliarden Dollar will er dafür investieren. Obwohl er für sein Vorhaben Zugeständnisse wie „völlig freie Hand bei der Einstellung von ausländischen Arbeitskräften und eine spürbare Senkung der Sozialabgaben für seine Beschäftigten“ (Welt Online), extreme Steuervergünstigungen und die Außerkraftsetzung des in Spanien herrschenden Rauchverbots an öffentlichen Orten für seine Etablissements fordert – und damit den Zorn der Gewerkschaften und anderer Interessengruppen auf sich zieht – kämpfen, so Welt Online weiter, Spaniens Metropolen um das Projekt, denn „Denn die krisengeplagten Spanier, deren Wirtschaft im ersten Quartal schon wieder in die Rezession rutschte, brauchen dringend neue Jobs“.

Der englische PokerPro Sam Trickett hat seine Fans via Twitter kurz und bündig über das Ende der Kooperation mit Sponsor Titan Poker informiert. „Ich und Titan haben uns entschlossen, künftig getrennte Wege zu gehen. Ich habe diesen Room  gerne vertreten, und es hat viel Spaß gemacht für ihn zu arbeiten. Danke nochmals, Titan.“ Highroller Trickett, einer der erfolgreichsten Newcomer der letzten Jahre, wurde 2011 zum European Poker Player of the Year gewählt. Obwohl er als ausgemachter Cash Game Spezialist gilt, machte er allein in 2011 über vier Millionen Dollar an Turniergewinnen.

Mohsin Charania gewinnt das EPT Grand Final in Monte Carlo

Klara Kent am Dienstag, Mai 1st, 2012

Monte CarloMohsin Charania aus Canada ist neuer Champion des European Poker Tour Grand Final. Nach einem vergleichsweise kurzem Heads-up stand fest, dass der Siegerkranz nicht die einzige Frau am Final Table krönen würde: Die Französin Lucille Bailly hatte sich genau wie Mohsin online für das letzte Main Event der EPT Season 8 qualifiziert und hatte zwar viele Fans auf ihrer Seite, letztlich fehlte ihr aber in einer Hand wie aus dem Bilderbuch das kleine Quäntchen Glück.Lucille hatte mit Ad Kc Mohsins Re-Re-Raise All-in gecallt. Der Canadier deckte Qh Qs auf. Und Anna Kurnikova hielt mal wieder was sie versprach: Mit 9c 3h 2c 7s 2h brachte das Board der Französin keine Hilfe, und Mohsin konnte Bracelet und € 1.350.000 Siegerprämie in Empfang nehmen. Auch Lucilles „Fanclub“, dessen männliche Mitglieder allesamt mit blonden langen Perücken bestückt für seine Heldin Stimmung machten, hatte nichts gegen den Willen der Pokergötter ausrichten können.

Fünf Hände zuvor – länger dauerte das Heads-up nicht – hatten die Beiden sich auf einen Deal geeinigt, der Mohsin € 1.150.000 und seiner Gegnerin € 1.050.000 sicherte, die restlichen € 200.000 blieben für den Sieger im Pot. Überhaupt hatten an diesem Tag die Damen eine entscheidende Rolle für Mohsin gespielt: Als der Table auf Drei heruntergespielt war, ging Bernard Guigon, der als Chipleader mit einem komfortablen Lead gestartet war, mit seinem arg gerupften Stack und Ac 4h All-in, was Mohsin mit Kh Qh sofort callte. Und dann kam der Flop: Qs Qc 9d. Mehr gab es dazu nicht zu sagen.

Final Table Platzierungen und Payouts

1. Mohsin Charania, Canada: 1.350.000 €
2. Lucille Cailly, Frankreich: 1.050.000 €
3. Bernard Guigon, Frankreich: 545.000 €
4. Sergio Castelluccio, Italien: 400.000 €
5. Rodrigo Caprioli, Brasilien: 315.000 €
6. Michael Dietrich, Canada: 245.000 €
7. Clayton Mozdzen, Canada: 185.000 €
8. Daniel Gomez, Spanien: 130.000 €

Amarillo Slim – eine Legende ist gestorben

Klara Kent am Montag, April 30th, 2012

Amarillo SlimThomas Austin Preston Jr., wie Amarillo Slim mit bürgerlichem Namen hieß, wurde am 31. Dezember 1928 in Johnson, Arkansas geboren. Lange stand sein Name für die Modernisierung der Pokerwelt. Dass No Limit Hold’em zum heutigen Inbegriff von Poker schlechthin wurde, ist zum großen Teil auch auf sein Wirken zurückzuführen, denn Preston ließ praktisch keine Gelegenheiten aus, in der Öffentlichkeit dafür zu werden, zum Beispiel in TV Shows wie „The Tonight Show“, „Good Morning America“ oder in Cameo-Auftritten in Filmen, zum Beispiel in dem Road-Movie „California Split“.

