Hintergrund
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Archiv für die Kategorie ‘Live Poker’

Aussie Millions 2010 – Tyron Krost gewinnt Main Event

Sonntag, 31. Januar 2010

Tyron KrostAm gestrigen Samstag, endete mit dem Main Event der Aussie Millions 2010 das zweite große Poker Highlight im noch jungen Jahr. Ein prominent besetztes, 747 Spieler starkes Feld, startete am vergangenen Montag im Crown Casino in Melbourne, um sich die vom Veranstalter garantierten $ 2,5mio AUD Siegprämie zu sichern. Letztendlich setzte sich der Lokalmatador Tyron Krost durch, bekam für seinen Sieg jedoch “nur” $ 2mio AUD, was in etwa € 1,3mio entspricht. An einem stark besetzen Final Table konnte er sich unter anderem gegen Sorel Mizzi, Peter Jetten und Annette Obrestad durch setzen. (mehr…)

European Poker Tour – Pokerstar Carribean Adventure Tag 2

Freitag, 08. Januar 2010

Pokerstars Caribbean AdventureVoran geht es bei der European Poker Tour (EPT) auf den Bahamas. Nach Abschluss des 2. Tages des Pokerstars Carribean Adventure (PCA) Main Events sind noch 280 Spieler übrig und trotz vieler Verluste liest sich das Line-Up für den 3. Tag wie das who-is-who der Pokerszene. So konnten unter anderem Dario Minieri, Amnon Filippi, Justin Bonomo, Ivan Demidov, John Duthie, Joao Barbosa, Phil Ivey, Kathy Liebert, Dennis Phillips, Johny Lodden, Liz Lieu, Huck Seed, Vicky Coren und Daniel Negreanu überleben. Insgesamt 280 verbliebene Spieler starten Heute und spielen um einen Preispool von unglaublichen $ 14.831.300. Ausbezahlt werden die ersten 224 Spieler, wobei die Plätze 224 bis 177 mit $ 15.000 belohnt werden und der Sieger stolze $ 2,2mio mit nach Hause nehmen darf.

Ganz weit oben, genauer gesagt an vierter Stelle im aktuellen Chipcount, findet sich der Deutsche Nasr el Nasr mit fast 530.000 Chips wieder, hinter Chipleader Praz Bansi aus England mit 960.000, Marc Etienne Mclaughlin mit 700.000 und dem Chipleader vom Vortag Wayne Bentley mit 600.000 in Chips. Auch für 22 weitere Deutsche geht am heutigen Freitag der karibische Traum vom großen Geld weiter. Unter anderem konnten sich Tobias Reinkemeier, Holger Kanisch, Thorsten Tent und Florian Langmann am zweiten Tag durch setzen. Ähnlich wie Nasr el Nasr erwischte auch Tobias Reinkemeier einen fantastischen Tag und wird Heute rund 320.000 Chips vor sich stapeln dürfen. Ab 12:00 Uhr Orstzeit (18:00 MEZ) finden sich die Spieler im Atlantis Resort and Casino ein und ermitteln erst einmal den Bubble Boy. Man darf gespannt sein, wem diese undankbare Ehre zu Teil werden wird.

Gleichzeitig mit Tag 3 des Main Events startet heute ein Novum bei der PCA. In Zusammenarbeit mit amfAR wurde ein Charity Event mit einem Buy-In von $ 5.000 ins Leben gerufen. Die Hälfte des erzeugten Preispools geht an die Stiftung die sich der AIDS Forschung und HIV-Prävention verschrieben hat. Nebst Tennislegende Boris Becker, dem französischen Rugby Star Sebastien Chabal, der schwedischen Eishockey-Legende Mats Sundin und dem amtierenden WSOP-Champion Joe Cada, die sich schon im Vorfeld angekündigt haben, werden auch weitere Top Pros an den Tischen erwartet.

