Archive for the ‘Live Poker’ Category

WPT Grand Prix de Paris gestartet

Dienstag, September 11th, 2012

Fronkreisch, Fronkreisch: Von der sonnigen Côte d’Azur, wo Ole Schemion gerade die Partouche Poker Tour gewonnen hat, direkt in die französische Hauptstadt (und damit in den strömenden Regen) ging es dieser Tage für viele Turnierspieler. Im traditionsreichen Aviation Club de France läuft seit gestern und noch bis Sonntag das € 7.500 Rebuy Main Event der World Poker Tour Season XI.

Action & Emotions an den Final Tables der WPT Grand Prix de Paris

Zu den knapp 70 Überlebenden aus 96 Teilnehmern am Starttag 1A gehören Jonathan Duhamel, Juha Helppi, Andrew Lichtenberger und Jason Mercier. Mit Philipp Gruissem, Marko Neumann, Dominik Nitsche, Fabian Quoss und Marvin Rettenmaier fanden sich am Abend fünf Deutsche unter den 25 Bestplatzierten. Heute gingen etwas mehr als 100 Spieler ins Rennen, darunter Fabrice Soulier, Morten Mortensen und mehrere gestern Gebustete wie David Benyamine, Michael Mizrachi, Scott Seiver, Dan Smith und Vanessa Selbst

Sieger beim WPT Grand Prix de Paris 2011 war der US-Amerikaner Matt Waxman, der auch in diesem Jahr wieder angetreten ist. Das letzte Mal von einem Franzosen gewonnen wurde der Grand Prix übrigens vor neun Jahren, als der gebürtige Pariser David Benyamine den Titel erstritt. Bei der aktuellen Tour konnte er bereits einen ansehnlichen Erfolg verzeichnen: Sein erster Platz beim € 5.000 Pot Limit Omaha Triple Chance, einem zweitägiges Side Event der WPT, brachte ihm € 94.050.

 

Ole Schemion gewinnt das Finale der PPT

Sonntag, September 9th, 2012

Ole Schemion hat‘s geschafft: Nicht einmal eine Stunde dauerte das Heads-up gegen den Russen Karen Sarkisyan, dann war der junge Deutsche um fast 1,2 Millionen Euro reicher und Sieger  beim (vermutlich) letzten und damit historischen Event der der Partouche Poker Tour. Wie bereits angekündigt, hatten die Verantwortlichen die ursprüngliche Garantiesumme von fünf Millionen Euro auf den Druck der empörten Poker-Öffentlichkeit hin schließlich doch gewährleistet. Die Ankündigung, es werde keine PPT mehr geben, wurde bisher nicht widerrufen.

 

Als die PPT noch spaßig war: Phil Ivey spielt Klein-Doofy

Bis heute waren Oles größter Erfolge die Siege im € 1.000 No Limit Hold’em Event bei der EPT 2011 und 2012, die ihm zusammen knapp 170.000 Euro einbrachten. Im Palm Beach Casino in Cannes gelang ihm nun, was er bei der erst vor zwei Wochen zu Ende gegangenen European Poker Tour in Spanien knapp verpasst hatte: Gab er im Main Event der EPT Barcelona als Neunter unfreiwillig den Bubble Boy zum Final Table, so kam er heute mit dem zweithöchsten Stack ins Finale der sechs Überlebenden. Bis zum Heads-up ließ es sich Ole auch nicht nehmen eigenhändig aufzuräumen. Er eliminierte Fabrice Touil (AT gegen 44, A auf dem Board) und Marcello Marigliano (KK und überflüssigerweise auch noch ein Flush vs. JJ des Italieners).

Als er schließlich mit Karen Sarkisyan und dem Dealer allein am Tisch saß, verfügte Ole über 14 Millionen Chips, sein Gegner dagegen nur über drei Millionen. Am Ende traf Ole mit Kh 2h in der Hand gleich auf dem Flop (7h 8h 9h) den Flush, allerdings ging auch Karen All-in, denn mit Ah 9c hatte er immerhin Top Pair getroffen und den Nut Flush Draw in spe. Vergebliche Hoffnung – Turn und River kam als Blanks, und Ole wurde erster Sieger der PPT aus Deutschland.