Zwei weitere Poker-Urgesteinen, Doyle Brunson und Brian “Sailor” Roberts und Amarillo Slim waren die ursprünglichen „Texas Rounders“, die als umherziehende Gambler in illegalen Pokerrunden, Hinterzimmern von Bars etc. spielten, bevor sie schließlich in Las Vegas heimisch wurden. Seine Lehr- und Wanderjahre als Pokerspieler schilderte er in dem 2003 erschienenen Buch “Amarillo Slim in a World of Fat People”. Angeblich soll sein Leben Kenny Rogers zu dem unvermeidlichen Poker-Ohrwurm „The Gambler“ inspiriert haben.

Preston war ein überaus erfolgreicher Cashgame-Spieler, ebenso wie ein gefürchteter Gegner in Turnieren. Fünf WSOP-Bracelets erkämpfte er sich – angefangen beim Gewinn des dritten Main Events im Jahr 1972, bis zum Pot Limit Omaha-Bracelets 1985 und 1990. Bei der 31. World Series of Poker 2000 unterlag er erst im Heads-up eines §2.500 Pot Limit Omaha Turniers einem Vertreter der nächsten Poker-Generation – dem damals 24jährigen Phil Ivey.

Amarillo Slim ist gestern Morgen im Alter von 83 Jahren im Kreise seiner Angehörigen gestorben. Die Familie bestätigte den Tod des Poker-Pioniers mit den Worten:

„Wir hoffen, jeder wird unseren geliebten Amarillo Slim im Gedächtnis behalten, wegen all der guten Dinge, die er für Poker getan hat und dafür, sein Lieblingsspiel populär zu machen – Texas Hold’em.“

EPT Grand Final: Kein deutscher Spieler mehr im Rennen

Klara Kent am Sonntag, April 29th, 2012
Casino MC

Das Casino Monte Carlo vor 60 Jahren

Kein deutscher Spieler es sein, der am Montag das Shamballa Jewels Bracelet und damit den wichtigsten Preis der European Poker Tour Season 8 in Empfang nehmen wird. Nicht einmal am Final Table wird einer sitzen, denn alle noch verbliebenen deutschsprachigen TeilnehmerInnen wurden gestern an die Rails geschickt.

Dabei hatte es zu Beginn von Day 3 des Grand Final Main Events gar nicht so schlecht ausgesehen. 130 Teilnehmer insgesamt traten gestern Mittag zum Kampf um die Plätze ITM an. Chancen darauf hatten auch die Deutschen Andrey Kuznetsov, Malte Moennig, EPT Prag-Gewinner Martin Finger, Weltmeister Pius Heinz, Sandra Naujoks, Philip Parsons, Jan Petersen, Frank Koopmann. Giuseppe Pantaleo ging sogar als Neuntplatzierter an den Start. Außerdem waren noch die Österreicher Erich Kollmann und Andreas Artinao und Joel Bez aus der Schweiz mit von der Partie. Als sich die Reihen dann am Ende gelichtet hatten – angepeilt worden war das Ende von Day 3 mit 24 Spielern, übrig waren aber dann am Ende eines langen Turniertages noch 26 – waren alle der genannten ausgeschieden

Bestplatzierter Deutscher wurde auf Platz 30 Philip Parsons (€ 35.000), Frank Koopmann durfte als 33. € 30.000 in Empfang nehmen, Sandra Naujoks bekam als 51. immerhin noch € 20.000, genau wie Malte Moenig auf Rang 65. . Ebenfalls vergleichsweise früh hatte sich der Überflieger 2011 verabschiedet: Erik Seidel, der alleine letztes Jahr 6,5 Millionen Dollar an Turniergewinnen einnehmen durfte, musste sich diesmal mit einem „Taschengeld“ von € 25.000 für den 46. Platz bescheiden.