NAPT – North American Poker Tour

Freitag, 08. Januar 2010

North American Poker TourMit der North American Poker Tour (NAPT) erobern die Turnierserien von Pokerstars.com nun auch den Nordamerikanischen Kontinent. Wie währende der aktuell laufenden PCA (Pokerstars Carribean Adventure) verkündet wurde, weitet Pokerstars.com sein Live-Turnier Angebot in diesem Jahr erneut aus. Die neue Turnierserie fand ihren Start nun auf den Bahamas, wobei die gerade statt findende PCA als EPT (European Poker Tour) und NAPT (North American Poker Tour) Event ausgetragen wird. Weiter geht es dann vom 20. bis 24. Februar im Venetian-Casino von Las Vegas und vom 7. bis 11. April im Mohegan Sun-Casino in Uncasville/Connecticut. Neben zahlreichen Side-Events wird jeweils ein $ 5.000 Buy-In Turnier den Abschluss der NAPT Stationen bilden.

Schon länger wurde spekuliert, dass Pokerstars.com zusätzlich zu den Turnierserien EPT (European Poker Tour), APPT (Asian Pacific Poker Tour) und LAPT(Latin American Poker Tour) eine Turnierserie auf einem vierten Kontinent anbieten wird. Während die in Nord-Amerika vorherrschende WPT (World Poker Tour) als Konkurrenz der EPT nach Europa drängt, gibt es nun auch im Mutterland der WPT eine konkurrierende Turnier Serie. Wird die NAPT ähnlich erfolgreich anlaufen, wie etwa die EPT, kann davon ausgegangen werden, dass Pokerstars.com das Turnierangebot für die nächste Saison erweitern wird.

Daniel Alaei gewinnt WPT Doyle Brunson Championship

Sonntag, 20. Dezember 2009

Daniel AlaeiEin vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machte sich heute der US-Amerikaner Daniel Alaei bei der World Poker Tour. Mit einem Preisgeld von mehr als $ 1,4mio. durfte er nach seinem Sieg im Heads-Up in die Feiertage starten. Auch unter dem Weihnachtsbaum von Runner-Up Josh Arie sollte nach dem Gewinn von $ 950.000 das ein oder andere größere Geschenk zu finden sein. Als erster des, für die World Poker Tour typischen, 6-Spieler Final Tables musste Steve O’Dwyer seinen Hut nehmen. Gegen das Paar Buben von Scotty Nguyen hatte er das Nachsehen. Scotty Nguyen musste kurz darauf selber den Tisch verlassen. Jedoch sind auch $ 250.000 für Platz 5 ein ansehnliches Weihnachtspräsent.

Eher wenig königlich benahm sich der “Prince of Poker” am Vortag des Final Tables. Bei zwölf verbliebenen Spielern annoncierte John Juanda vom Button ein All-In, schob seine Chips jedoch nicht in die Mitte. Chad Batista im Small Blind dahinter hatte dies nicht gehört, da er Kopfhörer trug und raiste seinerseits auch All-In. Im Big Blind wiederum saß Scotty Nguyen, der sich über Batistas Fehler köstlich amüsierte und diesen aus lachte. Gut zu lachen hatte er auch, denn er hielt ein Pocketpaar Asse, mit denen er schließlich Juanda aus dem Turnier nahm und Batista, welcher ein Pocketpaar Zweien vorzuweisen hatte, nur noch sehr wenige Chips übrig lies.

An der Final Table Bubble war es erneut Nguyen, der sich zu einer unschönen Aktion hinreißen lies.  Joe Cassidy war aus Position All-In gegangen, woraufhin Josh Arieh versuchte diesen mit einem weiteren All-In zu isolieren. Im Small Blind war Scotty Nguyen an der Reihe, der seine Karten offen foldete, obwohl hinter ihm noch ein weiterer Spieler folgen sollte.

World Poker Tour erobert Europa

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Word Poker TourWährend sich die World Poker Tour mit der “Doyle Brunson Five Diamond World Poker Classic” in Las Vegas’ Bellagio in die Winterpause verabschiedet, steht der Turnierplan für das kommende Jahre bereits in den Startlöchern. Unter neuer Leitung (Party Pokers Mutter Konzern “Party Gambling” erwarb die WPT-Rechte in diesem Jahr für $ 11mio.) will die World Poker Tour im nächsten Jahr ihrem Namen gerecht werden und den Rest der Welt, im speziellen Europa erobern. Bereits in diesem Jahr gab es zwei Events außerhalb der USA, in Marrakesch und auf Zypern. Bisher ist bekannt, dass die WPT im Jahre 2010 in Italien und Frankreich Halt machen wird, weitere Austragungsorte in Europa sind geplant. Dem erweiterten Turnierplan, mit den neuen Events rund um den Globus, werden einige Turnieren in den USA zum Opfer fallen. Welche WPT Events dies im Einzelnen betreffen wird ist unterdessen noch nicht bekannt. Des Weiteren soll vereinzelt auf Fernsehaufzeichnungen verzichtet werden und es wird, vor allem auf Party Poker, verstärkt Qualifikations-Turniere geben, um mehr Spieler zu den WPT Turnieren in die Kasinos zu locken.

