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Full Tilt Poker-Statement zu Investitionsgesprächen

Dienstag, August 23rd, 2011

DollarsKaum zu glauben: Full Tilt hat tatsächlich eine Presserklärung zum Stand der Investitionsverhandlungen abgegeben. In der gestern Nacht zunächst exklusiv auf www.pokernews.com veröffentlichten Erklärung wird zwar der Name des derzeitigen potentiellen Hauptinvestors noch immer nicht genannt –

„Dublin/Irland, den 22. August 2011. Am 16. August beendete die in Irland ansässige Pocket Kings Ltd., geschäftsführende Bevollmächtigte des Brands Full Tilt Poker, den Zeitraum der Exklusivverhandlungen mit dem potentiellen derzeitigen Investor.

Während Pocket Kings Ltd. plant, die Diskussionen mit dem derzeitigen Investor fortzusetzen, hat die Firma gleichzeitig Verhandlungen mit zusätzlichen potentiellen Investoren mit dem Ziel begonnen, den Verkauf oder eine Partnerschaft der Marke Full Tilt Poker und der zugehörigen Aktivposten abzuschließen“,

aber immerhin entschloss man sich zu der längst überfälligen Entschuldigung für die sechswöchige Nachrichtensperre.

“Full Tilt Poker bittet wegen des Ausbleibens von Kommunikation mit seinen Kunden während der letzten eineinhalb Monate um Entschuldigung, hatte aber mit unerwartete und komplexen gesetzlichen und finanziellen Problemen im Zusammenhang mit dem Black Friday und seinen Folgen zu kämpfen. Außerdem musste das Unternehmen in Bezug auf eine Offenlegung des Verhandlungsstands mit künftigen Investoren sehr vorsichtig sein, da häufig strikte Vertraulichkeit gefordert wird.

In dem Maße wie es möglich ist, Zukunftschancen nicht zu gefährden, wird Full Tilt Poker sich bemühen, eine bessere Kommunikation mit seinen Kunden zu betreiben. Erste Priorität für Full Tilt Poker bleibt es weiterhin, frisches Kapital zu organisieren, um alle seine Kunden weltweit auszahlen zu können.“

Wie wickedchopspoker.com heute schreibt, waren ungenannten Quellen zufolge die Verhandlungen zwischen der europäischen Investorengruppe Ivey’s White KnightTM und dem US Department of Justice ins Stocken geraten, weil letzteres eine höhere Geldbuße verlangt als Full Tilt beziehungsweise White Knight anbieten kann/will. Sollte das DoJ seine harte Linie weiter führen, könnte das zum Verkauf der Aktivposten Software und Kundenstamm führen, was angesichts der Presserklärung zumindest vorstellbar ist.

Marketingchef Lothar Rentschler verlässt Pocket Kings

Montag, August 22nd, 2011

Full Tilt LogoLothar Rentschler hat seinen Rücktritt als Chief Marketing Officer von Pocket Kings Ltd. (PKL)bekanntgegeben. In einer E-Mail an Medien und Geschäftspartner erklärte er „Nach fast drei Jahren in dieser Firma war das kein leichter Schritt… Jahre mit vielen Herausforderungen und auch viele Erfolgen… Unter den gegebenen Umständen jedoch halte ich es für einen längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung.“ Full Tilt-Tochter Pocket Kings Ltd. ist in Dublin/Irland ansässig und fungiert(e) als Dienstleister in Sachen Marketing, IT und Verwaltung für den Pokerroom. Zur Geschäftsführung gehört auch Fult Tilt-Mitbegründer Ray Bitar.

Es kursieren unbestätigte Gerüchte, wonach Rentschlers zum Teil astronomisch hohe Marketingausgaben mitverantwortlich dafür gewesen seien, dass Full Tilt die Spielergelder nicht zurückzuerstatten kann, was zum vorläufigen Entzug der Lizenz des Rooms durch die Alderney Gambling Control Commission beitrug. Die Kündigung von Lothar Rentschler tritt zum 13. September in Kraft, zwei Tage vor dem neuen Termin, der für das nächste Hearing von Full Tilt Poker vor der AGCC angesetzt ist.

In seiner Rücktrittsbotschaft bittet Rentschler die Adressaten seiner Mail um Entschuldigung für all die Unannehmlichkeiten, „die Ihnen sowohl auf persönlicher als auch auf Firmenebene durch die derzeitige Situation bei Pocket Kings entstanden sind. Uns im Marketing waren die Hände gebunden, und am Ende wurde die Kommunikation ganz gestoppt. Ich kann mich nur noch einmal für diese Situation entschuldigen. Die Zukunft wird hoffentlich eine bessere, gut organisierte Struktur und die Rückkehr zum business as usual bringen. Es tut weh, dem Markennamen Full Tilt bei einem derartigen Niedergang zuzusehen.“

Wie quadjacks.com aus bei PKL verifizierten Quellen wissen will, findet bereits seit Black Friday eine Abwanderung der Servicemitarbeiter, insbesondere der höher qualifizierten IT-Fachleute, von Full Tilt zu Paddy Power statt. Der (Internet-)Wett-, Casino- und Pokeranbieter hat seinen  Sitz ebenfall in Dublin. Neben den Anfang August bekannt gewordenen Kündigungen für den Staff in den USA seien auch auf internationaler Ebene etliche Manager entlassen worden. Mitte August hatte der aus Österreich stammende Red Pro Erich Kollmann die Auflösung seines Vertrags mit Full Tilt publik gemacht.

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