Bis heute Abend soll der Final Tabkle stehen. So sah da Feld zu Beginn von Day 4 aus – :

1. Geert-Jan Potijk, Netherlands: 1.320.000 Chips
2. Bernard Guigon, France: 1.212.000
3. Georges Dib, Lebanon: 1.118.000
4. Andoni Larrabe, Spain: 1.071.000
5. Ben Vinson, UK: 1.039.000
6. Lucille Cailly, France: 999.000
7. Pratyush Buddiga, USA: 970.000
8. Anatoly Gurtovoy, Russia: 945.000
9. Sergio Castelluccio, Italy: 944.000
10. Vadzim Markushevski, Belarus: 922.000
11. Jason Wheeler, USA: 903.000
12. Mohsin Charania, Canada: 875.000
13. Fady Kamar, Lebanon: 849.000
14. Tudor Grangure, Italy: 828.000
15. Reza Mostafavi Tabatabaei, St Kitts: 725.000
16. Michael Dietrich, Canada: 719.000
17. John Andress, USA: 599.000
18. Clayton Mozdzen, Canada: 571.000
19. Vadzim Kursevich, Belarus: 546.000
20. Rodrigo Dos Santos Caprioli, Brazil: 525.000
21. Dan Abouaf, France: 448.000
22. Dimitar Danchev, Bulgaria: 447.000
23. Jesse Martin, USA: 438.000
24. Daniel Gomez, Spain: 332.000
25. Andrew Pantling, Canada: 322.000
26. Amit Makhija, USA: 317.000

Bergfest beim EPT Grand Final in Monte Carlo

Klara Kent am Samstag, April 28th, 2012

Bald ist sie Geschichte, die Season 8 der European Poker Tour mit dem Grand Final in Monte Carlo. Satte 37 Turniere standen auf dem Programm, 22 haben schon begonnen, viele davon bereits geendet. Zu Beginn des heutigen Main Event Day 3 waren noch 130 der ursprünglich 665 Teilnehmer im Rennen – bei einem Buy in von € 10.000 + € 600 kam ein Preispool von mehr als 6,5 Millionen Euro zusammen, allein 1,5 Millionen davon erhält der Sieger.

Victoria CorenFürs größte Augenreiben der EPT, das kann mann jetzt schon sagen, dürfte ein wesentlich kleineres Event gesorgt haben, nämlich das € 5.000 Heads-Up Turnier, bei dem sich zum ersten Mal in der Geschichte der EPT zwei Frauen an einem Final Table gegenübersaßen, das überwiegend von Männern „beherrscht“ wurde. Victoria Coren, Main-Event Gewinnerin der EPT London 2006, Buchautorin, Journalistin und Showmaster gelang mit ihrem Sieg über Melanie Weisner zum zweiten Mal ein Sieg bei der Series. Nur 27 Teilnehmer hatten sich für das Heads-up Turnier angemeldet, allerdings musste sich Victoria ihren Weg zum Titel (und zu knapp € 60.000) an Kalibern wie Juha Helppi und Annette Obrestad bahnen.

Auch die verbleibenden drei Tage warten neben dem hochkarätigen Main Event mit einer großen Auswahl an vor allem (wie sollte es anders sein!) No Limit Hold’em Events auf. Aus der Reihe tanzt lediglich das morgen um 17:00 Uhr startende zweitätige € 1.100 „H.O.O8.“ (ein Mix aus No Limit Hold’em, Pot Limit Omaha und PLO High/Low). Der Final Table des Main Events ist für kommenden Montag Uhr angesetzt. Am Dienstag, dem 1. MAi, werden dann  um 21:00 die Pokerstars EPT Player of the Year Awards verliehen.