Beim Jahresabschluss, dem $ 15.000 Buy-In Turnier im Bellagio, führt momentan Daryll Fish, dicht gefolgt von Billy Kopp, Antonio Esfandiari und Carlos Mortensen. Sie alle versuchen in die Fußstapfen von Chino Rheem zu treten, der das prestigeträchtige Turnier im letzten Jahre gewinnen konnte. Dieses Kunststück gelang unter anderem schon Größen wie Joe Hachem, Daniel Negreanu und Gus Hansen.

Matchroom Sports und Tom Dwans Million Dollar Challenge

Sonntag, 22. November 2009

Tom Dwan

Gestern ist der erste Teil und damit die ersten drei Runden der von Matchroom Sports initiierten “Million Dollar Challenge” um Tom “durrrr” Dwan und seine drei Kontrahenten Marcello “luckexpress10″ Marigliano, Ilari “Ziigmund” Sahamies und Sammy “Any Two” George zu Ende gegangen. Während sich Dwan im ersten Heads-Up gegen Marcello Marigliano noch geschlagen geben musste. Nach 500 gespielten Händen, die vorwiegend im No Limit Hold’em absolviert wurden, lag der “luckexpress” mit knappen $ 22.000 in Führung. Auch das zweite Duell, diesmal komplette 500 Hände ausgetragen in Pot Limit Omaha, nahm ein knappes Ende. Diesmal sollte es jedoch Dwan sein, der seinem Gegner Ilari Sahamies gut $ 70.000 abknöpfen konnte.

Mit einem leichten geldlichen Vorsprung ging es für Dwan, der in jüngster Vergangenheit vor allem online Federn lassen musste, ins abschließende Match gegen den Londoner Geschäftsmann, Highroller und Freund Dwans, Sammy George. Diesem sollte gegen Dwan das Glück nicht hold sein und so dauerte es nicht lange, da lief er mit Ass König in die Asse Dwans. Von diesem ersten massiven Verlust sollte er sich auch nicht mehr erholen. So kam es, dass das Duell zwischen “Any Two” und “durrrr” das einzige der drei Aufeinandertreffen war, welches

Sammy George

nicht über die volle Distanz von 500 Händen gespielt wurde, da Dwan irgendwann mit den gesamten $ 1.000.000 vor sich gestapelt am Tisch saß und das Match damit beendet war. Als kurz kann man das Duell mit fast 12 Stunden Spielzeit jedoch kaum bezeichnen.

Mit einem Riesenbluff schaffte es Dwan zuvor seinen Kontrahenten etwas aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die beiden hatten sich dazu entschieden, das 7-2 Spiel zu spielen, bei dem derjenige, der mit der schlechtesten Poker Starthand 7-2 einen Pot gewinnt, zusätzlich $ 10.000 von seinem Gegner erhält. Auf einem Jheart Aheart 6heart 3club 3DiamondBoard ging Dwan am River für $ 400.000 All-In und Goerge foldete nach ca. fünf minütiger Bedenkzeit sein Two Pair mit Ax6x. “Er hat hier entweder die Nuts oder Luft” so George im Nachhinein. Er fügte an: ” Mache ich hier den call und er hat die Nuts bin ich der Idiot, mache ich den call und er hat Luft bin ich der Held”. Wie recht er doch hat und wie treffend dieser Satz so manche Entscheidung im Poker beschreibt. Obwohl er, wie von vielen im Vorfeld prophezeit wurde, gegen Tom Dwan unterlag will Sammy George seinen Gegner zu einer Revanche herausfordern.