Payouts am Final Table und bis Rang Zehn:

1. SCHEMION Ole: 1.172.850 Euro
2. SARKISYAN Karen: 693.494 Euro
3. LIM Aaron: 417.499 Euro
4. OBRIEN Daniel: 341.991 Euro
5. MARIGLIANO Marcello: 267.492 Euro
6. TOUIL Fabrice: 223.498 Euro

7. SMITH Daniel: 179.496 Euro
8. GOMILA Bartolomeu: 139.499 Euro
9. ALNER Tom: 105.404 Euro
10. ONANA Gaston: 74.992 Euro

Patrik Antonius für die ISPT. EuroVegas für Madrid

Samstag, September 8th, 2012

Das Botschafter-Team für die International Stadiums Poker Tour (ISPt) hat schon wieder einen Neuzuwachs. Nach der aus Vietnam stammenden US-Amerikanerin Liz Lieu, PokerPro und Model, dem jungen britischen Pokergenie Sam Trickett und WSOP-Legende Michael Mizrachi konnte nun auch Patrik Antonius für die ISPT-Promotions gewonnen werden. Der in Monaco lebende Finne gilt als einer der besten Cahshgamespieler der Welt und trug das ISPT-Logo bereits während der Partouche Poker Tour in Cannes.

Das Mega-Event soll im Mai 2013, nicht zuletzt dank eines garantierten Preispools von 20 Millionen Euro, das bereits von der Gruppe um Laurent Tapie gebuchte Londoner Wembley Stadium füllen. Noch nicht ganz klar ist, wie die für die Abdeckung der Garantiesumme benötigten 30.000 Buy-ins (Turniertickets soll es für 600 Euro geben, möglicherweise aber auch für 1.200 Euro, wobei dann ein Rebuy oder ein Add-on im Buy-in enthalten wäre) generiert werden können. Die Veranstalter halten sich derzeit noch die Option offen, ein Buy-in fürs Finale anzubieten, das 6.000 Euro kosten soll – wer sich so einkauft, würde die Online-Phase des Turniers überspringen und direkt ins Life-Geschehen einsteigen, wenn nur noch zehn Prozent der Teilnehmer übrig sind.

Kein Eurovegas am Mittelmeer – Sheldon Adelson hat sich für Madrid als Standort für sein europäisches Casinoprojekt entschieden. Der 73jährige ist Aufsichtsratsvorsitzender und CEO der Las Vegas Sands Corporation, der Mutterfirma von Venetian Macao Limited. Als Konkurrenz zu Spaniens Hauptstadt war Barcelona ins Rennen gegangen. Zunächst hatte es nicht schlecht für die katalanische Metropole gestanden, zumal bereits konkrete Pläne für mehrere Hotel- und Casinokomplexe an der Mittelmeerküste existierten. Letztlich fehlte aber ein konkreter Finanzierungsplan. Noch sind allerdings auch für den Baubeginn noch nicht alle Hürden genommen, denn Las Vegas Sands will jetzt nur noch 35 Prozent der Kosten für das Resort übernehmen. Wie es heißt, gaben die wesentlich besser ausgebaute Infrastruktur und Verkehrsanbindung Madrids den Ausschlag für die Entscheidung Adelsons.

PPT: Ole Schemion gut dabei. Garantiesumme wieder bei 5 Millionen? iPoker-Split komplett

Freitag, September 7th, 2012

Vielleicht gibt's dieses Jahr die letzte PPT

Möglicherweise gelingt Ole Schemion ja bei der Partouche Poker Tour (PPT), was bei der EPT Barcelona nicht ganz klappte: Er ging heute mit den verbliebenen 47 Spielern als Chipleader an den Tisch und hat gute Chancen, den Final Table zu erreichen. Mit von der Partie waren aus dem deutschsprachigen Raum auch noch Roland Bachmann, Tobias Reinkemeier und Julian Stuer, ein paar große Namen aus der internationalen Pokerszene sind auch noch im Rennen, darunter Justin Bonomo, Andrew Lichtenberger und David Williams. Es geht um immerhin eine Million Euro für den Sieger.