Das steht noch an:

Sonntag, 29. April
12:00: Main Event Day 4 – TV, €10,000 + €600
12:00: NL – Holdem – “6 Max” – Day 1, €1,000 + €100
13:00: NL – Holdem – High Roller – “8 Max” – Reload – Day 1, €25,000 + €500
13:00: NL – Holdem – Final Day, €2,000 + €150
13:00: NL – Holdem – “Win the Button!” – “6 Max” – Final Day, €1,000 + €100
17:00: H.O.O8. – NLH – PLO – PLO8 – “8 Max” – Day 1, €1,000 + €100
19:00: NL – Super Satellite to Women’s Event (Event 30), €200 + €20
21:00: NL – Turbo – “Rivers!”, €300 + €30

Montag, 30. April
12:00: NL – Holdem – High Roller – “8 Max” – Reload – Day 2, €25,000 + €500
12:00: NL – Holdem – “6 Max” – Day 1, €5,000 + €250
13:00: NL – Holdem – Day 1, €1,000 + €100
13:00: NL – Holdem – “6 Max” – Final Day, €1,000 + €100
13:00: H.O.O8. – NLH – PLO – PLO8 – “8Max” – Final Day, €1,000 + €100
13:30: Main Event Day 5 – Final Table – TV & Webcast, €10,000 + €600
17:00: NL – Holdem – Women’s Event – Day 1, €1,000 + €100
18:00: NL – Turbo – Bounty + Winner Take All, €1,000 + €200 + €100
21:00: NL – Hyper Turbo – 10K Stack – 10 Minute Levels, €100 + €20

Dienstag, 1. Mai
12:00: EPT8 – Tournament of Champions – Turbo – “6 Max” – TV & Webcast, Invitation
12:00: NL – Holdem – High Roller – “8 Max” – Reload – Final Day, €25,000 + €500
12:00: NL – Holdem – “6 Max” – Final Day, €5,000 + €250
12:00: NL – Holdem – Final Day, €1,000 + €100
12:00: NL – Holdem – Women’s Event – Final Day, €1,000 + €100
12:00: NL – Turbo – Bounty, €500 + €500 + €50
13:00: NL – Turbo Edition of EPT Main Event – 30K Stack, 15 Min Levels, €300 + €30
15:00: NL – High Roller Turbo – “6 Max”, €10,000 + €300
16:00: NL – Hyper Turbo – 10K Stack – 10 Minute Levels, €100 + €20

EPT Grand Final Monte Carlo hat begonnen

Klara Kent am Mittwoch, April 25th, 2012

Foto: YokelWenige Tage nach dem Sieg von Davidi Kitai in Berlin – der allein schon deshalb Geschichte schrieb, weil er als erster Belgier ein Main Event der European Poker Tour gewinnen konnte – ist als krönender Abschluss der EPT Season 8 das Grand Final im Casino Monte Carlo in vollem Gange.

Satellites zum € 10.600 No Limit Hold’em Main Event laufen seit mehreren Tagen, am Montag hatte als einziges Event Day 1 des NLHE Rebuy Super High Roller Event mit einem Buy in von € 100.000 auf dem Programm gestanden und 45 Teilnehmer angelockt.

Als aktueller Chipleader kommt Justin Bonomo heute um 12:00 Uhr Ortszeit mit einem soliden Vorsprung an den Tisch: Sein Stack ist mit fast 4.400.000 Chips um 2.700.000 als der des nächsten Verfolgers und einzigen deutschen Spielers am Final Table, Tobias Reinkemeier.

Die aktuellen Chipcounts:

Justin Bonomo: 4.393.000
Tobias Reinkemeier: 1.682.000
Daniel Negreanu: 1.581.000
Bertrand “ElkY” Grospellier: 1.265.000
Masa Kagawa: 1.076.000
Jonathan Duhamel: 654.000
Patrik Antonius: 338.000
Eugene Katchalov: 262.000

Für einen atemlosen Moment sorgte gestern ein spektakulärer Fold von TonyG: Bei Blinds von 3.000/6.000 hatte er die Action preflop eröffnet mit einem Raise auf 14.000, es folgten ein Call von Patrik Antonius und eine Three-Bet von Justin Bonomo auf 46.000. TonyG antwortete mit einem Reraise auf 114.000, was zum Fold von Antonius und einem 400.000 All-in von Bonomo führte. Dann kam das völlig Unerwartete: TonyG deckte die roten Könige auf, um sie dann zum Fold im Muck verschwinden zu lassen. Bonomo nahm den Pot in Empfang, ohne den Tischgenossen und den Zuschauern einen Blick in seine Hand zu gönnen.

Neben dem Final Table beim Super High Roller stehen heute unter Anderem Day 1 des Main Events, der Final Day des € 5.250 NLHE Heads-Up Turniers und ein € 5.200 PLO 6max Turbo auf dem Programm, sowieso natürlich diverse Satellites zum ME auf dem Programm.