Kristoffer Thorsson gewinnt Master Classics of Poker

Samstag, 14. November 2009

Kristoffer ThorssonDer bisher eher unbekannte Schwede Kristoffer Thorsson konnte sich gestern im Heads-Up der Master Classics of Poker in Amsterdam durchsetzen und ein Preisgeld von fast € 635.000 einstreichen. Schon nach Tag 2 konnte man den Schweden  ganz oben im Chipcount finden und am Final Table startete er als zweiter in Chips. Seine Spitzenposition sollte er auch bis zum Ende des Turniers nicht mehr abgeben.

Nach 40 Händen im Heads-Up gegen den Türken Saydam Ozgür ging Thorsson mit Qspade 9Diamond auf dem 2Diamond 9spade 8club Flop All-In und wurde von Ozgür mit JDiamond 10club gecalled. Turn und River änderten nichts mehr und Thorsson konnte seinen ersten Pokererfolg feiern. Runner Up Ozgür nimmt für seinen Erfolg knapp € 365.000 mit nach Hause, ein Betrag der ihn in den nächsten Tagen wohl über das verlorene Heads-Up hinweg trösten dürfte.

Insgesamt zahlten 324 Spieler das Buy-in von € 6.000 und generierten so eineFatima Moreira de Melon Preispool von fast € 2.052.000. Bester Deutscher wurde Nico Behling, als aussichtsreicher 6. in Chips zu Tag 3 gestartet musste er sich mit Platz 30 und € 8.000 Preisgeld begnügen. Einen sensationellen 9. Platz erreichte PokerStars’  weibliches Pondon zu Boris Becker ex-Hockeyspielerin Fatima Moreira de Melo, die mit der Niederländischen Nationalmannschaft die olympische Goldmedaille gewinnen konnte.

Dragan Galic gewinnt CAPT Graz

Montag, 31. August 2009

Es scheint, als wäre es die CAPT Saison des Dragen Galic. Nach einem 5. Platz im Februar bei der CAPT Bregenz und dem 2. Platz bei der CAPT Salzburg im April diesen Jahres, konnte der in Hamburg lebende Kroate am vergangenen Sonntag den Sieg beim € 2.000 Main Event der Casinos Austria Poker Tour Graz Open erringen und € 50.000 einstreichen.

Dragan GalicAls Chipleader in den letzten Tag gestartet, konnte er seine Position bis zum Schluss verteidigen und mit etwas Hilfe von Fortuna als Sieger hervor gehen. Bei 3 verbliebenen Spielern kam es zu einem 3-way All-In zwischen GalicPhillip Marmorstein und Matthias Kurtz. Als leichter Underdog mit König und Dame musste Galic gegen das Paar Buben von Phillip Marmorstein auf Hilfe hoffen. Diese kam auch sofort in Form des zweiten Königs auf dem Flop. Der Turn wiederum brachte ein Ass und damit das Top Paar für Kurtz, der Ass 10 hielt. Fortuna war jedoch auf der Seite des Dragan Galic und beschehrte ihm in Form eines Buben auf dem River die Straight und damit den direkten Sieg. Matthias Kurtz hatte vor der Hand die wenigsten Chips und wurde Dritter, Phillip Marmorstein musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.

Mermaid Poker Challenge

Montag, 17. Dezember 2007

Bis vor kurzem kannten wohl die wenigsten Spieler in Deutschland Mermaid Poker. Auch jetzt werden sich wahrscheinlich viele fragen, was das für ein Pokerroom ist. Mermaid Poker ist ein Dänischer Onlinepokerroom, der vor wenigen Jahren von 262 dänischen Pokerspielern gegründet wurde, und in letzter Zeit immer größer wird. Zuletzt hat Mermaid Poker Anfang Dezember für aufsehen gesorgt, als sie 5 Tickets für das EPT Turnier in Prag bei Live-Turnieren ausgespielt haben.
Ihre neue Tour, die Mermaid Poker Challenge, läuft über ab dem 1. Januar für einen Zeitraum von knapp drei Monaten, und der Gewinner kann nachher mit einem nagelneuen 1er BMW (mit Sportpaket, mind. 140 PS, Sonderausstattung etc.) vom Hof fahren.
In einem Interview mit Kim Pedersen, dem Kopf von Mermaid Poker, hieß es auf die Frage, warum es unbedingt ein BMW sein soll: „… es soll ein Auto sein, dass ich auch selber fahren würde, und nicht irgendein kleiner Citroen C2 oder Ford Ka mit Minimalausstattung, den man für weniger als 10.000 Euro kriegt. Der Gewinner soll ein tolles Auto kriegen, dass er wirklich fahren will. Der BMW ist um einiges teurer (Anm. der Redaktion: ca.30.000€), aber dafür haben wir einen ersten Preis, der auch unseren Ansprüchen genügt.“