Apropos eine Million Euro: Möglicherweise zahlt die PPT nun doch den ursprünglich garantierten Preispool von fünf Millionen Euro. Zumindest erklärte Patrick Partouche heute vor Turnierbeginn, er habe „die Partouche Groupe aufgefordert, die Konsequenzen zu tragen und die im Prizepool fehlenden 736.880 Euro zu ergänzen“. Zu der Differenz war es gekommen, weil sich mit 580 Teilnehmern nicht genügend Spieler fürs Main Event registriert hatten, um den garantierten Preispool abzudecken. Die vorgestern angekündigte Reduzierung der Garantiesumme hatte für einen satten Skandal in der Pokerwelt gesorgt. Vielleicht wird jetzt ja doch alles gut …

Der Split des iPoker Netzwerks in iPoker 1 und iPoker 2 ist mittlerweile vollständig umgesetzt. Die Trennung der Playerpools erstreckt sich auschließlich auf Cashgame-Tische und Sit’n Gos in der Variante No Limit Hold’em, Limit und Pot Limit HE, Omaha- und Studvarianten sind nicht betroffen.

Der größere Playerpool, künftig auf iPoker 2 anzutreffen, besteht aus den Spielern von Bet365, Paddy Poker, Poker770, William Hill und dem Flaggschiff TitanPoker, dem kürzlich Celeb- und DraculPoker angegliedert wurden. Alle kleineren Seiten, darunter Betfred, Expekt, Genting und  MansionPoker, wurden zum iPoker 1 Net zusammengefasst. Spieler können zwar in beiden Systemen Accounts haben, allerdings kann wird man nicht in beiden gleichzeitig spielen.

Getrennt gepokert wird künftig an den Fullring-Tischen bis NLHE 100, 6max bis NLHE 200, Heads-up alle Limits (und in allen Währungen), sowie in den NLHE Fullring und 6max Sit’n Gos bis 10 $, €, £, in den Heads-up Sitn’Gos bis 30 $, €, £.

Main Event der PPT Season 5 gestartet. Liz Lieu für ISPT. Michael Phelps kassiert beim Cashgame

Montag, September 3rd, 2012

Pokerprominenz aus der ganzen Welt gibt sich seit heute an der französischen Riviera die Klinke in die Hand – und zwar die zum Palm Beach Casino in Cannes. Mit dem €8.500 Main Event hat das Final der Partouche Poker Tour Season 5 begonnen. Angekündigt haben sich unter Anderen „The Big One“-Gewinner Antonio Esfandiari, Phil Hellmuth, Phil Laak, Jason Mercier, Michael Mizrachi, Tobias Reinkemeier, Marvin Rettenmaier und Vanessa Selbst, die das Event im Jahr 2010 und damit 1,3 Millionen Euro gewann (2011 holte sich der Brite Sam Trickett den Titel und eine Million Euro). Das Event, das in diesem Jahr einen Preispool von rund fünf Millionen Euro hat, läuft bis zum 9. September. Eurosport wird den Final Table live in knapp 60 Länder übertragen.

Liz Lieu

Wer da wohl die eigentliche Diva ist - Liz oder Tony?

Liz Lieu ist neue Botschafterin der ISPT. Wurde ja auch Zeit, dass eine Frau zu Laurent Tapies Prominententruppe stößt. Das Team kann sich sehen lassen: Neben dem „gestandenen Kerl“ Michael „TheGrinder“ Mizrachi und dem jungen Überflieger Sam „Tricky“ Trickett rührt jetzt auch eine waschechte „Poker Diva“ (wer mehr darüber wissen will: www.lizlieu.com) die Werbetrommel für das Mega-Turnier International Stadium Poker Tour.

Michael Phelps, den ja etliche seiner „engsten Freunde“ wegen seines offenkundigen Vergnügens am Pokern bereits am Rande des finanziellen Ruins sehen, hat unbestätigten Meldungen bei einem Cashgame satte 100.000 kassiert. Nach seinem Urlaub auf den Malediven, wo er sich von den Anstrengungen erholte, die der erfolgreiche Kampf um sechs Goldmedaillen bei der Olympiade in London mit sich gebracht hatte, zog es ihn mit ein paar Buddies ins Caesar’s/Las Vegas, wo sich das Pokertraining mit Kumpel Phil Hellmuth prompt in barer Münze auszahlte.

EDIT: Michael Phelps hat den Gewinn von $ 100.000 mittlerweile dementiert.


