Die Alderney Gambling Control Commission AGCC hat gesprochen: Zehn Tage nach Beginn des zweiten Hearings wurde heute derEntschluss der AGCC bekanntgegeben, den bis dato vorläufigen Entzug der Lizenz von Full Tilt Poker für endgültig zu erklären. Wichtigster Beweggrund dafür war laut offiziellem Statement die Tatsache, dass der Pokerroom den Lizenzgeber über die tatsächliche finanzielle Situation der Firma falsch irregeführt hab.
„Die AGCC … hat heute die Lizenz von Vantage Limited, Filco Limited und Oxalic Limited, die als Ful Tilt Poker (FTP) agieren, mit sofortiger Wirkung wieder eingezogen … Im Laufe eines sechsttägigen Hearings in London stellte es sich heraus, dass FTP die AGCC grundlegend über seine Handlungsfähigkeit täuschte, indem es finanzielle Liquidität von Konten vorspiegelte, die tatsächlich bereits vollständig von den US Behörden beschlagnahmt worden waren oder für die Firma aus anderen Gründen nicht mehr verfügbar waren. Ernsthafte Verstöße gegen die Regulierungsbestimmungen stellen unwahre Berichte, unerlaubte Gewährung von Krediten sowie das von Unterlassung von Berichterstattung über bereits erfolgte Geschehnisse.
Zu Beginn des Verfahrens am 26. Juli machte die AGCC deutlich, dass sie das Hearing im Hinblick auf Spieler und die Medien öffentlich zu halten wünschte. Das Gericht ließ sich jedoch davon überzeugen, es sei besser, das Hearing hinter verschlossenen Türen abzuhalten, weil FTP erklärte, dies würde die Chancen auf die Wiederherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit im Interesse der Spieler maximieren. Aus diesem Grunde wurde ein Aufschub um 54 Tage gewährt.
Es ist wichtig festzuhalten dass der Entzug der FTP Lizenzen nicht etwa verhindert (wie vermutet wurde), dass das Unternehmen im Falle eines Besitzerwechsels und mit neuem Management reaktiviert werden könnte. Die nicht beglichenen Ansprüche der Spieler FTP gegenüber sind eine Sache von Polizei und zivilrechtlichen Behörden. Jetzt, wo die Lizenz wieder eingezogen ist, unterliegt FTP nicht mehr der Rechtsprechung der AGCC.“
Soweit die von der AGCC herausgegebene Kurzversion des Statements. Eine 26seitige ausführliche Erklärung ist hier>> zu finden.
Im Klartext heißt das, dass die Verkaufsverhandlungen fortgeführt werden können. Ob sie – wofern sie nicht bereits abgeschlossen sind – durch den Lizenzentzug komplizierter werden, bleibt abzuwarten. Schließlich ist damit ja zumindest in einer Hinsicht Klarheit geschaffen.
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Lothar Rentschler hat seinen Rücktritt als Chief Marketing Officer von Pocket Kings Ltd. (PKL)bekanntgegeben. In einer E-Mail an Medien und Geschäftspartner erklärte er „Nach fast drei Jahren in dieser Firma war das kein leichter Schritt… Jahre mit vielen Herausforderungen und auch viele Erfolgen… Unter den gegebenen Umständen jedoch halte ich es für einen längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung.“ Full Tilt-Tochter Pocket Kings Ltd. ist in Dublin/Irland ansässig und fungiert(e) als Dienstleister in Sachen Marketing, IT und Verwaltung für den Pokerroom. Zur Geschäftsführung gehört auch Fult Tilt-Mitbegründer Ray Bitar.
Es kursieren unbestätigte Gerüchte, wonach Rentschlers zum Teil astronomisch hohe Marketingausgaben mitverantwortlich dafür gewesen seien, dass Full Tilt die Spielergelder nicht zurückzuerstatten kann, was zum vorläufigen Entzug der Lizenz des Rooms durch die Alderney Gambling Control Commission beitrug. Die Kündigung von Lothar Rentschler tritt zum 13. September in Kraft, zwei Tage vor dem neuen Termin, der für das nächste Hearing von Full Tilt Poker vor der AGCC angesetzt ist.
In seiner Rücktrittsbotschaft bittet Rentschler die Adressaten seiner Mail um Entschuldigung für all die Unannehmlichkeiten, „die Ihnen sowohl auf persönlicher als auch auf Firmenebene durch die derzeitige Situation bei Pocket Kings entstanden sind. Uns im Marketing waren die Hände gebunden, und am Ende wurde die Kommunikation ganz gestoppt. Ich kann mich nur noch einmal für diese Situation entschuldigen. Die Zukunft wird hoffentlich eine bessere, gut organisierte Struktur und die Rückkehr zum business as usual bringen. Es tut weh, dem Markennamen Full Tilt bei einem derartigen Niedergang zuzusehen.“
Wie quadjacks.com aus bei PKL verifizierten Quellen wissen will, findet bereits seit Black Friday eine Abwanderung der Servicemitarbeiter, insbesondere der höher qualifizierten IT-Fachleute, von Full Tilt zu Paddy Power statt. Der (Internet-)Wett-, Casino- und Pokeranbieter hat seinen Sitz ebenfall in Dublin. Neben den Anfang August bekannt gewordenen Kündigungen für den Staff in den USA seien auch auf internationaler Ebene etliche Manager entlassen worden. Mitte August hatte der aus Österreich stammende Red Pro Erich Kollmann die Auflösung seines Vertrags mit Full Tilt publik gemacht.