Wir haben auch schon die ersten Informationen über das Event erhalten. Die Qualifikation wird am 1. Januar 2008 beginnen, und findet mit dem Challenge-Final am 29. März 2008 in Dortmund ihren Höhepunkt. Das Final ist auf maximal 200 Spieler begrenzt. Neben dem Auto bekommen die Top 20 tolle Sachpreise (Reise nach Las Vegas für zwei Personen inkl. Taschengeld und Turnierbuy-in, Laptop, Playstation3, Nintendo Wii, Digitalkameras oder iPods, mp3-Player)

Man kann sich für das Turnier sowohl online bei Mermaid Poker, als auch offline bei Live-Turnieren qualifizieren. (Infos findet ihr auf www.mermaidpokerchallenge.de). Neben den drei Exklusivpartnern www.ruhrpott-poker.de (NRW), www.headsuppokerclub.de (Bayern) und www.pokersieger.de (Pfalz) gibt es deutschlandweit verteilt viele Partner, bei denen man die Chance hat, sich ein Ticket für das Challenge Final zu qualifizieren.
Das Final verspricht viel, denn neben den tollen Preisen hat Mermaid Poker versprochen, dass sie sich um einen Poker-Pro bemühen, der das Event begleiten soll. Das Final wird dann mit 10.000 Chips und 20 Minuten Blinds ein Event der Spitzenklasse.
Nachdem Mermaid Poker im Dezember 2007 mit dem Ausspielen von 5 EPT-Tickets inkl. Flug und Unterkunft im 5***** Hilton in Prag gezeigt hat, dass sie halten was sie versprechen, freuen wir uns, dass sie weiter machen mit Ihrer Promotion Tour. Für die kostenlose online Qualifikation kann man sich über die Seiten der Partner anmelden.

Rhine Poker Cup Finale 2007

Dienstag, 11. Dezember 2007

Verglichen mit den großen internationalen Events wie EPT, WPT oder den exorbitanten Millionengewinnen der WSOP hört sich der Sieg von Samuel Siebert aus Solingen beim Rhine Poker Cup 2007 und der damit verbundene Gewinn eines Preisgeldes von 7.000 Euro nicht wirklich geschichtsträchtig an.

Dennoch lässt diese, wie nebenbei erwähnte, Aussage aufhorchen. 7.000 Euro? Real money?? In einem Pokerturnier außerhalb einer staatlich konzessionierten Spielbank? In Deutschland??

Tatsächlich: Am Sonntag, den 09. Dezember 2007, fand mit dem so genannten Rhine Poker Cup, dem nordrhein-westfälischen Pokalwettbewerb im No Limit Texas Holdem, das erste regelmäßig angesetzte öffentliche und nicht-staatlich organisierte Pokerturnier statt, bei dem es mit immerhin 20.000 Euro einen Bargeld-Preispool zu gewinnen gab. Ein Stück deutsche Pokergeschichte!

Legal möglich wurde ein solches Event durch eine Idee des Veranstalters Rhinepoker aus dem Jahre 2006. Statt mit der Karawane zu ziehen und 15-Euro-Sachpreisturniere um DVD-Player auszurichten, setzte man auf große Multitable-Freerolls; Gratisturniere mit Echtgeldgewinnen. Denn juristisch handelt es sich bei einem Pokerturnier ohne jeglichen Einsatz um ein genehmigungsfreies Gewinnspiel, bei dem auch Bargeld ausgelobt werden darf.

Mit Everestpoker.net, Fulltiltpoker.net, Casinoclubpoker.net und einem Kölner Spielgeräte-Vertrieb fand Rhinepoker die dazu notwendigen Partner, die in diese Idee investierten. Sie spendeten gemeinsam die 20.000 Euro für den Preispool und bezahlten die Durchführung der für die Spieler völlig kostenlosen Qualifikationsturniere.