Josh Hale siegt beim WPT Legends of Poker

Donnerstag, August 30th, 2012
The Bicycle Casino

Eingang zum Bicycle Casino (Bell Gardens, Kalifornien)

Der dritte Stopp der World Poker Tour Season XI, das „Legends of Poker“ im Bicycle Casino (Bell Gardens, Kalifornien) hat einen Sieger gefunden: Der US-Amerikaner Josh Hale zeigte nach am sechs Turniertagen am Ende das beste Händchen und ist jetzt um eine halbe Million Dollar reicher. Mit Jeff Madsen und Greg Mueller hatte sich eine prominente Besetzung am Final Table eingefunden – und ausgerechnet die beiden erwischte es als erste. Madsen ging als Big Blind dem späteren Runner-up Max Steinberg auf den Leim, nachdem dieser auf dem Small Blind gelimpt war: Er pushte mit Ad 3d, sah sich Steinbergs Pocket Aces gegenüber und traf auf dem Board nichts das ihn hätte retten können. Erst gut elf Runden später verabschiedete sich Greg Mueller. Er hatte seine restlichen Chips mit Pocket Siebenern in die Mitte geschoben und wurde prompt von Steinberg gecallt. Der drehte Ac Ks um und traf auf dem Turn den König.

Zu einer spektakulären Hand kam es, als sich Josh Hale, Ali Eslami und Raouf Malek in einem Pot eine Runde All-ins gegönnt hatten: Hale hatte Pocket Kings, Eslami aber auch. Pech für beide, denn Malek zeigte Ah Td und traf das Ass. Kurze Zeit später war Eslami seinen kleinen verbliebenen Stack los, und ein zähes Ringen ums Heads-up begann. Den Kürzeren zog schließlich Raouf Malek.

Max Steinberg hatte am Final Table die gesamte Vorarbeit für das Duell geleistet und vier Kontrahenten eliminiert. Dementsprechend hoch war jetzt seine Führung – er brachte gut dreimal so viele Chips mit wie Josh Hale. Und wie die Pokergötter es manchmal fügen, sollte sein guter Stern jetzt sinken: Hand für Hand knöpfte ihm Hale die Chips ab. Schließlich entschied Anna Kournikova das Rennen – Ac Ks von Steinberg konnte sich nicht gegen Jh Js seines Gegners durchsetzen.

Payouts am Final Table:

1. Josh Hale: $500.000
2. Max Steinberg: $293.490
3. Raouf Malek: $192.400
4. Ali Eslami: $133.700
5. Greg Mueller: $97.100
6. Jeff Madsen: $75.400

Poker im TV: Von Horrormovies und Powerfrauen

Mittwoch, August 29th, 2012

Kaum hat man sich von den Auswirkungen der zungenbrecherischen Versuche erholt, den Namen richtig auszusprechen, unter dem Daniel Negreanu in dem Horrorstreifen “Detention” (USA 2011, demnächst auch hierzulande als DVD erhältlich) wenige Sekunden lang die Nachrichten verliest –

da schneit einem schon das nächste Pokerhorrormovie ins Haus: „Game Theory“, so der Teaser auf der Website zum Film, „ist eine dramatische Webserie über das Leben eines Rounders nach dem Aus für Onlinepoker in den USA. Weil er irgendwie zurechtkommen muss, sieht er sich gezwungen wieder nach Hause zu ziehen und bei Null anzufangen. Dass sein Vater ihn als einen Loser betrachtet, bestärkt ihn in seinem Erfolgsstreben. Er fängt an Cashgames live zu spielen um eine Bankroll aufzubauen“ usf. Wer sich die zwölf Minuten und vierzehn Sekunden lange erste Episode dieser ergreifenden Story ansehen will, kann das für $1.99 auf www.gametheorytv.com tun. Einen winzigen Vorgeschmack liefert der Trailer:

 