Über 2.500 Spieler nahmen an diesen so genannten Pre Challenges teil, die von September 2006 bis Dezember 2007 sowohl live als auch online stattfanden. Rhinepoker fand für die Live-Events immer wieder dem Anlass angemessene Locations, beispielsweise das 5 Sterne Sheraton Hotel in Essen, das Dortmunder Westfalenstadion oder einen alten Ballsaal im Schloßgarten Münster.

Am 09. Dezember 2007 nun trafen sich die 50 Qualifikanten im schönen Rhinepoker Card Club in Hilden zum großen Finale. Bei einer Startdotation von 20.000 Chips und 30minütigen Blindlaufzeiten sollte es 10 Stunden dauern, bis mit Samuel Siebert aus Solingen der Sieger des ersten nicht-staatlichen Bargeld-Turnieres feststand.

An den Final Table, der an einem TV-Tisch für’s Fernsehen aufgezeichnet wurde, kam Siebert mit fast der Hälfte aller Chips. Von der einen Million Chips des gesamten Final Tables besaß er immerhin 444.500.

Dieser enorme Chiplead resultierte vor allem aus einer faszinierenden Schlüsselhand, die sich ereignete, als nur noch 17 Spieler an den letzten beiden Tischen saßen. Siebert, zu dieser Zeit bereits mit 190.000 Chips Chipleader des Turnieres, wurde nach dem Ausscheiden des 21. Spielers im Rahmen der Tischauflösung an den Tisch des Second-Chipleaders gelost, Peter Bielak aus Aachen, der 140.000 Chips vor sich liegen hatte.

Über mehrere Orbits konnte Bielak beobachten, wie der exakt rechts von ihm sitzende Siebert versuchte, den Tisch allein durch seine Chipmenge zu dominieren. Siebert minimum-raiste in jeder Hand und aus jeder Position mit jeder ihm zugeteilten Starthand. Bekam er einen Mitspieler, setzte er den Minimum-Bet auf dem Flop, checkte bei Scare-Cards und over-bettete massiv den River.

Meist profitierte er davon, dass keiner der anderen Spieler sich, so kurz vor dem Payout (ab dem 12. Platz gab es Geld), mit diesem Chip-Bully auf eine existentielle Konfrontation einlassen wollte. Sein Spiel war konstant gleich, stoisch geradezu. Eine robotergleiche Setzstrategie, die er auch später am Final Table in exakt dieser Weise fortsetzen sollte. Als nur noch 17 Spieler im Turnier waren, erhielt der in Position sitzende Peter Bielak die Gelegenheit, sich mit 140.000 Chips dagegen zu stemmen.

Bielak hielt AQs und callte Sieberts Standard-Preflop-Min-Raise bei Blinds von 2.500/5.000 und einer Ante von 600. Der Rest des Tisches foldete, und im Pot waren nun 32.900.

Der Flop brachte 2-5-8 Rainbow.

Siebert min-bettete den Flop, wie er es jedes Mal tat. 5.000 Chips. Damit gab er Bielak Odds von 1 : 7,58, etwas mehr als dieser mit zwei guten Overcards benötigte. Bielak callte. Im Pot befinden sich nun 42.900.

Der Turn brachte einen König und Siebert checkte. Bielak nimmt dankbar die Free Card, checkt auch und darf nun sicher annehmen, dass Siebert Respekt vor dem König hat.

Der River bringt eine Dame. Keine Flush-Gefahr.

Siebert over-bettete den Pot, wie er es jedes Mal tat, und announcierte All in. Peter Bielak überlegte minutenlang. Siebert spielt dieses Spiel mit “any two cards” und hat offensichtlich keinen König. Ignoriert man den König, verfügt Bielak über Top Pair – Top Kicker gegen eine Random Hand. Aber All in ist All in, und Siebert könnte mit 85, 52 oder auch 82 zwei Paare haben. Aber dann hätte er auf den König nicht gecheckt. Dass Siebert mit der Dame zwei Paare erreichte, beispielsweise Q8 oder Q5 ist durch die Dame auf Bielaks Hand unwahrscheinlicher als die anderen Kombinationen.

Schlußendlich callt Bielak das All in. Siebert zeigt QQ und verleibt sich als Chipleader den Second-Chipleader ein. Damit besaß er 34% aller Turnierchips bei noch 16 Spielern im Turnier. So war sein Durchmarsch an den Final Table und letztendlich zum Sieg nicht mehr aufzuhalten.

Ein “Schalker-Meister-der-Herzen”-Erlebnis der besonders traurigen Art widerfuhr etwas später Mathias Keller aus Duisburg. Bei noch 13 Spielern an zwei Tischen ging es um die Bubble. Ab dem 12. Platz gab es Geld, und das Feld suchte nach dem Spieler, der als 13. ohne Geldgewinn ausscheiden sollte. Die Turnierleitung hatte das Hand-for-Hand Spiel ausgerufen, so dass an beiden Tischen die Hände simultan gegeben wurden.

Keller, mit nur noch 9.000 Chips bei Blinds von 2.500/5.000 ultrashort, findet auf dem Button AKo. Alle Spieler bis zu ihm haben gefoldet. Keller pusht All in. In dem Moment bekommt er mit, dass am Nachbartisch gerade Michael Opfer aus Köln ausgeschieden ist. Keller atmet durch. In the money!!

Der Small Blind foldet, aber der Big Blind callt sein All in. Im Pot waren nach Kellers All in durch die Blinds und die Antes insgesamt 20.100 Chips, und der Big Blind musste demzufolge nur noch 4.000 nachlegen. Preflop-Odds von 1:5.

Keller deckt seine Anna Kournikova auf, der Big Blind zeigt 8-3 offsuited. Keller jubelt. Zu früh! Der Flop bringt eine 8, der Turn eine 3 und Mathias Keller ist drawing dead und ebenfalls ausgeschieden. Daraufhin wurde er von der Turnierleitung aufgeklärt, dass er im Hand-for-Hand-Spiel in derselben Hand ausgeschieden ist wie am Nachbartisch Michael Opfer und dass dieser zu Beginn der Hand einen um wenige 1.000 Chips größeren Anfangsstack hatte. Somit wurde Michael Opfer der 12. Platz und damit kurz vor Weihnachten 200,- Euro Taschengeld zugesprochen, und für Mathias Keller aus Duisburg blieb der traurige 13. Platz ohne Geldgewinn. Im Interview vor der Fernseh-Kamera rang er sichtbar um seine Fassung.

Das ganze Turnier wurde von dhd24.tv aufgezeichnet und wird mit Final Table voraussichtlich ab dem 17. Dezember in einer 45minütigen Zusammenfassung mehrere Male ausgestrahlt.

Um das reguläre Fernsehprogramm empfangen zu können, benötigt man einen digitalen SAT-Receiver inkl. SAT-Schüssel. Viele der neuen SAT-Receiver haben bereits vorprogrammierte Programmplätze. Sollte Ihr Gerät nicht älter als 18 Monate sein, dann dürfte dhd24.tv bereits fest eingespeichert sein.

Sollte das nicht der Fall sein, hier die Empfangsparameter:

ASTRA 19,2 Grad Ost

Frequenz 12,633 GHz H

SR 22.000, FEC 5/6

Die Sendung wird jedoch auch als Stream unter dhd24.tv angeboten.

Wir freuen uns schon auf den Rhine Poker Cup 2008. Die Termine und Orte der Pre Challenge Qualifikationen werden im Turnierkalender auf www.rhinepoker.de ab Ende Januar einzusehen sein. 

Das Ergebnis des Rhine Poker Cup 2007:

1: Samuel Siebert aus Solingen             7.000,- Euro

2: Florian Decker aus Düsseldorf                     4.200,- Euro

3: Andreas Rüßel aus Neuss                            2.700,- Euro

4: Mustafa Osman-Oglu aus Wesel                  1.600,- Euro

5: Michael Voglhuber aus Krefeld                    1.000,- Euro

6: Carsten Feige aus Rhede                                800,- Euro

7: Maximilian Schuier aus Düsseldorf     700,- Euro

8: Marcus Hartmüller aus Aachen                       600,- Euro

9: David Hakenberg aus Mönchengladbach        500,- Euro

10: Mona Vöhringer aus Münster                       400,- Euro

11: Michael Schäfer aus Kassel                          300,- Euro

12: Michael Opfer aus Köln                               200,- Euro

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