Um eine waschechte Pokergewinnerin geht es in einer neuen Reality-Show des US-amerikanischen Senders „The Learning Channel“ (TLC): Jennifer Harman ist eine von fünf „Powerfrauen“ in der Serie „Vegas High Rollers“. Die 47jährige gewann als erste Frau zwei WSO-Bracelets, hat bis heute alleine in Pokerturnieren ca. $2,5 Millionen erspielt und gehört zu den gefürchtetsten Cashgamespielern an den Highstakes-Tischen in Sin City. Harman ist mit ihrem Berufskollegen Marco Traniello verheiratet, mit dem sie Zwillinge hat, überlebte zwei Nierentransplantationen und hostet alljährlich ein Charity-Turnier  für die Tierschutzorganisation Nevada SPCA. 2009 posierte sie zusammen mit Phil Hellmuth, Daniel Negreanu und Scotty Nguyen oben ohne für eine Ausgabe des ESPN MAgazines (das Foto dürfte allerdings selbst in den prüden USA als jugendfrei eingestuft sein, da alle „interessanten“ Körperteile hinter hohen Chipstapeln versteckt sind). Die Ausstrahlung der achtteiligen Serie will TLC im Spätherbst beginnen. Außer Jennifer Harman werden drei bekannte Geschäftsfrauen und eine Lokalreporterin vorgestellt.

 

Poker-News in dieser Woche: grenzenlos, astronomisch, intergalaktisch. Erster Teil

Dienstag, August 28th, 2012

Heldenmythen, Höhenflüge und Rekorde: Manchmal ist beim Pokern eben nur der Himmel die Grenze, und selbst die wird hin und wieder überschritten.

Fangen wir mit dem Mega-Event des nächsten Jahres an – der International Stadiums Poker Tour (ISPT), die vom 31. Mai bis zum 6. Juni im Londoner Wembley Stadium angesetzt ist. Bis zu 30.000 Spieler soll das Turnier anlocken, man rechnet mit einem Preispool in Höhe von sagenhaften 20 Millionen Euro, allein die Hälfte davon wird der Sieger erhalten.

 

Auch bei den Stars, die diese Tour promoten sollen, kleckert Veranstalter Laurent Tapie nicht gerade. Als ISPT-Botschafter wurde zunächst Michael „The Grinder“ Mizrachi verpflichtet, der soeben zum zweiten Mal bei einer WSOP die Krone der $50.000 Poker Players Championship errungen hatte. Ebenfalls zum Team gehört nun auch Sam Trickett. Der 26jährige Pro wurde letztes Jahr als Englands „Cash Player of the Year“ ausgezeichnet und steht derzeit mit mehr als 16 Millionen Dollar Pokergewinnen in der „All Time Money List“ auf Platz Vier. Sams britisch-lakonischer Kommentar zur Ernennung zum ISPN-Ambassador: „Als Pokerspieler bin ich mit einem solchen Event einfach eng verbunden. An einem solchen Turnier teilzunehmen bedeutet dabei zu sein wenn Pokergeschichte geschrieben wird.”

Ein anderes „Mega-Event“ machte diese Woche ebenfalls Schlagzeilen, wenn auch die Protagonisten weniger bekannt sind als Trickett und The Grinder. Peter Konas aus Tschechien gewann die $600 „Iron Man Poker Challenge“. Das besondere an diesem Turnier: Veranstalter Delaware Park Gaming Venue ging es um einen Eintrag ins Guinness Buch der Weltrekorde – mit dem längsten ununterbrochen gespielten Pokerturnier, einem Versuch, der bereits 2011 gestartet worden war und scheiterte, weil sich die Verantwortlichen bei Guinness durch eine Spieldauer von 32 Stunden nicht besonders beeindruckt zeigten. Nun ging’s nochmal zur Sache, und zwar mit Erfolg. 192 Teilnehmer kämpften ohne Pause auf episch langen Levels um einen Preispool von $100.608 und gaben sich alle Mühe, über jede Hand möglichst lange zu sinnieren. Schließlich, nach 36 Stunden, 34 Minuten und 41 Sekunden, war’s geschafft: Sieger Peter Konas bekam eine Prämie von $27.160, und die „Iron Man Poker Challenge“ kommt ins Guinness Buch.

EPT Barcelona Finale: Mikalai Pobal gewinnt den Titel

Sonntag, August 26th, 2012
ept-slyde

Das neue EPT-Bracelet: die "Black and Steel" von Slyde

Das erste Main Event der EPT Season 9 ist Geschichte: Mikalai Pobal war um Titel, Ruhm und um mehr als eine Million Euro reicher, nachdem Ilari „Ziigmund“ Sahamies (angetrunken) ihm zunächst den Gefallen getan hatte, erst seinen finnischen Landsmann Joni Jouhkimainen (ebenfalls angetrunken) vom Tisch zu nehmen und dann shortstacked  im Heads-up mit 5s 9s zu shoven, als der junge Weißrusse (nüchtern) Pocket Asse hatte. Damit gewann Mikalai €5.300 No Limit Hold’em Main Event der PokerStars European Poker Tour und ist erster Träger des neuen „Bracelets“ – des Luxuschronometers „Black-and Steel“ der Schweizer Uhrenproduzenten Slyde by HD3.

Mit Lucille Cailly (Frankreich) auf Platz 21 (29.400 €) und Fatima Moreira de Melo (Belgien) auf Platz 17 (34.650 €) waren am Samstag die letzten beiden Frauen aus dem Turnier ausgeschieden. Ole Schemion, the last German standing, hatte es bereits gestern ausgerechnet an der Bubble zum Final Table erwischt. Ganze vier Stunden wurde um Platz Acht gekämpft. Schließlich, mit einem nur noch sehr bescheidenen Chipstack, bekam Ole Ad Kd und ging All-in. Ilari Sahamies (der OnlinePro hatte sich Zeiten des Leerlaufs während dieser EPT übrigens mit Zocken auf den Highstakes gewürzt) callte mit einem Paar Achten, und das Board brachte mit 3s Qs 3c Js 7h keine Hilfe für den Deutschen. So blieb ihm nur der zu diesem Zeitpunkt wohl eher schwache Trost, gut 55.000 Euro an der Kasse abholen zu können. Als Chipleader ging Ilari Sahamies ins Finale, und fast hätte er es ja auch geschafft … der Rest ist Wodka.

Payouts am Final Table:

1. Mikalai Pobal, Weißrussland: 1.007.550 €
2. Ilari Sahamies, Finnland: 629.700 €
3. Joni Jouhkimainen, Finnland: 404.050 €
4. Anaras Alekberovas, Litauen: 301.750 €
5. Samuel Rodriguez, Spanien: 230.900 €
6. Anton Sinel , Rumänien: 178.400 €
7. Antonin Duda, Tschechien: 125.950 €
8. John Juanda, USA: 76.100 €

EPT Barcelona: Polito gewinnt High Roller Event, Reinkemeier wird Dritter

Sonntag, August 26th, 2012

Beim € 10.000 High Roller Event hat es Tobias Reinkemeier nicht ganz geschafft. Als Chipleader war er am Finaltag angetreten, als es „nur“ noch darum ging, wer wieviel mit nach Hause nehmen würde. Als man noch zu dritt am Tisch saß, ging Tobias mit As 9s All-in. Zwar brachte ihm der Flop ein As, aber Laurent Polito hatte Pocket Buben aufgedeckt, traf auch gleicht zum Set und (etwas überflüssigerweise) auf dem River auch noch die Quads.Natürlich sind knapp € 120.000 auch nicht SOOO ein schlechtes Trostpflaster.

Tobias Reinkemeier mit einem eleganten Bluff beim EPT Gran Final

Nach dem anschließenden Heads-up konnte Alex Bilokur kurioserweise mehr €€€ einsacken als der Gewinner, denn er war mit einem deutlichen Chipslead ins finale Duell gegangen. Die beiden schlossen einen Deal, der Alex auf dieser Basis die größere Summe sicherte. Dass er schlussendlich mit Pocket Neunern in Laurents Queen lief und dieser daraufhin den Titel gewann, empfand der Runner-up denn vielleicht auch als nicht ganz so tragisch.

ITM im Highroller Event:

1. Laurent Polito: 270.229 €
2. Alex Bilokur: 295.451 €
3. Tobias Reinkemeier : 119.660 €
4. Stanislav Labutkin: 95.180 €
5. Carlos Mora: 73.430 €
6. Jean-Noel Thorel: 54.390 €
7. Bertrand Grospellier: 43.150 €
8. Joao Vieira: 32.630 €
9. Kristijonas Andrulis: 27.190 €
10. Jonathan Duhamel: 27.190 €
11. Andrew Lichtenberger: 24.470 €
12. Gurgen Melkonyan: 24.470 €

>> zum Poker-Institut News Archiv